04. April 2019

Zock-Zukunft: Cloud-Gaming

Für das flotte Spielen aktueller Games muss man keine potente Hardware mehr haben: Cloud-Gaming ist das Zauberwort.

Caschys Rückblick

Gaming ist schon lange nicht mehr nur etwas für Nerds, mittlerweile füllen Zuschauer bei Großveranstaltungen riesige Hallen. Der Sport des 21. Jahrhunderts wird am PC ausgetragen.

Professionelle Gamer werden deshalb immer andere Ansprüche an das Gaming an sich haben, als es der Gamer tut, der sich vielleicht selbst einen PC zusammenbaut oder auf Konsolen-Angeboten zockt.

Die Hardware spielt hier eine entscheidende Rolle, immer größer werden die Anforderungen, die moderne Games stellen. Da kommt man irgendwann nicht mehr hinterher, wenn es darum geht, seinen PC aktuell zu halten. Von den Kosten dafür einmal ganz abgesehen.

Game-Streaming als Zukunft

Seit einigen Jahren probieren sich diverse Anbieter an sogenanntem Game-Streaming. Die Hardware wird dabei vom Anbieter gestellt, der Nutzer benötigt im Prinzip nur einen Bildschirm, der den Game-Stream empfangen kann.

Ein früher Anbieter war zum Beispiel OnLive, der brachte das ganze Thema auf Smart TVs – allerdings nicht sehr erfolgreich. 2015 verschwand der Anbieter schon wieder von der Bildfläche. Das Prinzip ist aber dasselbe geblieben. Auf potenter Server-Hardware werden Games ausgeführt, die dann beim Nutzer hochaufgelöst ankommen.

 

Probleme beim Game-Streaming

Nvidia kann so etwas heute schon anbieten. Jedoch ist GeForce Now zwar seit einigen Jahren verfügbar, hat bisher aber nicht den Sprung aus der Beta geschafft.

Microsoft möchte ebenfalls Cloud-Gaming ermöglichen. Und alle anderen größeren Anbieter werden sich auch mit der Thematik beschäftigen, denn mittlerweile ist die Technik durchaus soweit, dass man derartige Dienste auf Nutzer loslassen kann.

Man hat aber auch mit Problemen zu kämpfen, zum Beispiel einer verzögerten Eingabe. Immerhin muss das Spiel erst vom Server zum Nutzer, dieser macht dann eine Eingabe, die wiederum zurück zum Server muss. Das sorgt für mehr Latenz als bei lokaler Nutzung eines Spiels, das ist logisch.

Google Stadia bietet eine Lösung 

Genau an diesem Punkt setzt Google dieses Jahr mit Stadia an. Das hat man bereits zur GDC erklärt. Ebenso wie man erklärt hat, dass man mit einem Dienst wie Stadia keine Pro-Gamer abholen, sondern Gaming einfach mehr Menschen zugänglich machen möchte. Man braucht keinen teuren PC, keine zusätzliche Konsole.Google Stadia ist ein Cloud Gaming Service, der sich aktuell noch in der Entwickung befindet.

 

Gespielt werden kann dann auf dem Smartphone ebenso wie auf dem TV. 4K mit 60 Bildern pro Sekunde sollen zum Start, der noch 2019 erfolgen soll, möglich sein.

Allerdings hängt das eben nicht nur von der Hardware ab, die Google einsetzt, sondern vor allem auch von der zur Verfügung stehenden Geschwindigkeit des Internetanschlusses.

Gute Leitung als Voraussetzung 

Bei einer 4K-60FPS-Übertragung fallen jede Menge Daten an, die in Echtzeit beim Nutzer landen müssen. Dafür hat auch Google keine Lösung, da passt dann eben die Infrastruktur bei einem selbst oder nicht. Das Problem hat man aber generell mit Anwendungen, die in kurzer Zeit große Datenmengen übertragen müssen.

Google möchte mit Stadia also groß in den Gamingmarkt einsteigen. Nicht nur die Plattform für Spiele bieten, sondern auch selbst aktiv werden. Mit einem eigenen Gaming-Studio, aber auch über den Weg, andere Entwickler bei der Produktion ihrer Titel finanziell und mit Know-How zu unterstützen.

Google scheint es also schon ernst zu meinen, man wirft diesmal nicht etwas halbfertiges in den Raum, das man nach zwei Jahren dann wieder einstellt. Man hat ein klares Konzept und versucht dieses nun so schnell wie möglich auf die Beine zu stellen.

Google Chrome als Home-Base 

Dass Google mit Stadia so viele Gamer wie möglich ansprechen möchte, sieht man auch an den Geräten, die wohl unterstützt werden. Letztendlich muss auf einem Gerät nur Chrome laufen können, dann sollte es auch mit Stadia nutzbar sein. Laptop, Smartphone, Tablet, Smart TV, alles wird direkt zur Gaming-Konsole.

Nutzen kann man zudem seine eigenen Controller, falls man so etwas schon besitzt. Falls nicht, gibt es auch einen speziellen Stadia-Controller, der sich mit allen Geräten verbinden lässt.

Per Google Stadia kann auf verschiedenen Devices gespielt werden.

Auch hier wurde von vornherein mitgedacht. Weder sperrt man die aus, die schon Hardware haben, noch die, die keine besitzen. Der Controller wird nicht die Welt kosten und sehr viel günstiger sein, als sich direkt eine Konsole oder einen Gaming-PC anzuschaffen.

Auch zum Preis von Stadia soll es mittlerweile Informationen geben. Nicht von Google selbst, aber ein Analyst hat sich geäußert. Er geht davon aus, dass Stadia 15 Dollar im Monat kosten wird und zum Start 500 Games bieten wird. Monatlich müssten nach seiner Einschätzung 50 Spiele dazukommen, um 15 Dollar rechtfertigen zu können.

Viele Player auf dem Markt 

Es steht außer Frage, dass Game-Streaming kommen wird, aktuell ist nur die Frage, wann dies den Massenmarkt erreichen wird und wer dann zu den großen Playern gehören wird.

Google hat sich hier sicher in eine gute Position gebracht, aber Kandidaten wie Microsoft, Sony oder auch Steam und Epic Games werden sicher nicht tatenlos zuschauen, wie ein Frischling versucht den Markt von hinten aufzurollen.Egal ob auf dem Smartphone, dem Lap oder dem TV: Zocken wird mit Google Stadia grenzenlos.

 

Nicht vergessen sollte man auch Dienste wie Shadow. Der Unterschied ist, dass man hier quasi nur die Hardware gestellt bekommt, in der Cloud aber seine eigene Software ausführt. Das kostet zum Beispiel 29,95 Euro im Monat.

Game-Streaming ist die Zukunft

Game-Streaming wird vielleicht erst einmal nicht für diejenigen interessant sein, die heute bereits auf Hochleistungsmaschinen zocken, aber es wird eine völlig neue Ära des Gamings bringen.

Dem Spieler wird es egal sein, welche Angebot er wahrnimmt, solange es so funktioniert, wie er es sich vorstellt. Und es wird sicher auch eine neue Generation Spiele hervorbringen. Nämlich solche, die sich immer und überall mit anderen spielen lassen. Das aber in einem größeren Stil als man es sich heute vielleicht vorstellen kann.

Stationäres Gaming wird auch durch Angebote wie Stadia oder Shadow nicht so schnell von der Bildfläche verschwinden, dafür sorgt alleine der Pro-Gamer-Bereich. Aber vielleicht wird die Welt durch so ein Angebot ein bisschen verspielter.

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter,Google+ , Facebook, XING und youtube

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