18. Februar 2019

Handystrahlung: unsichtbare Gefahr?

Schadet Elektrosmog der Gesundheit? Wir sind der Frage nachgegangen. Erfahre hier alles zum Thema Handystrahlung.

DR_Titelbild_Handystrahlung

Ein Leben ohne Handy können sich die meisten Menschen kaum noch vorstellen. Trotzdem fragen sich viele, welche Auswirkungen die elektromagnetischen Funkwellen haben, die von den mobilen Geräten ausgehen. Ist Handystrahlung gesundheitsschädlich oder nicht? Wir haben nachgeforscht und sagen dir, was es mit dem sogenannten „Elektrosmog“ auf sich hat.

Handystrahlung – was ist das überhaupt?

Um Telefonieren, Simsen und Internetsurfen zu ermöglichen, senden Smartphones und Tablets sowie auch WLAN-Router und Radios elektromagnetische Funkwellen im hohen Frequenzbereich aus – die Handystrahlung.

Das Prinzip ist einfach: Wenn du einen Anruf tätigst oder im Internet surfst, sendet dein Smartphone Funkwellen mit den Informationen deiner Anfrage an eine Basisstation im Funknetz. Diese Funkstation leitet die Daten über elektromagnetische Wellen an den Adressaten weiter.

Sobald deine Anfrage übermittelt wurde, sendet der Empfänger seinerseits Funkwellen aus, die wieder zu deinem Smartphone gelangen und von diesem interpretiert und dargestellt werden – als visuelles Feedback beim Surfen oder als akustisches Signal beim Telefonat.

Die steigende Anzahl an Handys und anderen Mobilgeräten sorgt dafür, dass wir rund um die Uhr von Funkwellen umgeben sind. Auch der Netzausbau von UMTS über LTE bis 5G sorgt für einen stetigen Anstieg der Handystrahlung. Wie viel Strahlung von elektrischen Geräten ausgeht, zeigt der sogenannte SAR-Wert an.

Was ist der SAR-Wert?

Der SAR-Wert (spezifische Absorptionsrate) ist eine Maßeinheit, die angibt, wie viel Strahlung ein Gegenstand oder ein Körper aufnehmen kann. Er wird in Watt pro Kilogramm (W/kg) angegeben.

Auch Smartphones sind mit einem spezifischen SAR-Wert gekennzeichnet, der Auskunft darüber gibt, wie viel Strahlung auf einen Körper übertragen wird. Generell gilt: Je höher der SAR-Wert, umso mehr Handystrahlung geht von dem Gerät aus. Und je näher ein Smartphone am Körper gehalten oder getragen wird, umso mehr Strahlung nimmt dieser auf.

Vor wenigen Jahren hat die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen empfohlenen Grenzwert für den SAR-Wert bei Handys festgelegt. Er liegt bei 2 W/kg und wird derzeit von sämtlichen im Handel erhältlichen Smartphones und Tablets unterschritten.

Infografik: Die Smartphones mit der höchsten Strahlung | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Besonders strahlungsarme Handys sind mit dem Siegel „Der Blaue Engel“ gekennzeichnet. Diese haben einen SAR-Wert von weniger als 0,6 W/kg, wie zum Beispiel das Fairphone.

Wie hoch der SAR-Wert deines Smartphones ist, kannst du in der Bedienungsanleitung des Gerätes nachlesen. Keine Bedienungsanleitung zur Hand? Dann schaue in die SAR Suche auf der Website des Bundesamtes für Strahlenschutz (BfS). Dort findest du den SAR-Wert der meisten Handymodelle und sicherlich auch den Wert deines Smartphones.

Kann Elektrosmog der Gesundheit schaden?

Handystrahlung – auch Elektrosmog genannt – steht in dem Ruf, die Gesundheit von Menschen zu beeinträchtigen. Ob Kopfschmerzen, Unfruchtbarkeit oder Krebs – Spekulationen darüber, welche gesundheitlichen Folgen Handystrahlung haben könnte, gibt es viele. Vor allem die Frage, welchen Einfluss der permanente Gebrauch des Smartphones hat, steht dabei zur Diskussion.

Viele Wissenschaftler haben sich deshalb mit den Auswirkungen von Elektrosmog auf den menschlichen Organismus befasst und entsprechende Studien durchgeführt. Zu eindeutigen Ergebnissen gelangten die Forscher allerdings nicht.

Die einen sind überzeugt davon, dass Handystrahlung die Zellen im Organismus verändern kann und dadurch verstärkt Krankheiten hervorgerufen werden. Andere Wissenschaftler zweifeln einen Zusammenhang zwischen Funkwellen und einem erhöhten Krankheitsrisiko hingegen an.

Fest steht: Bislang fehlt es schlicht an aussagekräftigen Langzeitstudien, um eine zuverlässige Aussage darüber zu treffen, ob Handystrahlung auf lange Sicht schädlich für die Gesundheit ist.

Ob die gestiegene Präsenz und dauerhafte Nutzung von Smartphones und anderen Geräten tatsächlich zu Zellveränderungen und erhöhtem Krankheitsrisiko führt, wird sich wohl erst in einigen Jahren zeigen. Erst dann lassen sich verlässliche Rückschlüsse zu den Auswirkungen des vergleichsweise jungen Phänomens „Smartphone“ ziehen.

Tipps für weniger Handystrahlung im Alltag

Bislang gibt es keine eindeutigen Erkenntnisse darüber, ob und wie sehr sich Elektrosmog auf den Organismus auswirken kann. Du möchtest das Risiko nicht eingehen? Dann können dir unter Umständen folgende Tipps helfen, die Handystrahlung in deinem alltäglichen Leben zu reduzieren.

  • Kaufe ein Smartphone mit einem geringen SAR-Wert.
  • Halte Telefonate kurz und verwende ein Headset oder die Freisprecheinrichtung im Pkw.
  • Trage dein Smartphone nicht direkt am Körper, sondern verstaue es besser in einer Tasche oder im Rucksack.
  • Vermeide es, dein Smartphone in der Nacht auf dem Nachttisch direkt neben deinem Kopf zu legen. Lagere es lieber einige Meter entfernt vom Bett bzw. nimm dein Smartphone gar nicht erst ins Schlafzimmer.
  • Telefoniere möglichst wenig in Gegenden mit schlechtem Empfang. Um dort eine Verbindung herzustellen, muss das Smartphone noch mehr Leistung aufbringen und sendet noch mehr Handystrahlung
  • Ein Strahlenschutz für Handys schirmt dich nicht vor Elektrosmog ab. Im Gegenteil: Strahlenschutzhüllen, Abdeckungen oder ähnliches Zubehör führen dazu, dass das Smartphone mehr Leistung aufbringen muss, um die Blockade zu durchbrechen und mehr Handystrahlung entsteht.

Titelbild: Shutterstock/FotoHelin

Redaktion

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