28. August 2020

Fairphone 3+: Die Upgrades sind da

Fair produziert, nachhaltig gestaltet und leicht reparierbar – das Konzept bleibt. Das Fairphone 3+ bietet trotzdem Neues.

Testbericht: Fairphone 3+

Seit 2013 arbeitet das niederländische Unternehmen Fairphone daran, den Smartphone-Markt umweltfreundlicher, fairer und transparenter zu machen – und das kommt gut an. Bei der Crowdfunding-Kampagne im Jahr 2018 wurden etwa 7 Millionen Euro gesammelt. Jetzt gibt es ein Upgrade für das erst 2019 veröffentlichte Fairphone 3.

Wichtige Pionierarbeit

Eines vorneweg: Wer ein preisgünstiges, technisch starkes Mittelklasse-Smartphone haben möchte, sollte sich anderweitig umschauen. Das größte Kaufargument des Fairphone 3+ ist das Ziel seiner Hersteller, es nachhaltig, reparierbar und fair zu produzieren. Damit leistet die Firma echte Pionierarbeit. Und das neue Modell ist noch nachhaltiger.

In technischer Hinsicht muss man bei den Fairphones ein paar Abstriche machen. Aber auch daran haben die Niederländer gearbeitet. Die neuste Version punktet vor allem mit verbesserten Kameras. Was viele Nutzer freuen dürfte: Auch beim Betriebssystem hat sich etwas getan.


Der Fokus von Fairphone ist die Nachhaltigkeit. Entsprechend der Firmenphilosophie muss man nicht unbedingt das neue Modell kaufen. Denn das Fairphone 3 lässt sich upgraden. Du kannst beispielsweise nur eine der beiden Kameras kaufen und in dein bestehendes Handy einbauen. Ein Alleinstellungsmerkmal, denn derzeit bietet kein anderer Hersteller eine ähnliche Option.

Das bleibt

Wie das Vorgängermodell ist auch das Fairphone 3+ modular aufgebaut. Insgesamt sieben Teile, vom Akku bis zur Kamera, lassen sich einfach austauschen. Insbesondere beim Akku, der bei der Konkurrenz oft fest verbaut ist, ist dies sehr von Vorteil, denn wer repariert, braucht kein neues Handy. Das schont nicht nur den Geldbeutel, sondern auch Ressourcen.

Die Ersatzteile verkauft Fairphone weiter zu moderaten Preisen. Ein neuer Akku kostet rund 30 Euro, das Display ist für gut 90 Euro zu haben. Den Einbau nimmst du selbst vor; dafür liegt ein kleiner Schraubenzieher bei. Da sich am Aufbau des Smartphones nichts geändert hat, sollten die Tutorials der Firma für das Fairphone 3 eine gute Hilfestellung sein.


Um Ressourcen zu sparen und unnötigen Elektromüll zu vermeiden, wird auch das neue Fairphone ohne Ladekabel und Kopfhörer ausgeliefert. Bei Bedarf kannst du natürlich beides separat dazu bestellen.

Auch an den wichtigsten technischen Eckdaten wurden nicht geschraubt: Das neue Modell hat ebenfalls einen Qualcomms Snapdragon 632 mit 8 Kernen – für ein Mittelklasse-Handy völlig ausreichend. Die 4 GByte RAM und 64 GB interner Speicher lassen sich bei Bedarf durch eine microSD-Karte erweitern. Beim Display setzt Fairphone weiter auf 5,65 Zoll Full-HD.

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Das ist neu

Beim Fairphone 3 gab es für die Kamera Abzüge im Test. Das Upgrade dürfte aber besser abschneiden, denn hier hat sich am meisten getan. Anstelle eines 12-Megapixel-Sensors verwendet die neue Hauptkamera einen 48-Megapixel-Sensor. Die Frontkamera hat jetzt 16 Megapixel statt bisher 8 – sozusagen ein Selfie-Upgrade.

Aber nicht nur an der Auflösung wurde gearbeitet. Auch der Autofokus, die Objektverfolgung und die Bildstabilisierung wurden verbessert. Für einen knackigeren Sound haben die Vorreiter nachhaltiger Handys nach eigenen Angaben die Audioqualität des Fairphone 3 optimiert. Wie genau das umgesetzt wurde, ging aus der Pressemitteilung nicht hervor – aber Hauptsache, es funktioniert.

Als Betriebssystem ist beim neuen Modell Android 10 installiert. Ab Mitte September 2020 ist das Update auf die aktuelle Android-Version dann auch beim Fairphone 3 möglich. Der 2019 gelaunchte Vorgänger wurde bis zuletzt mit Pie ausgeliefert.

Das Fairphone 3+ ist sogar noch nachhaltiger als sein Vorgänger. Denn während das Fairphone 3 aus 9 Prozent recyceltem Plastik besteht, wurde der Anteil beim neuen Modell auf satte 40 Prozent erhöht. Das entspricht einer kleinen Plastikflasche mit einem Volumen von 330 Millilitern.

Was kostet das neue Fairphone? 

Mit einem Preis von knapp 470 Euro ist das Modell etwas teurer als sein Vorgänger. Der wird dafür pünktlich zum Release etwas günstiger. Statt rund 450 Euro kostet das Vorjahresmodell jetzt nur noch 419 Euro. USB-Ladegerät und -Kabel sind für rund 20 Euro erhältlich. Die modularen Kopfhörer mit 1,2 Meter Kabellänge kosten knapp 50 Euro. 

Das Smartphone kann ab sofort vorbestellt werden. Die Auslieferung erfolgt dann ab Mitte  September 2020. Natürlich bekommst du das Fairphone 3 + auch bei mobilcom-debitel!

Fazit: Gutes Mittelklasse-Handy mit herausragendem Konzept

  • Wie das Fairphone 3 ist der Nachfolger ein gutes Mittelklasse-Smartphone. Es gibt für diesen Preis sicherlich leistungsstärkere Handys, die aber natürlich weniger nachhaltig sind.
  • Die Möglichkeit, das Gerät schnell und einfach zu reparieren oder den Akku auszutauschen, ist gerade für diejenigen interessant, die sich nicht jedes Jahr ein neues Smartphone holen möchten.
  • Auf dem Gebiet der nachhaltigen, umweltfreundlichen und fairen Produktion von Elektrogeräten leistet Fairphone weiterhin wichtige Pionierarbeit.

Fotos: ©Fairphone

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Ist bei Twitter zu finden und nebenbei Buchautor.

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Redaktion Smartphone Fairphone

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