09. März 2020

Handys kabellos laden: Alle Infos

Kabelsalat war gestern: Dank Wireless Charging lassen sich immer mehr Handys kabellos laden. Hier erfährst du mehr!

Handy kabellos laden

Inhalt

Was ist Wireless Charging?

Wie funktioniert die kabellose Ladefunktion?

Was ist der Qi-Standard?

Lassen sich Handys für kabelloses Laden nachrüsten?

Reverse Charging: Der nächste Schritt beim kabellosen Laden

Fazit: Handy kabellos laden

Ladekabel können aufgrund ihrer Länge lästig sein, und oft sind sie gerade dann nicht aufzuspüren, wenn man sie am dringendsten benötigt. Aus diesen und vielen anderen Gründen erfreut sich das kabellose Laden von Handys einer großen Beliebtheit.

Zur Freude vieler User lassen sich immer mehr Smartphones drahtlos laden. Aber wie funktioniert das überhaupt, und gibt es eine Möglichkeit, Handys, die sich nicht kabellos laden lassen, nachzurüsten? Das erfährst du hier.

Was ist Wireless Charging?

Als kabelloses Laden (oder Wireless Charging) bezeichnet man eine Technologie, mit der man akku-betriebene Geräte ohne Kabelverbindung zum Stromnetz aufladen kann. Zu den bekanntesten Geräten, die sich drahtlos laden lassen, gehören Smartphones.

Aber auch andere elektrische Geräte, zum Beispiel elektrische Zahnbürsten, lassen sich kabellos aufladen. Dafür stellt man diese auf eine kompatible Ladestation. Eine direkte Verbindung der Zahnbürste oder des Smartphones zur Steckdose ist nicht nötig. Jedoch muss die jeweilige Station per Kabel mit der Energiequelle verbunden sein. Ganz ohne Kabel geht es dann oftmals doch nicht.

Jedoch lassen sich Stationen zum kabellosen Laden einfach in Gegenstände des täglichen Gebrauchs installieren, zum Beispiel in Autos oder Möbel. IKEA bietet beispielsweise schon jetzt Mobiliar an, das mit einem Ladepad ausgestattet ist.

Wie funktioniert die kabellose Ladefunktion?

Die kabellose Ladefunktion basiert auf dem Induktionsprinzip. Und das funktioniert so: Unter der Haube von Smartphone und Ladestation sind elektrische Spulen verbaut. Durch diese fließt der Strom im Geräteinneren.

Der elektrische Strom wird in der Ladestation in ein Magnetfeld umgewandelt. Legst du das Smartphone auf die Station, wird diese Energie aufgenommen, in der Spule im Smartphone-Inneren wieder in elektrische Energie verwandelt und der Akku geladen.

Da über die direkte Verbindung vom Ladekabel zur Steckdose mehr Energie übertragen werden kann, dauert das drahtlose Laden in der Regel etwas länger als mit Kabel. Allerdings hängt die Geschwindigkeit auch davon ab, mit wie viel Watt sich das Handy kabellos laden lässt und wie viel die Ladestation zulässt.

Die technische Entwicklung sorgt jedoch dafür, dass das drahtlose Laden immer zügiger funktioniert und das Aufladen im Vergleich zu älteren Modellen, die sich nur mit Kabel laden lassen, schneller erledigt ist.

Was ist der Qi-Standard?

Im Zuge der Entwicklung der kabellosen Ladefunktion hat sich das Wireless Power Consortium – ein Zusammenschluss diverser Elektronikhersteller wie Nokia, Sony und Samsung, die sich der Weiterentwicklung des kabellosen Ladens widmen – bereits 2008 auf die Qi-Technik als Standard bei der kabellosen Energieübertragung geeinigt.

Andere Technologien, die kabelloses Laden ermöglichen, zum Beispiel die Powermat oder Renzence, spielen hingegen nur eine untergeordnete Rolle und können mit der Reichweite von Qi nicht mithalten.

Der Begriff „Qi“ stammt aus dem Chinesischen und bedeutet so viel wie „Lebensenergie“. Die meisten Handys, die sich kabellos laden lassen, sind heutzutage mit dem Qi-Standard ausgestattet, der diese Funktion technisch maßgeblich beeinflusst hat.

Zu diesen zählen u. a. die Samsung-Galaxy-S-Modelle, zum Beispiel das Samsung Galaxy S20, das Google Pixel 4, das Huawei Mate 30 Pro und P30 Pro, das Nokia 9 PureView, aber auch das iPhone 11 und iPhone 11 Pro (Max). All diese Smartphones findest du übrigens auch bei mobilcom-debitel im Shop.

Lassen sich Handys für kabelloses Laden nachrüsten?

Besitzer älterer Smartphones haben in puncto Wireless Charging das Nachsehen. Jedoch lassen sich viele Handys, die sich nicht kabellos laden lassen, leicht und günstig nachrüsten.

Am einfachsten funktioniert das mit einer Handyhülle, in die ein Qi-Receiver integriert ist, mit einem Qi-Aufkleber oder mit einem Qi-Receiver, der sich ohne Hülle am Handy installieren lässt.

Dafür schließt du den Stecker in die Ladebuchse des Handys und klappst die daran befestigte Qi-Matte auf die Rückseite deines Smartphones. Bei einer Hülle ist diese bereits darin integriert. Nun kannst du dein Handy zum Laden auf eine beliebige Station legen.

Reverse Charging: Der nächste Schritt beim kabellosen Laden

Die nächste Evolutionsstufe in Sachen kabelloses Laden ist die Technologie des Reverse Chargings. Einer der ersten Hersteller, der Reverse Charging in seinen Smartphones integrierte, war Huawei mit dem P20. Aber auch Samsung hat diese Technik mittlerweile für sich entdeckt und das Galaxy S20 und Samsung Galaxy Note 10 damit ausgestattet.

Beim Reverse Charging nutzt du kein Qi-Pad, sondern ein anderes Handy als Ladestation. So kannst du beispielsweise dein Handy auf das Handy eines Freundes legen und dir etwas von dessen Energie abzweigen und das Smartphone auf diese Weise drahtlos laden. Dafür muss dein Gerät allerdings über den Qi-Standard verfügen.

Du möchtest die Reverse-Charging-Funktion selbst testen? Das Galaxy Note 10 oder Galaxy S20 5G bestellst du bei uns zum Top-Preis. Und hier geht's zu unserer Liste der Handys mit dem besten Akku.

Fazit: Handy kabellos laden

  • Das drahtlose Laden basiert auf dem Prinzip der Induktion, bei der elektrische Energie von einer Ladestation zu einem Smartphone übertragen wird.
  • Der Qi-Standard ist die am weitesten verbreitete Technologie zur kabellosen Energieübertragung.
  • In der Regel dauert das kabellose Laden eines Handys länger als per Kabel. Dafür entfallen die Suche nach einem Kabel und der Verschleiß von Ladebuchse und Kabel.
  • Um bei seinem Handy kabelloses Laden nachzurüsten, ist lediglich ein Qi-Receiver notwendig.
  • Beim Reverse Charging fungiert ein Smartphone als Ladestation für andere Handys.

Foto: ©Shutterstock/blackzheep

Themen dieses Artikels
Smartphone Ratgeber Martin