29. Mai 2015

Das tinder-Prinzip erobert die StartUp-Szene

Hot or not – mit dem Wisch-Prinzip bestätigen oder ablehnen.

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Seit 2012 gibt es die Flirt-und-Dating-App tinder. Das unkomplizierte Wisch-Prinzip, mit dem man bestimmt, ob man eine Person weiter kennen lernen will oder sie ablehnt, haben sich StartUps in allen möglichen Branchen abgeguckt. Singles, die tinder noch nicht ausprobiert haben, werden heutzutage immer seltener. Ein möglicher Grund für den sagenhaften Erfolg der Dating-und Flirt-App ist vermutlich ihre einfache Bedienbarkeit: Ob man an einer Person weiter interessiert oder nicht ist, entscheidet man mit einem einfach Wischen. Ein Wischen nach rechts heißt, dass man weiter interessiert ist, ein Wischen nach links ist eine Absage.

Dieses „Hot or not“-Prinzip wurde von einer Vielzahl an StartUps kopiert, die aus den unterschiedlichsten Branchen kommen. So setzt z. B. das StartUp Truffls das tinder-Prinzip auf dem Arbeitsmarkt ein. Jobsuchende bekommen bei Truffls Arbeitsgeber vorgeschlagen, denen sie per Wischen weiteres Interesse bekunden können. Auch hier bedeutet ein Swipe nach links Desinteresse, mit einem Swipe nach rechts wird dagegen Interesse bekundet. Nachdem Interesse an den Arbeitsgeber bekundet wurde, versendet Truffls automatisch die Profildaten, sodass das Unternehmen entscheiden kann, ob eine Zusammenarbeit grundsätzlich vorstellbar ist. Findet der potentielle Arbeitsgeber das Truffl-Profil spannend, bekommt der Nutzer nur kurze Zeit später eine Benachrichtigung und kann sich daraufhin bewerben. Arbeitssuchende ersparen sich so sinnlose Bewerbungen und negative Erfahrungen.

Auch im E-Commerce-Umfeld setzt sich das tinder-Prinzip allmählich durch. Ein Beispiel hierfür ist die App Seamso. Diese schlägt dem Nutzer verschiedene Kleidungsstücke vor, die dieser dann mit dem bekannten Wisch-Prinzip favorisieren oder ablehnen kann. Bei Gefallen können die favorisierten Kleider sofort bestellt werden können. Seamso bekommt von den teilnehmenden Partnershops eine Provision. Innovativ ist auch die Idee zum StartUp BarkBuddy, das auf das tinder-Prinzip setzt. Dem Nutzer werden hier herrenlose Tiere aus dem Tierheim vorgeschlagen, die nach einem neuen Herrchen suchen. Auch hier wird mit der Wischgeste entschieden, ob man an einem Hund interessiert ist oder nicht. Besteht Interesse, gibt es ein persönliches Treffen zwischen Hundchen und potentiellem Herrchen, das – wenn alles gut läuft – mit einem zukünftigen Zusammenleben endet.

Nik

Hamburger Jung mit dem Mundwerk am rechten Fleck. Als Onliner lang in der digitalen Szene unterwegs und mit Jungunternehmern verquickt.

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