15. November 2016

Handysucht - und was dagegen hilft

Handysucht als ernste Bedrohung: Warum einige Menschen das Smartphone wichtiger finden als alles andere.

Handysucht 500

Handysucht gibt's nichts? 12 Stunden am Tag die Augen auf dem Smartphone-Display sind normal? Falsch gedacht: Wer wichtige Aufgaben vernachlässigt, um lieber WhatsApp-Nachrichten zu checken, macht etwas falsch.

Die Grenzen zwischen Handysucht und einer sich noch im Rahmen befindlichen, ausgiebigen Nutzung verlaufen dabei oft fließend. Wir haben nachgeforscht!

Verwandtschaft zum Glücksspiel

Klingt verrückt? Ja, aber teilweise stimmt es: Alexander Markowetz von der Universität Bonn bringt es zum Thema Handysucht auf den Punkt: Erst beginnt die Handlung - ein Tippen auf den Bildschirm -, dann kommt eine Überraschung.

Ganz ähnlich wie an einem Glücksspielautomaten also. Die Überraschungen fallen natürlich anders aus ("Hat jemand meinen Status kommentiert? Habe ich neue Nachrichten von meinen Freunden? Ist die Wartezeit in meinem Online-Game schon vorbei?"). Im Kern handelt es sich aber um dieselben Vorgänge, die im Gehirn stattfinden.

Dopamin als Glückshormon wird ausgeschüttet und plötzlich macht der Griff zum Smartphone mehr Spaß als der Spaziergang mit Hund und Familie, die Lieblingsserie oder auch das Abendessen mit dem Partner oder der Partnerin.

Ungefähr zu diesem Zeitpunkt sollten die Alarmglocken schrillen: Machen wirklich interessante, spannende Aufgaben plötzlich weniger Spaß als der Blick auf den eigenen Facebook-Feed, läuft etwas falsch und der Weg zur Handysucht ist vielleicht nicht mehr fern.

Schwer definierbare Grenzen

Die häufige Nutzung allein ist aber kein gesichertes Anzeichen. Jugendliche, die in der Schule gut zurechtkommen, sich mit Freunden treffen und vielleicht typische altersgerechte Hobbys entwickeln (wie etwa die Teilnahme in einem Sportverein), sind sicher nicht gefährdet.

Das gilt auch dann, wenn sie stundenlang am Smartphone hängen - es macht ihnen einfach Spaß. Hier von Handysucht zu sprechen, wäre falsch.

Es ist daher eine gewisse Gratwanderung, die Handysucht von einem gewöhnlichen, intensiven Verhalten zu trennen. Helfen können bereits einfache Tricks: Nehmen Sie das Gerät einfach einen Tag lang nicht in die Hand und antworten Sie auf Anrufe nur im Notfall.

Sie kauen bereits nach einer Stunde auf den Fingernägeln und laufen nervös im Kreis? Dann haben wir schlechte Nachrichten für Sie. Macht Ihnen der Verzicht nichts aus und Sie finden auch so genügend andere wichtige Aufgaben, haben Sie wohl eher kein Problem.

Aber was hilft?

Wer das Gerät immer seltener benutzt, löst sich auch von der Sucht. Helfen können dabei spezielle Apps wie Offtime, Qualitytime oder Checky. Sie analysieren das eigene Nutzungsverhalten und zeigen an, wann es Zeit für eine Pause ist.

Niemand kann natürlich von heute auf morgen geheilt werden: Der Weg zu einer normalen Nutzung ist ebenso wie bei anderen Suchtmitteln steinig.

Dass die Handysucht teilweise ernstzunehmende Folgen hat, wird am Beispiel der Schlafqualität deutlich: E-Mails checken, Snapchat öffnen, Facebook anschauen. All das steht einem gesunden Schlaf im Weg.

Eine Studie bestehend aus 650 Testpersonen in den USA hat ergeben, dass Menschen schlechter und kürzer schlafen, wenn sie einen Großteil des Tags vor dem Handydisplay verbringen. In extremen Fällen wachten Testpersonen nachts auf - nur, um den Nachrichteneingang zu prüfen.

Daher gilt: Lieber einmal zu wenig als zu viel zum Smartphone greifen. Das gilt insbesondere für Eltern, die ihren Kindern ein Leben außerhalb der Handywelt beibringen möchten. Wer bei einem Ausflug in die freie Natur selbst permanent auf das Display schaut, ist offensichtlich auch kein gutes Vorbild für den Nachwuchs.

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

Themen dieses Artikels
Smartphone

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