26. Juni 2017

Was Smartphone-User verlernen

Viele bekommen gar nicht mit, was sich durch das Smartphone alles verändert. Wir erinnern an (fast) verlernte Fähigkeiten.

DR-Smartphone-verlernen-Titelbild

Ein kurzer Blick zurück ins Jahr 2006, ein Jahr vor dem Release des ersten iPhones. Was hat man da noch alles bei sich getragen: Notizbuch, MP3-Player, Digicam, Foto der Liebsten, Bahnticket, eventuell eine tragbare Spielekonsole und auf Reisen einen Stadtplan.

Leert man heute seine Taschen, ist vieles davon im Smartphone aufgegangen. Die tragbaren Highspeed-Rechner mit Internetfunktion sind immer dabei, werden immer leistungsstärker und nehmen uns immer mehr ab – und sorgen so dafür, dass wir einiges verlernen. Hier ist eine Liste der verlernten Fähigkeiten.

Die Hand will den Stift nicht mehr halten

Mit der Unterschrift hat wohl niemand Probleme. Wenn es aber darum geht, über einen längeren Zeitraum mit einem Stift zu schreiben, kommen viele an ihre Grenzen.

Die Muskeln im Arm beginnen zu schmerzen, die Konzentration lässt nach, das Schriftbild wird unleserlich. Weil die Übung fehlt, lässt unsere Fähigkeit nach, handschriftlich auf Papier zu schreiben.

Die Sache mit der Rechtsschreibung

Anhängern des Dudens dreht sich beim Lesen von Online-Nachrichten regelmäßig der Magen um. Rechtsschreibung steht hier eher selten im Vordergrund; vielmehr ist es so, dass Netzjargon nach eigenen Regeln funktioniert.

Bei der Behauptung, dass wir durch Smartphone und Internet an Schreibkompetenz verlieren, sollte man allerdings vorsichtig sein. Wer solide Kenntnisse der Orthografie und Grammatik besitzt, kann in der Regel mühelos zwischen Internetslang und dudenkonformer Rechtsschreibung wechseln.

„Wissen Sie vielleicht, wo …“

Google Maps und Navigationsdienste gehören zu den nützlichsten Diensten auf dem Smartphone. Sind sie allerdings mal nicht verfügbar, fühlen wir uns gleich aufgeschmissen.

Es gibt aber keine wissenschaftlich fundierten Erkenntnisse, die belegen, dass unser Orientierungssinn durch Smartphones schlechter wird. Auch hier gilt, dass die „digitale Demenz“ bisweilen voreilig ausgerufen wird.

Was viele dagegen tatsächlich bei lauter GPS-Hörigkeit verlernt haben: sich einfach mal umzuschauen und den nächsten Passanten höflich nach dem Weg zu fragen.

Der Blick für die Umgebung

Viele Smartphone-Nutzer gehen nicht ins Café, um dort bloß einen Kaffee zu trinken. Stattdessen wird, sobald eine Hand frei ist, das Smartphone gezückt – selbst dann, wenn es sich eigentlich lohnt, der Umgebung seine Aufmerksamkeit zu schenken.

Das gleiche gilt übrigens auch für Konzerte. Man hat nicht automatisch mehr vom Konzert, wenn ein verwackeltes Video davon auf dem Smartphone gespeichert ist. Im Zweifel stellt die Person vor einem, die mit ihrem Smartphone die Sicht versperrt, ohnehin am nächsten Tag ein Video ins Netz.

Das gute alten Warten

Wir tun‘s in Eingangshallen, Hotellobbys und Straßenecken / Wir tun‘s bei uns daheim allein oder mit andern Menschen / Wir tun‘s an Kinokassen, Bahnhöfen und Landesgrenzen.

Diesen Text hat die Rap-Kombo Blumentopf geschrieben, und er stammt natürlich aus der Prä-Smartphone-Ära. Denn heute käme wohl kaum ein Rapper auf die Idee, einen Text übers Warten zu schreiben.

Der Grund: Wir tun’s einfach nicht mehr so häufig. Digitale Ablenkung ist schließlich immer nur einen Handgriff entfernt.

Taxis herbeiwinken

Es ist die klassische New-York-Filmszene: Ein Mann oder eine Frau reckt die Hand in die Höhe, um eines der gelben Taxis anzuhalten.

In Zeiten von Uber und Taxi-Apps allerdings kann man davon ausgehen, dass diese Geste in einigen Jahren nicht mehr zu sehen sein wird.

Fazit: In 10 Jahren hat sich einiges verändert

Falsche Rechtschreibung, mit Stift und Papier überfordert und ohne GPS vollkommen aufgeschmissen. Viele Fähigkeiten sind wegen des Smartphones nicht mehr gefragt und zwangsläufig verlernen wir auch etwas.

Es gibt aber auch Dinge, die wir dank des Smartphones lernen. Unsere Daumen sind beispielsweise ausdauernder denn je und wir wissen fast immer, wo sich die nächste Steckdose befindet.

Foto: © Fotolia / Alextype

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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