20. Mai 2017

opencampus.sh – ein Update der norddeutschen Innovationskultur

Alexander Ohrt vom open campus.sh im Gespräch über Coworking und die norddeutsche Innovationskultur.

opencampus.jpg

Alexander, worin seht Ihr den Reiz des Coworkings? Was spricht besonders dafür, dass ein Coworking-Space gegenüber dem Homeoffice vorgezogen werden sollte?

Zusammen ist man weniger allein. So reizvoll die Digitalisierung auch ist, so wenig möchten Menschen nur noch allein in ihrer Wohnung arbeiten, auch wenn Sie es dank des Internets könnten. Viele genießen, in der Gesellschaft Gleichgesinnter an ihren eigenen Projekten zu arbeiten und durch das Zusammenkommen mit ganz unterschiedlichen Menschen jeden Tag aufs Neue inspiriert zu werden.

Es sind die zufälligen Begegnungen beim Kaffeeholen, Pause machen oder bei unseren Community-Events (zum Beispiel unser offenes Gründer:innenfrühstück, jeden Mittwoch ab 9.30 Uhr), die den Reiz des Coworkings ausmachen. Man findet Inspirationen, nach denen man nicht aktiv gesucht hat.

Die Starterkitchen ist ein Treffpunkt, ein Ort der Zusammenkunft für die Gemeinschaft, die Community. Ohne diese Gemeinschaft sind unsere Räume bedeutungslos. Die Community ist nicht einfach irgendeine Gruppe, sondern ihren Mitgliedern ist eine bestimmte Identität und ein Zugehörigkeitsgefühl gemeinsam.

Wodurch hat sich die Coworking-Community bei der Gründung von opencampus ausgezeichnet und welche Unterschiede könnt Ihr heute im Vergleich zu den Anfängen feststellen? Mit anderen Worten: Sehnen sich Coworker heute nach etwas, was sie vorher vielleicht nicht unbedingt erwartet haben?

Unsere Gemeinschaft ermöglicht den Mitgliedern Netzwerke und Kontakte, stärkt die Motivation, vermittelt Selbstvertrauen und unterstützt den Prozess der Ideenschärfung durch Feedback und Interaktion seitens der anderen, der Betreiber und des Netzwerks.

Je mehr Leute Teil unserer Community sind, desto stärker sind die positiven Effekte für unsere Mitglieder und für das Innovationsökosystem der Stadt Kiel und darüber hinaus. Viele hätten vorher nicht erwartet, wie schnell und gut sich Ihre eigene Gründungsidee im Austausch mit unserem Netzwerk hätte entwickeln können. Hier finden sie neue Mitarbeiter:innen, studentische Unterstützung, Unternehmenspartner und vieles mehr.

Innovationen werden immer seltener in geschlossenen Laboren generiert. Vielmehr versprechen branchenübergreifende Kollaborationen entscheidende Erfolge in Innovationsprozessen. Dazu benötigt man Räume und Orte, die neue Formen des Wirtschaftens und Arbeitens ermöglichen, sowie Freiräume zum Testen von Geschäftsmodellen und zum Experimentieren mit Ideen anbieten. 

Inwiefern wird in Eurem Arbeitsumfeld eine Internationalität gelebt? Wie steht es Eurer Meinung nach aktuell um den Gründerstandort Kiel: Hat sich etwas in letzter Zeit zum Positiven oder Negativen geändert?

Wir veranstalten in diesem Jahr am 15. und 16. Juni 2017 das zweite, internationale Waterkant #startupSH Festival mit über 70 Startups und 50 Unternehmen aus Deutschland und Nordeuropa. Damit wollen wir ein Schaufenster für Innovationen aus dem Norden schaffen.

Das wäre ohne die Community unserer Starterkitchen.de als Ausgangspunkt nicht möglich gewesen. Dabei wollen wir das Prinzip des voneinander Lernens allen zugänglich machen und von Experten lernen. Unsere Themen sind: New Work, Fintec, Virtual Reality & Augmented Reality, Robotic & Artificial Intelligence, Mobility, Womens’ Entrepreneurship, Maritime, Education.

Langfristig soll Schleswig-Holstein auch mit Hilfe des Waterkant #startupSH Festivals zu einem Bindeglied zwischen Deutschland und Skandinavien sowie dem Baltikum werden.

Worauf seid Ihr besonders stolz, wenn Ihr auf die vergangenen Jahre zurückblickt?

Es ist und war unser Ziel, Menschen zusammenzubringen, deren Wissen und Hintergrund möglichst heterogen sind. StartUps benötigen einerseits ähnliche unterstützende Dienstleistungen (z. B. bei der Produktgestaltung oder der der Finanzierung), doch die Innovationen entstehen dadurch, dass vorhandenes Wissen neu und unerwartet kombiniert wird.

Ideenfindung und Kreativität können nicht erzwungen werden, daher haben wir versucht einen Raum zu schaffen, in dem die Wahrscheinlichkeit einer „glücklichen Fügung“ (Serendipity) erhöht ist, weil interessierte Menschen zusammentreffen, die sich sonst nicht begegnen würden.

Dazu bedarf es eines nicht-hierarchischen, offenen Beziehungsgefüges. In der „richtigen“ Kombination aus Ähnlichkeit und Verschiedenheit lag vermutlich einer der Schlüsselfaktoren für unseren Erfolg. Erfolg bedeutet für uns, dass unsere Community in den letzten Jahren gut zusammengewachsen ist und sich immer wieder erweitert und damit weiterentwickelt. Darüber freuen wir uns sehr.

Wie sieht aus Eurer Perspektive die Zukunft des Coworkings aus?

Coworking muss sich noch stärker für alle öffnen. Nicht nur für Akademiker:innen. Weltweit sind Coworker noch größtenteils männlich, zwischen 20-35 Jahre alt, mit akademischem Hintergrund und mitunter mehr auf ihr Macbook als auf andere CoworkerInnen fokussiert. Das wollen wir ändern und haben Anfang dieses Jahres DEIN RAUM gegründet, in einem multikulturellen Stadtteil, fern von den Universitäten. Ein neues Coworking: #reCoworking.

Foto © Till Schauder

Nik

Hamburger Jung mit dem Mundwerk am rechten Fleck. Als Onliner lang in der digitalen Szene unterwegs und mit Jungunternehmern verquickt.

Mein mobilcom-debitel

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zu Mein mobilcom-debitel
  

040 / 55 55 41 441

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

040 / 55 55 41 000

Mo - So08:00 - 22:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr

040 / 55 55 41 545

Mo - Fr09:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr
  

Kontakt per E-Mail

Kontaktiere uns ganz einfach per E-Mail.

digitalrepublic@md.de
  

mobilcom-debitel auf facebook

facebook.com/mobilcomdebitel/

PopUp Store auf facebook

facebook.com/digitalrepublic.awesome
  

mobilcom-debitel auf twitter

PopUp Store auf twitter

  

mobilcom-debitel auf youtube

youtube.de/user/Mobilcomdebitel
  

mobilcom-debitel auf instagram

instagram.com/mobilcomdebitel

PopUp Store auf instagram

instagram.com/digital_republic