Das neue Oppo Reno6 im Test

Das Reno6 von Senkrechtstarter Oppo gefällt vor allem wegen seines Akkus. Was hat das preiswerte Handy sonst noch zu bieten?

Das Oppo Reno6 in der Rückansicht.

Mit den Reno-Modellen hat Oppo eine äußerst beliebte Serie aus dem Boden gestampft. Vor allem der Akku wusste bei den Mittelklasse-Modellen regelmäßig zu überzeugen. Wird das Oppo Reno6 an seine starken Vorgänger anknüpfen können? Wir haben das neue Smartphone getestet.

Display: Tolle Kontraste, zu niedrige Helligkeit

Wie es sich für ein zeitgemäßes Handy gehört, ist das Oppo Reno6 mit einem hochmodernen OLED-Display ausgestattet. Der große Vorzug an dieser Technologie: Kontraste und Farbwiedergabe sind stets auf einem hohen Niveau. Davon abgesehen kommen wir angesichts einer Pixeldichte von 409 ppi in den Genuss einer sehr ordentlichen Schärfe.

Aber das 6,4 Zoll große Panel hat noch weitere Stärken vorzuweisen, wie zum Beispiel die überdurchschnittlich hohe Bildwiederholfrequenz von 90 Hz. Diese sorgt dafür, dass Scrollvorgänge flüssiger wirken als bei der lange Zeit herkömmlichen Rate von 60 Hz. Etwas mehr hatten wir uns dagegen in puncto Helligkeit erhofft. Hier erreicht das Reno6 nur knapp 470 Nits.

Kamera: Passable Leistung bei Tageslicht

Das Kamera-Setup besteht beim Oppo Reno6 aus drei Linsen: einer 64-MP-Weitwinkel-, einer 8-MP-Ultraweitwinkel- und einer 2-MP-Makrolinse. Die Weitwinkel-Cam liefert bei guten Lichtbedingungen sehr ansehnliche Fotos mit vielen Details und kräftigen, aber noch natürlich wirkenden Farben. Auch Nahaufnahmen wirken recht hochwertig, obwohl das Reno6 nur digitalen Zoom im Angebot hat.

Allerdings verfügt der Sensor über keinen optischen Bildstabilisator. Wenn du verwackelte Bilder vermeiden willst, solltest du also möglichst ein Stativ zur Hilfe nehmen. Immerhin: 4K-Videoaufnahmen sind mit 30 fps möglich. Zudem steht dir eine starke 32-MP-Selfie-Cam zur Verfügung.

Gute Performance dank Dimensity-9000-Chip

Für ein flottes Bedientempo sorgt der Dimensity 9000, ein achtkerniger Prozessor aus dem Hause MediaTek. Dank einer Taktrate von bis zu 2,4 GHz und einer leistungsstarken Grafikkarte laufen auch deine 3D-Games ohne lästige Ruckler. Zudem kannst du problemlos mehrere Apps gleichzeitig nutzen; der üppige Arbeitsspeicher von 8 GB macht’s möglich.

Du willst nicht nur im heimischen WLAN, sondern auch unterwegs mit Highspeed surfen? Dann wird es dich freuen, dass der Chipsatz des Oppo Reno6 ein integriertes 5G-Modem für raketenschnelle Datenverbindungen an Bord hat! Das beschert dem Oppo Reno6 noch einen dicken Pluspunkt in unserem Test.

Akku: Top-Ausdauer, kurze Ladezeiten

Der Akku kristallisiert sich als die ganz große Stärke des Oppo-Handys heraus. Auch dank einer Kapazität von 4300 mAh wird das Gerät rund 13 Stunden in Betrieb gehalten, womit das Reno6 weit über dem Durchschnitt liegt. Bei moderater Nutzung ist sogar noch eine deutlich längere Laufzeit drin.

Und ist der Saft doch mal aufgebraucht, ist der Akku in gut 35 Minuten wieder voll. Hier zahlt sich das mitgelieferte 65-W-Schnellladenetzteil aus. Drahtloses Laden ist zwar leider nicht möglich, doch alles andere wäre bei einem Preis von unter 500 Euro auch eine Überraschung gewesen.

Dafür hat das Reno6 andere Top-Features im Gepäck, wie zum Beispiel NFC, Bluetooth 5.2, Dual-SIM, einen Fingerabdrucksensor und Gesichtserkennung. Der Gerätespeicher liegt bei 128 GB und lässt sich nicht durch eine externe microSD vergrößern.

Das Wichtigste im Überblick

  • Der 6,4 Zoll große OLED-Screen bietet ein kontrastreiches, scharfes Bild und trumpft zudem durch eine 90-Hz-Frequenz auf. Die Helligkeitswerte sind dagegen ausbaufähig.

  • Drei Linsen bilden das Kamera-Setup des Oppo Reno6. Dabei überzeugt vor allem der 64-MP-Weitwinkelsensor, der bei Tageslicht schicke Aufnahmen knipst. 4K-Videos lassen sich mit 30 fps drehen.

  • Für eine starke Rechenleistung sorgt der Dimensity 9000, ein achtkerniger 5G-Chip von MediaTek.

  • Der Akku hält dank einer Kapazität von 4300 mAh etwa 13 Stunden lang durch. Zudem ist die Batterie innerhalb von 35 Minuten wieder vollständig aufgeladen – damit kann das Oppo Reno6 in unserem Test ordentlich punkten.

Foto: ©Oppo

Maro

Maro ist ein Phänomen, denn er liebt iOS und Android gleichermaßen. Beste Voraussetzungen, um neue Smartphones fair auf Herz und Nieren zu prüfen. Privat hat Maro eine dicke Katze und viel Humor.

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