14. September 2017

Handy-Sucht: Die unterschätzte Gefahr?

Ständig am Smartphone? Egal, zu welcher Uhrzeit oder in welcher Gesellschaft? Das sind erste Anzeichen für Handy-Sucht.

DR-Handy-Sucht-Titelbild

Rund 50 Millionen Deutsche besitzen ein Smartphone. Die meisten möchten auf die damit verbundenen Annehmlichkeiten nicht verzichten. Schon längst dient das Handy nicht mehr nur dem Telefonieren – es werden E-Mails gecheckt, WhatsApp-Nachrichten verschickt oder News gelesen. Häufig sogar im Urlaub.

Alles ganz normal, werden viel Smartphone-User sagen. Doch ab wann ist es das nicht mehr? Wann wird das Smartphone zur Sucht? Psychologen reden von Sucht, wenn der Entzug oder die Wegnahme des Suchtmittels (in diesem Fall das Smartphone) zu Stress, Frustration, Wut und Ärger führt.

Anzeichen für Smartphone-Sucht

Wer nach seinem Smartphone süchtig ist, fühlt sich ohne aufgewühlt und hilflos. Schon kurze Zeitspannen ohne Handy im Flugzeug oder bei technischen Störungen lösen beim Betroffenen Nervosität aus. „Nomophobie“ nennen Wissenschaftler die Smartphone-Sucht: eine Abkürzung für „No-Mobile-Phone-Phobia“ – auf Deutsch „Kein-Mobiltelefon-Angst“.

Wohl jeder kennt Geschichten wie die vom handysüchtigen Manager, der kollabierte nachdem er sein Smartphone verloren hat, oder von Jugendlichen, die wochenlang lieber mit dem Smartphone unterwegs waren, statt zur Schule zu gehen. Solche Extremfälle bleiben im Gedächtnis, doch die weit weniger extremen Fälle sind sehr viel häufiger.

Betroffene leiden außer unter den schon genannten Handy-Sucht-Anzeichen auch unter Konzentrations- und Schlafstörungen – mitunter beginnt sogar das Sexualleben, unter der ständigen Erreichbarkeit zu leiden. Echte Handysüchtige vereinsamen allmählich und vernachlässigen Familie, Beruf und Hobbys.

Längst sind Mediziner dazu übergegangen das übertriebene Informations- und Kommunikationsbedürfnis mit anderen Suchterkrankungen gleichzusetzen. Die Symptome ähneln teilweise durchaus denen einer Alkohol- und Nikotinsucht: starkes Verlangen, Kontrollverlust, innerer Zwang und Entzugserscheinungen.

Smartphone-Sucht: Was dagegen tun?

Smartphone-User verlernen so einiges, doch ist das noch längst kein Anzeichen für eine Handy-Sucht. Vieles hat sich durch Smartphones im Leben verändert, das muss aber nicht in die Abhängigkeit führen. Wer das Risiko minimieren möchte oder einfach mal eine „digitale Entgiftung“ absolvieren möchte, sollte diese 9 Tipps sich zu Herzen nehmen.

  1. Auf lautlos stellen
    Die Konzentration auf andere Dinge stärkst du, wenn du das Smartphone auf lautlos stellst. Ganz nach dem Motto: Aus den Ohren, aus dem Sinn.
  2. Handypausen einlegen
    In einigen Berufen gehört das Smartphone zum täglichen Geschäft. Dennoch solltest du handyfreie Zeiten einplanen – zum Bespiel in der Mittagspause oder am Abend. Besser ist noch einen ganzen Tag ohne Smartphone.
  3. Wichtige Tätigkeiten offline erledigen
    Hier zeigen sich am häufigsten die ersten Anzeichen für eine Handy-Sucht. Wirklich wichtige Aufgaben bleiben liegen. Schalte dein Smartphone aus, damit du dich ganz und gar auf die Sache konzentrieren kannst.
  4. Nicht als Wecker benutzen
    Das Einstellen des Handy-Weckers vor dem Schlafengehen verführt meist dazu, noch einmal die E-Mails oder das Social-Media-Profil zu checken. Und auch am Morgen ist das Smartphone sofort zur Hand. Vermeiden lässt sich das am besten mit einem analogen Wecker.
  5. Eine Armbanduhr tragen
    Ähnlich sieht es mit der Uhrzeit aus. Seit dem die Uhrzeit über das Smartphone gecheckt werden kann, ist die Armbanduhr unwichtig geworden. Das gilt auch für andere Gegenstände wie Notizzettel und Navigationsgerät. All diese Dinge bieten aber weniger Ablenkung als ein Smartphone.
  6. Soziale Netzwerke reduzieren
    Aktivitäten auf sozialen Netzwerken verführen immer wieder dazu, das Smartphone zur Hand zu nehmen. Helfen kann es da, sich auf nur ein soziales Netzwerk zu beschränken. Möchtest du auf keines verzichten, kannst du die Social-Media-Nutzung auch auf bestimmte Zeiten beschränken oder die Netzwerke nur noch über den PC aufzurufen.
  7. Kein Smartphone am Tisch
    Was im Restaurant als unhöflich gilt, sollte auch zu Hause nicht getan werden: Das Smartphone solltest du bei den Mahlzeiten ausschalten oder weglegen.
  8. Apps gegen die Handy-Sucht
    Mit verschiedenen Apps lässt sich die Handynutzung überwachen und der Sucht entgegenwirken. Sogenannte Online-Wecker, wie die App der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, zeigen, wie lange du bereits online gewesen bist. Um sich selbst zu beschränken, lässt sich angeben, wie viele Stunden man maximal im Internet surfen möchte.
  9. Handy-Prothese für die beginnende Sucht
    Wenn du das Gefühl hast es geht nicht mehr ohne, ist eine Handy-Prothese ein bewährtes Mittel, einer Sucht vorzubeugen. Das sogenannte „No-Phone“ ist ein schwarzer Block, der einem Smartphone ähnelt, aber über keinerlei Funktionen verfügt. Er vermittelt aber zumindest das Gefühl, ein Smartphone dabei zu haben.

Foto: Shutterstock/ SFIO CRACHO

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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