03. Juli 2019

LTE: Mobilfunknetz der 4. Generation

LTE ist hierzulande der aktuell schnellste Mobilfunkstandard. Alle Infos zum LTE-Standard und zur Netzabdeckung gibt es hier.

DR_Titelbild_LTE

Dank LTE nutzen immer mehr Menschen anstelle des Festnetzanschlusses das Smartphone, um im Internet zu surfen. Schließlich verspricht der LTE-Standard eine hohe Übertragungsgeschwindigkeit und eine stabile Verbindung. Doch was ist LTE genau? Und welche Surfgeschwindigkeiten sind mit einem LTE-Anschluss möglich? Hier bekommst du die wichtigsten Infos.

Was ist LTE?

LTE ist die Abkürzung für „Long Term Evolution“ (dt. etwa: „langfristige Entwicklung“) und bezeichnet den aktuell schnellsten Mobilfunkstandard. Was früher undenkbar war, ist mit LTE wahr geworden: Dank der hohen Datenübertragungsrate surfen viele Nutzer mit ihrem Handy im LTE-Netz weitaus schneller als in ihrem Heimnetzwerk mit einem DSL-Router.

Die Internationale Fernmeldeunion (ITU), die im Namen der UNO Telekommunikationsstandards entwickelt, ordnet LTE als Mobilfunkstandard der vierten Generation ein – deshalb wird LTE auch als 4G bezeichnet.

Aber genau genommen funkt der LTE-Standard technisch noch im Frequenzbereich von „3.9G“ und zählt damit zum Mobilfunknetz der dritten Generation. Die Weiterentwicklung von LTE – also LTE Advanced – gehört jedoch ohne Zweifel zum Standard der vierten Generation und übertragt mobile Daten im 4G-Frequenzbereich.

Welche Bandbreite in der Praxis zur Verfügung steht, hängt von einer Reihe von Faktoren ab. Dabei gibt es wie erwähnt nicht nur das eine „LTE“. Vielmehr existieren verschiedene LTE-Standards bzw. Entwicklungsstufen – und abhängig davon, welchen Standard du verwendest, kannst du auch unterschiedlich schnell mit deinem Smartphone im mobilen Internet surfen.

Wie schnell ist LTE?

Schon seit der Einführung gibt es eine Reihe von Entwicklungsstufen von LTE. Jede einzelne Stufe hat dafür gesorgt, dass die Geschwindigkeit von LTE höher und darüber hinaus die Übertragung stabiler wurde. Zur Einordnung benutzen die meisten User heute vor allem die Begriffe „LTE“ und „LTE Advanced“ bzw. „LTE+“. Genauer ist allerdings die Nennung der jeweiligen LTE-Kategorie (Cat).

Je höher die Kategorie, desto höher auch die Upload- bzw. Downloadrate. Das iPhone Xs unterstützt beispielsweise LTE Cat 18, während das Samsung Galaxy S10 sogar Cat 20 erlaubt. Laut Samsung ist damit eine Download-Geschwindigkeit von bis zu 2.000 Mbit/s möglich. Zum Vergleich: Bei der Einführung von LTE lag die maximale Downloadrate noch bei 100 Mbit/s.

2.000 Mbit/s klingen zu schön, um wahr zu sein – und so ist es letztendlich auch. In der Praxis werden solche Maximalwerte kaum erreicht. Die entscheidenden Gründe dafür sind die Netzauslastung, die Entfernung zum Funkmast sowie Beschränkungen innerhalb des Mobilfunkvertrags.

Infografik: LTE-Verfügbarkeit in Deutschland | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

In der Anwendung fallen die Einbußen allerdings meist nicht sonderlich ins Gewicht. Immerhin ermöglichen selbst relativ geringe Bandbreiten eines LTE-Anschlusses im Vergleich zu anderen Mobilfunkstandards sehr kurze Ladezeiten und einwandfreies Streaming.

Neben den Kategorien (Cat) gibt es jedoch noch weitere Abkürzungen und Begrifflichkeiten, die hinsichtlich des LTE-Standards eine Rolle spielen. Dazu zählen unter anderem:

  • CA (Carrier Aggregation): Nutzung und Bündelung mehrerer Frequenzbänder für höhere Bandbreiten (entscheidender Fortschritt bei LTE Advanced).
  • MIMO (Multiple Input Multiple Output): Der parallele Zugriff auf mehrere Funk- und Sendemasten zur Verbesserung des Verbindungssignals.

Auf dem Weg zu 100 Prozent LTE-Abdeckung?

In Deutschland wurde LTE im Jahr 2010 eingeführt. Seitdem werden kontinuierlich neue Sendestationen errichtet. Zwar gibt es auch heute noch weiße Flecken auf der Landkarte, allerdings ist der LTE-Netzausbau mittlerweile weit fortgeschritten.

Die drei in Deutschland aktiven Netzbetreiber Vodafone, Telekom und Telefónica bieten LTE in den Städten im Grunde flächendeckend an. Dabei kann das LTE-Netz je nach Stadt unterschiedliche Bandbreiten im Up- und Downstream aufweisen.

Stuttgart besitzt unter den Großstädten das schnellste LTE-Netz, in Hamburg und Frankfurt surft man im Vergleich mobil mit deutlich geringerer LTE-Geschwindigkeit.

Infografik: Stuttgart hat das schnellste Netz | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Menschen, die in ländlichen Gebieten leben, haben oft noch das Nachsehen. Dort haben es die Netzbetreiber leider noch nicht geschafft, ein lückenloses LTE-Netz aufzubauen. Je nach Netzbetreiber unterscheidet sich der Fortschritt des Ausbaus teils erheblich. Während die Telekom bereits nahezu flächendeckendes LTE-Netz anbietet, müssen O2-Kunden noch etwas mehr Einschränkungen in Kauf nehmen.

Wenn du flächendeckend mit deinem LTE-Anschluss im mobilen Internet surfen möchtest, solltest du dich also für einen Telekom-Mobilfunkvertrag entscheiden. Eine Auswahl an günstigen Telekom-LTE-Tarifen mit Handy findest du bei uns.

Bis Ende 2019 sollen 98 Prozent LTE-Abdeckung erreicht sein – so lautet zumindest die Vorgabe der Bundesnetzagentur. Ob die Mobilfunkanbieter diese Marke knacken, ist noch nicht sicher – vor allem da jetzt schon der nächste Mobilfunkstandard in den Startlöchern steckt und Highspeed-Übertragungsgeschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s verspricht.

LTE dürfte uns trotz 5G noch lange erhalten bleiben

Spätestens seit der Versteigerung der 5G-Frequenzen im Juni 2019 ist 5G als neuer Mobilfunkstandard in aller Munde. Insgesamt 6,6 Milliarden Euro haben Telekom, Vodafone, Telefónica und Drillisch für die Netzfrequenzen hingeblättert. 5G garantiert noch schnellere Geschwindigkeiten, kürzere Latenzzeiten sowie eine bedeutend höhere Reichweite als LTE.

Bis du mit deinem Handy im mobilen Internet in 5G-Geschwindigkeit surfen kannst, musst du dich jedoch noch etwas gedulden. Der Ausbau der fünften Generation der Mobilfunkstandards wird erst nach und nach in Gang kommen, sodass die ersten 5G-Netze in Deutschland wohl frühestens im Jahr 2020 nutzbar sein werden.

In Anbetracht der Tatsache, dass zahlreiche Smartphone-Hersteller 2019 mit 5G-fähigen Smartphone-Neuheiten an den Start gehen und andere Länder bereits größere Fortschritte in Sachen Netzausbau vorweisen können, geraten deutsche User leider ins Hintertreffen. Für Mobilfunk-Nutzer hierzulande dürfte LTE vorerst weiterhin der wichtigste Standard bleiben.

Basics zu LTE in der Übersicht

  • LTE steht für Long Term Evolution und gilt als Mobilfunkstandard der vierten Generation.
  • Der LTE-Standard ermöglicht Highspeed-Surfen und geringe Latenzzeiten.
  • Mit LTE-Kategorien werden unterschiedliche Entwicklungsstufen bezeichnet.
  • Seit der Einführung in Deutschland im Jahr 2010 wird das LTE-Netz stetig ausgebaut. Bis Ende 2019 soll eine Netzabdeckung von 98 Prozent erreicht sein.
  • Als Nachfolger von LTE steht der Mobilfunkstandard der fünften Generation bereits in den Startlöchern. Bis 5G flächendeckend verfügbar sein wird, bleibt LTE der wichtigste Funkstandard.

Foto: ©Shutterstock/DarwelShots

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