29. November 2017

eSIM – Zukunft im Mobilfunksektor?

Licht- und Schattenseiten einer Technologie: eSIM verspricht viel. Unklar ist, ob sie es auch einhalten kann.

DR-Titelbild-E-SIM

Viele warten seit Jahren auf die Revolution. Andere sträuben sich vehement gegen die neue Technologie. Die eSIM kommt – in kleinen Schritten, aber sie kommt. Die „embedded SIM“ ist ein im Gerät verbauter Chip, der in Zukunft die klassische SIM-Karte ersetzen soll.

Bereits seit Jahren bewährt sich die eSIM im Bereich der Machine-to-Machine-Internetanbindung. Schließlich geht der Trend immer mehr dahin, ursprünglich analoge Geräte mit dem Internet zu verbinden, etwa Haushaltsgeräte oder Autos. Im Mobilfunksektor geht die Integration der eSIM jedoch vergleichsweise schleppend voran.

Von der Plastik-SIM-Karte zur eSIM

Wer kennt es nicht? Das mühselige Hantieren mit der Plastikkarte, um das neue Handy zu personalisieren. Die Entwicklung im Mobilfunksektor schreitet schnell voran – die SIM-Karte aber ist noch immer die alte.

Nun gut, sie ist kleiner geworden – von der ursprünglichen SIM-Karte über die Micro- zur Nano-SIM. Das macht das Einsetzen und Herausnehmen der Karte keineswegs einfacher. Mit der eSIM-Karte soll alles anders werden: Sie ist eine im Handy integrierte Karte, die über Funk bespielt werden kann. Klingt erstmal gut. Doch wie immer bei neuen Technologien gibt es Licht- und Schattenseiten.

Vorteile der eSIM

Die Befürworter der eSIM schwören auf die Flexibilität der Technologie. Diese Vorteile kann die eSIM-Karte im Mobilfunkbereich haben:

  • Einfacher Anbieterwechsel: Den Handytarif je nach Bedarf ändern oder anpassen, und das ganz einfach per QR-Code? Mit eSIM-Karten soll das zukünftig möglich sein. Schnell und einfach lässt sich der Netzbetreiber oder der Tarif wechseln. Mit dem Handy müsst ihr lediglich den Code scannen, und schon werden die Vertragsdetails auf die eSIM übertragen.
  • Auslandsflexibilität: Auch im Ausland kann man mithilfe der eSIM-Karte ganz einfach örtliche Tarife auf dem eigenen Smartphone einspeisen. Roaming-Gebühren entfallen und Auslandsgespräche werden günstiger.
  • SIM-Tausch: Wenn das Handy gewechselt wird, ist es oft mühselig, die SIM-Karte von dem einen in das andere Telefon zu befördern. Auch verlangen verschiedene Handytypen unterschiedliche SIM-Größen. Mit der eSIM reicht das Scannen eines Codes, um den Austausch durchzuführen.
  • Widerstandsfähigkeit: Die Gefahr von Kratzern oder Defekten wird minimiert, da der Austausch der SIM-Karte entfällt. Zudem ist die Entwicklung wasserfester Smartphones einfacher, wenn die Öffnung für die Karte überflüssig wird: Das Gerät kann fest versiegelt werden.
  • Smartwatches: Mithilfe von eSIM-Karten können Smartwatches zukünftig unabhängig vom Handy genutzt werden. Ob Telefonieren oder Surfen im Internet– mit einem eigenen Tarif wird die Nutzung von Smartwatches noch komfortabler.

Nachteile der eSIM

Wie bei jeder technischen Neuerung werden auch die Nachteile der eSIM intensiv diskutiert.

  • Handy und Tarife: Schärfste Kritik erhält die eSIM insbesondere in dem Bereich, in dem sie für mehr Flexibilität sorgen soll. Die Entscheidungsfreiheit der Verbraucher werde insgeheim beschränkt, da es lange dauern wird, bis alle Netzbetreiber eSIM-Tarife anbieten. Zudem werden Befürchtungen laut, dass Tarifabsprachen zwischen Netzbetreibern und Herstellern mit dieser Technik zukünftig viel einfacher möglich sind.
  • Dual-SIM-Handys: Wer die Vorteile eines Dual-SIM-Handys schätzt, gibt mit einem eSIM-Handy ein Stück Flexibilität auf. Zwei Karten mit unterschiedlichen Tarifen je nach Bedarf wird es dann wohl nicht mehr geben.
  • Datenschutz: Werden meine persönlichen Daten in Zukunft sicher sein? Eine SIM-Karte beinhaltet immer auch einen Teil der Identität und Persönlichkeit des Nutzers. Nicht nur, dass Smartphones, Smartwatches und Fitness-Tracker in Zukunft immer online sein werden; auch Ängste, dass die eSIM ein leichteres und attraktiveres Angriffsziel für Datendiebe ist, werden geäußert.

eSIM: Was nun?

Derzeit steckt die eSIM-Technologie im Mobilfunkbereich noch in den Kinderschuhen. Daher sind bisher auch noch keine eSIM-Handys auf dem Markt. Wann die ersten Hersteller sich auf die Technologie stürzen und Vorreiter werden wollen, ist noch nicht bekannt.

Da noch keine eSIM-Handys im Verkauf sind, gibt es bisher kaum Anbieter mit eSIM-Tarifen. Nur die großen Netzbetreiber Telekom, Vodafone und O2 haben erste passende Tarife für die Samsung Galaxy Gear S2 Smartwatch eingeführt. Apple und Huawei haben nachgezogen und Uhren mit der eSIM-Technologie in den Handel gebracht.

Foto: ©Shutterstock/fortton

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

Themen dieses Artikels
Smartphone Ratgeber Redaktion

Mein mobilcom-debitel

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zu Mein mobilcom-debitel
  

040 / 55 55 41 441

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

040 / 55 55 41 000

Mo - So08:00 - 22:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr

040 / 55 55 41 545

Mo - Fr09:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr
  

Kontakt per E-Mail

Kontaktiere uns ganz einfach per E-Mail.

digitalrepublic@md.de
  

mobilcom-debitel auf facebook

facebook.com/mobilcomdebitel/

PopUp Store auf facebook

facebook.com/digitalrepublic.awesome
  

mobilcom-debitel auf twitter

PopUp Store auf twitter

  

mobilcom-debitel auf youtube

youtube.de/user/Mobilcomdebitel
  

mobilcom-debitel auf instagram

instagram.com/mobilcomdebitel

PopUp Store auf instagram

instagram.com/digital_republic