09. Januar 2017

Zeitung. Zweifel. Zukunft.

Print is dead: Haben Zeitungen und Zeitschriften in einer digitalen Welt eine Zukunft? Unser Pro & Kontra.

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Pro: Ohne Zeitungen stirbt die Informationsfreiheit!

Das Versprechen des Internets ist gigantisch: Alle erdenklichen Informationen. Jederzeit. Und das nur einen Mausklick entfernt.

Dass klassische Zeitungen und Zeitschriften in dieser dynamisch-digitalen Welt um ihre Zukunft fürchten müssen, ist nachvollziehbar.

Dennoch sind sie unverzichtbar!

Denn eine Welt ohne Zeitungen ginge zulasten aller Menschen. Genauer gesagt: Zu Lasten ihrer Freiheit, sich objektiv und umfassend zu informieren.

Denn, so paradox es auch klingt: Die Informationsflut des digitalen Zeitalters hat dazu geführt, dass kaum noch differenzierte Informationen bei den Menschen ankommen.

Weniger durch mehr? Wissenschaftler sprechen von der sogenannten Filterblase. Gemeint ist, dass viele Menschen angesichts der unfassbaren Informationsvielfalt nur noch die News ansteuern, die ihre Ansichten bestätigen.

Erschwerend kommen die Algorithmen von Google und Co. hinzu – Durch gesammelte Nutzerdaten sehen sie die gewünschten Informationen vorher und tragen so dazu bei, dass wir umso mehr mit einseitigen Informationen bespielt werden.

In diesem Spannungsfeld ist es unabdingbar, dass eine Vielzahl an Medien verfügbar bleibt. Print is not dead! Zeitungen werden mehr gebraucht, denn je!

Contra: Mit der Zeit gehen

Bei Zeitungen und Zeitschriften ist es wie mit allen Dingen, die im Laufe der Zeit überholt werden.

Wir wollen Informationen und diese so schnell wie möglich. Ob es Online-Portale, Zeitungen, Social Networks oder Podcasts/Radio sind – jeder Mensch hat da seine ganz persönlichen Vorlieben und sein Nutzerverhalten.

Die ältere Generation liebt die Zeitung, die jüngeren Menschen haben zu einem großen Anteil weder ein Zeitschriften-, noch ein Zeitungs-Abo. Zumindest nicht in der Print-Variante.

Die Bild oder auch die Süddeutsche machen es vor: Die Einnahmen werden mit Premium-Funktionen auf dem Online-Auftritt generiert.

Wer Infos möchte, soll dafür bezahlen. Der Kicker bringt die Storys erst in der Print-Variante, danach auf dem Online-Portal.

Aktuell laufen beide Stränge parallel, doch wird sich die Zeitschraube weiter drehen – und das ist normal.

Print wird nie ganz aussterben, auch wenn die Auflagen nahezu aller großen und auch kleineren Zeitungen sowie Zeitschriften sinken.

Wir haben Smartphones, Tablets und Laptops, auf denen wir die Inhalte konsumieren. Dieser Trend wird weiterlaufen. Irgendwann gibt es Brillen, über die wir komfortabel lesen können.

Die Verlage sind in der Bringschuld und werden sich verändern (müssen). Das wir auch passieren und auf lange Sicht werden gedruckte Inhalte nur eine Randnotiz sein.

 

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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