25. April 2018

Was heißt eigentlich… LTE?

LTE ist vor allem eins: schnell. Aber da geht noch was! Alles über den LTE-Nachfolger LTE-A und die Vorboten von 5G.

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LTE: Bedeutung der Abkürzung

LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“ (dt. etwa: „langfristige Entwicklung“). Wichtiger für Verbraucher ist jedoch eine andere Bedeutung: LTE ermöglicht mobiles Surfen in atemberaubender Geschwindigkeit. Die Internationale Fernmeldeunion (ITU), die im Namen der UNO Telekommunikationsstandards entwickelt, ordnet LTE den Mobilfunkstandards der vierten Generation zu – deshalb wird LTE auch als 4G bezeichnet.

Platzt das LTE-Netz aus allen Nähten?

LTE wurde 2010 in Deutschland eingeführt; seitdem werden kontinuierlich neue Sendestationen errichtet. Mitte 2017 war LTE je nach Bundesland für knapp 94 bis 100 Prozent der Haushalte verfügbar (Quelle: TÜV Rheinland). Bis Ende 2019 sollen 98 Prozent LTE-Abdeckung erreicht sein. Lag die maximale Downloadgeschwindigkeit anfangs noch bei bis zu 100 Mbit/s, sind – je nach Region und Netzbetreiber – inzwischen bis zu 500 Mbit/s möglich.

Das ist allerdings noch lange nicht das Ende der Fahnenstange: Die Entwicklung von LTE geht in rasantem Tempo weiter. Das ist auch notwendig, denn immer gewaltigere Datenströme werden auch das schnelle LTE-Netz in absehbarer Zeit an seine Grenzen bringen. Weil immer mehr User immer mehr Daten in immer kürzerer Zeit abrufen möchten, steigt die Nachfrage nach hohen Übertragungsraten.

Im Jahr 2010 nutzten die Deutschen monatlich rund 52 MB Datenvolumen pro Mobilfunkanschluss. 2017 war es bereits das 17-fache: rund 850 MB pro Monat. Zukunftstechnologien wie Virtual Reality und das Internet of Things werden den Bedarf voraussichtlich noch weiter erhöhen. Damit die digitale Infrastruktur der Nachfrage gerecht werden kann, wird bereits mit Hochdruck an den LTE-Nachfolgern gearbeitet.

LTE-Advanced: Der LTE-Nachfolger

LTE-Funksignale werden als elektromagnetische Wellen übertragen. Da sich Mobilfunksignale die Frequenzen mit vielen anderen Funksignalen (z. B. für Radio oder Digital-TV) teilen müssen, sind die verfügbaren Frequenzbereiche rar. In der Regel verfügen Mobilfunkanbieter deshalb über mehrere kleine Bandbreiten; also etwa 20 MHz in einem Frequenzbereich, 10 MHz in einem anderen.

Allerdings sind ihnen durch die Fragmentierung Grenzen gesetzt, was die Geschwindigkeit der Datenübertragung angeht. Ein LTE-Nachfolger, der noch höhere Übertragungsraten ermöglicht als der aktuelle Standard, würde Bandbreiten um die 100 MHz benötigen.

Der LTE-Nachfolger LTE-Advanced (kurz: LTE-A; auch: LTE+) löst dieses Problem mit der sogenannten Carrier Aggregation. Die neueste LTE-Entwicklung erlaubt es, bis zu fünf Frequenzbereiche zu einem Frequenzband zusammenzufassen. Das ermöglicht Datenübertragung im Turbo-Modus: Bis zu 1.000 Mbit/s soll der LTE-Nachfolger auf diese Weise stemmen können. Prinzipiell ist der LTE-Nachfolger abwärtskompatibel, kann also mit 4G-fähiger Hardware genutzt werden – allerdings sind dafür Endgeräte ab der LTE-Kategorie 6 (CAT6) erforderlich.

Durch die Mehrantennentechnik MIMO (Multiple-Input-Multiple-Output) lässt sich die Datenübertragungsrate noch weiter beschleunigen. Hierfür werden die Sendestationen der Mobilfunkanbieter mit zusätzlichen Antennen ausgestattet, die Endgeräte mit zusätzlichen Empfängern. Das erhöht neben der Geschwindigkeit auch die Zuverlässigkeit der mobilen Datenverbindung. Bei den für 2018 erwarteten iPhones sollen bereits Chips mit 4x4-MIMO-Support verbaut werden.

Bis die Nachfolge-Technologie von LTE flächendeckend in Deutschland verfügbar ist, dauert es voraussichtlich noch ein Weilchen. Fest steht allerdings, dass die derzeitigen Entwicklungen bereits Vorboten der fünften Mobilfunkgeneration 5G sind. Diese soll selbst die Geschwindigkeiten von LTE-Advanced in den Schatten stellen: Bis zu 1.000-mal mehr Traffic sollen die Mobilfunknetze der nächsten Generation bewältigen können – und das bei Übertragungsraten von bis zu 10 Gbit/s. Was 5G sonst noch bringen könnte, erfährst du hier.

Redaktion

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