28. April 2017

Crowdfunding geht auch nachhaltig – im Abonnement

Gabriel Yoran, vom Startup Steady, gibt uns im Interview Einblicke in das Geschäftsmodell.

A320160727FS332561_1.jpeg

Mit Steady als Plattform für Abo-Crowdfunding wollt ihr Leser zu zahlenden Unterstützern machen. Was hat euch zur Idee inspiriert und worin liegt ihr Mehrwert?

Unsere Mitgründer Sebastian Esser und Philipp Schwörbel haben vor Steady das Onlinemagazin Krautreporter gegründet. Dabei wurde ihnen klar, dass unabhängigen Medienmachern (Journalisten, Blogger, Podcaster, YouTuber) ein Tool fehlt, über das sie regelmäßige Einnahmen von ihrem Publikum erhalten können. Steady erledigt genau das – und zwar von der Aktivierung des Publikums durch die Psychologie des Crowdfundings bis zur Abwicklung monatlicher Abo-Zahlungen. Die Medienmacher bauen Steady ein und erhalten dann monatlich eine Überweisung von uns. 

Infolge der Digitalisierung sieht sich die Printbranche immer mehr unter Druck. Inwiefern bietet Steady als digitale Plattform eine bessere Alternative? 

Jobs für Journalisten in Festanstellung sind heute schon rar und das wird nicht besser werden. Medienmacher werden sich spezialisieren und daran arbeiten, ihre eigene Marke zu werden – nur so können sie unabhängig von großen Verlagen überleben. Gleichzeitig bietet dieser Umbruch eine große Chance: Autorinnen und Autoren sind näher an ihrem Publikum, sie produzieren für eine kleinere, aber engagiertere Leser- oder Hörerschaft, der es genau auf diesen speziellen Publisher ankommt. Mit einem sehr spezifischem Angebot ist man konkurrenzlos – ganz anders als Medien, die hauptsächlich Agenturmeldungen umschreiben.

Bei Steady werden bewährte Techniken des Crowdfundings angewendet. Worin unterscheidet sich euer Businesskonzept vom herkömmlichen Crowdfunding?

Beim traditionellen Crowdfunding geht es um das einmalige Erreichen einer bestimmten Summe. Kommt die nicht zusammen, scheitert oft das ganze Projekt. Beim Abo-Crowdfunding bittet man sein Publikum um eine regelmäßige kleine Zuwendung, im Schnitt sind es 5 Euro im Monat. Und da die meisten der unabhängigen Publikationen ziemlich konkurrenzlos sind, bleiben einem die Abonnenten langfristig erhalten und man hat planbare Einnahmen.

Steady hat für den Start eine Finanzspritze in Höhe von 350.000 Euro von der Google Digital News Initiative bekommen. Wie funktioniert eigentlich euer Finanzierungsmodell?

Neben dem Investment durch Google DNI unterstützen uns auch etliche Business Angels, darunter Matthias Spieß, einer der Spreadshirt-Gründer. Geld verdienen wir durch die Provision von 10%, die wir auf die Umsätze der Steady-Publisher erhalten.

Inwieweit wird in eurem Arbeitsumfeld eine Internationalität gelebt? Wie steht es aktuell in euren Augen um den Gründerstandort Berlin? 

Gegründet haben wir in Berlin, weil sich das Team in Berlin kennengelernt hat und alle Gründer bereits früher einmal in Berlin gegründet hatten. Bemerkenswert sind gerade jetzt die Bewerbungen junger Leute aus Syrien – den ersten Kollegen aus Damaskus beschäftigen wir bereits.

Was ist die größte Lehre, die Ihr als Team aus euren bisherigen Erfahrungen gezogen habt? 

Wenn Du denkst, dass Du Deine Kunden 100% verstanden hast, machst Du etwas falsch. Die Antriebe, Bedürfnisse und Sorgen sehr unterschiedlicher Kunden zu verstehen – das ist eine Arbeit, die nie aufhört. So haben zum Beispiel größere Publisher schon eine Reihe von Tools und Abläufe, in die sich Steady integrieren muss – daran arbeiten wir gerade.

Worauf seid Ihr besonders stolz, wenn Ihr auf den Anfang zurückblickt? Welche Pläne schmiedet ihr gerade für die Zukunft? 

Es macht einfach Spaß zu sehen, wie Leute, die letzten Monat noch keine Einnahmen mit ihrem Blog hatten, heute 1.000 Euro und mehr verdienen. Diese Autoren melden sich dann oft voller Dankbarkeit bei uns – dabei haben wir ihnen nur geholfen, einen Schatz zu heben, der vorher schon da war. Nämlich die Freude des Publikums an ihrer andauernden kreativen Arbeit. In Zukunft wollen wir den unabhängigen Publishern helfen, ihr bestehendes Publikum auszubauen.

Nik

Hamburger Jung mit dem Mundwerk am rechten Fleck. Als Onliner lang in der digitalen Szene unterwegs und mit Jungunternehmern verquickt.

Mein mobilcom-debitel

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zu Mein mobilcom-debitel
  

040 / 55 55 41 441

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

040 / 55 55 41 000

Mo - So08:00 - 22:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr

040 / 55 55 41 545

Mo - Fr09:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr
  

Kontakt per E-Mail

Kontaktiere uns ganz einfach per E-Mail.

digitalrepublic@md.de
  

mobilcom-debitel auf facebook

facebook.com/mobilcomdebitel/

PopUp Store auf facebook

facebook.com/digitalrepublic.awesome
  

mobilcom-debitel auf twitter

PopUp Store auf twitter

  

mobilcom-debitel auf youtube

youtube.de/user/Mobilcomdebitel
  

mobilcom-debitel auf instagram

instagram.com/mobilcomdebitel

PopUp Store auf instagram

instagram.com/digital_republic