13. November 2020

SIM-Karten-Größen im Überblick

Es kommt nicht auf die Größe an? Von wegen! Bei SIM-Karten ist die Größe ein wichtiger Faktor. Wir sagen dir, warum.

SIM Karten Größen

Ohne sie wäre moderner Mobilfunk undenkbar: die SIM-Karte. Die Abkürzung SIM steht für Subscriber Identity Module. Zu Deutsch: „Teilnehmer-Identitätsmodul“. Dabei handelt es sich um eine kleine Chipkarte, die zum Beispiel in ein Mobiltelefon eingesteckt oder eingelegt wird und den Nutzer im Netz identifiziert und als Kommunikationsteilnehmer authentifiziert.

Dank der kleinen Chipkarten können Mobilfunkanbieter ihren Kunden persönliche mobile Telefon- und Datenanschlüsse zur Verfügung stellen. Entsprechende SIM-Karten gibt es aktuell in vier Größen bzw. Formaten: Sie heißen Full-Size-SIM, Mini-SIM, Micro-SIM und Nano-SIM. Bei den meisten Geräten kommt der kleinste Vertreter zum Einsatz – die Nano-SIM.

Zahlen und Fakten

Genaugenommen ist jede SIM-Karte, ganz gleich welcher Größe, ein kleiner Prozessor samt Speicher. Die Größen unterscheiden sich wie folgt: Eine Mini-SIM ist 25 mm lang. Eine Micro-SIM misst nur 15 Millimeter. Beide sind 0,76 Millimeter dick bzw. dünn. Die kleinste im Bunde, die Nano-SIM ist 12,3 mm lang und nur 0,67 mm dünn.

Aus Klein mach Groß

Mithilfe eines SIM-Karten-Adapters lässt sich aus Klein auch wieder Groß machen, sprich: aus einer Nano-SIM wird wieder eine Micro-SIM und so weiter. Ein solcher Adapter besteht aus einer Halterung in Form des benötigten Kartenformats, die die kleinere SIM-Karte aufnimmt. Dank solcher Adapter passt eine Nano-SIM dann zum Beispiel in ein Endgerät, das eine Micro-SIM braucht.

Aus Groß mach Klein

Vielleicht hast du auch schon mal davon gehört, dass man SIM-Karten stanzen kann? Davon raten wir zwar generell ab, aber der Vollständigkeit halber sei das hier erwähnt. Wenn die SIM-Karte zu groß fürs Handy ist, kannst du zu einem speziellen Werkzeug greifen – einer sogenannten SIM-Stanze.

Das Problem dabei ist: Setzt du die Stanze falsch an und gelingt der Eingriff nicht richtig, kann eine falsch gestanzte SIM-Karte zu Kurzschlüssen im Smartphone führen. Besonders schwierig ist der korrekte Einsatz beim Nano-SIM-Format. Dort hast du einfach noch weniger Spielraum für Fehler und musst besonders präzise ansetzen.

Außerdem ist eine Nano-SIM nur 0,67 mm dünn. Wenn du eine Mini- oder Mikro-SIM ins Nano-Format bringst, ist sie immer noch 0,76 mm dick. Schlimmstenfalls kann dies dazu führen, dass die Karte im SIM-Schacht hängenbleibt oder die Kontakte beim Einlegen beschädigt werden.

Zudem musst du gestanzte SIM-Karten meist auch erst noch mit einem scharfen Messer oder einer Feile entgraten. Unser Tipp: Finger weg vom SIM-Stanzen.

Guter Kompromiss: Triple-SIM

Viel besser fährst du, wenn du eine sogenannte Triple-SIM in den Händen hast. Sie ist heute meist der Standard, wenn du eine neue SIM-Karte bestellst. Dabei handelt es sich um eine flexible SIM-Karte im Mini-SIM-Format, aus der du bei Bedarf ganz leicht eine Mikro- oder Nano-Karte herausbrechen kannst.

Tipp: Solltest du die herausgebrochene SIM doch wieder einmal in einem der größeren Formate brauchen, dann versuch nicht, sie wieder in den Triple-SIM-Rahmen einzusetzen. Die Chance ist groß, dass sie dort wieder herausfällt und sich schlimmstenfalls im Gerät verkantet. Nutze stattdessen lieber einen der oben beschriebenen SIM-Karten-Adapter, der die Karte sicher aufnimmt.

Das Wichtigste im Überblick

  • Ohne die SIM-Karten in allen Größen wäre eine moderne mobile Kommunikation, wie wir sie kennen, nicht möglich.
  • SIM-Karten gibt es in vier Größen: Full-Size-SIM, Mini-SIM, Micro-SIM und Nano-SIM.
  • Während in älteren Endgeräten noch überwiegend die größeren Varianten zum Einsatz kamen, nutzen moderne Mobiltelefone fast ausschließlich Nano-SIMs.
  • Mithilfe eines SIM-Karten-Adapters kannst du aus einer Nano-SIM zum Beispiel wieder eine Micro-SIM oder eine Mini-SIM machen.
  • Vom Einsatz einer SIM-Stanze zum Verkleinern bzw. Zuschneiden einer Micro- oder Mini-SIM raten wir ab. Eine falsch zugeschnittene Karte kann das Smartphone beschädigen.
  • Heute bekommst du meist gleich eine Triple SIM und kannst dann selbst wählen, ob du sie als Mini-, Micro- oder Nano-SIM nutzen willst.

Foto: ©Shutterstock/justyle

Mia

Mia fragt immer als erste, was das neue Smartphone außer Telefonieren, Fotografieren und Musikabspielen noch kann. Gut so. Mehr als neue Technik und das Internet liebt Mia nur ihren kleinen Sohn.

Themen dieses Artikels
Smartphone