16. April 2019

Influencer: Wenn es arrogant wird

Ihr kennt sie: Influencer, die Millionen an Abonnenten haben und denen es nur um Kohle geht – aber alles im Auftrag der Fans.

Influencer und das Geld

Heute geht es mir mal um den YouTuber Luca Schwarpenberg aka ConCrafter. Kennt ihr nicht? Macht nichts. Jedenfalls hat er auch einen Instagram-Account und mehre Millionen Follower. Die Zielgruppe dürfte zwischen 14 bis 19 liegen und in dem Bereich mag er wahrscheinlich sehr bekannt sein.

Um nicht direkt ein falsches Bild zu bekommen: Ich gönne ihm den Erfolg und habe da gar kein Problem mit. Insgesamt finde ich den Berufsstand der Influencer zwar manchmal sehr suspekt, man muss aber unterscheiden. Als wir damals jemanden suchten, der Videos für uns produziert, haben wir uns viele Gedanken gemacht und gesucht.

Nehmen wir mal Kilian von iknowreview. Er hatte mehrere tausend Abonnenten, unfassbar viel Ahnung von der Technik und Bock, eine Koop einzugehen. Wir sind zusammen gewachsen, kennen uns persönlich und wir müssen manchmal fast schon aufpassen, dass er nicht zu kritisch mit den Produkten ist. Kurz gesagt, er ist authentisch.

Influencer: Fans als Währung benutzen 

Dann gibt es aber leider diese Influencer, die ihre Popularität ausquetschen und so viel Geld wie möglich rauspressen möchten. Das sind die, die wirklich für alles werben und schon so arrogant sind, dass sie es nicht einmal mehr merken. Und damit sind wir bei Herr Luca, der letztens einen Club besuchen und dafür nicht zahlen wollte.

Ist das schon verwerflich? Da kann man sicher geteilter Meinung sein. Ich denke, dass er seine Fans hier als Währung missbraucht. Denn Luca bot einem Clubbesitzer an, im Gegenzug für einen VIP-Tisch sowie kostenlose Getränke ein paar Stories und damit Werbung zu machen. Das reicht eigentlich schon aus, um die Geschichte rund zu machen.

Also, er testet den Club nicht. Er macht sich nicht erst ein Bild. Er will eine Gegenleistung dafür haben, etwas seinen Fans positiv zu verkaufen. Der Clubbesitzer lehnte ab und nun musste Luca ein Video erstellen, in dem er sich massiv drüber aufregt, wie arrogant er behandelt wurde – ohne zu merken, dass er selbst ein Betrüger ist.

Abgesprochende Werbung: Betrug oder nicht?

Warum ein Betrüger? Weil er seinen Fans etwas vormacht. Denn die müssen in der Schlange stehen, Eintritt und Getränke bezahlen. Aber Luca sieht es anders. Er wollte ja nur eine Koop aufbauen, wie auch mit anderen Clubs. Es ist sehr spannend, da er nicht merkt, wie abgehoben er inzwischen ist und seine persönlichen Annehmlichkeiten durch Betrug an den Fans erwirkt.

Das Video wirkt ein wenig wie die Balsamierung eines gekränkten Egos. Er schiebt es auf die Arroganz des Clubbesitzers und stellt sich in den Vordergrund. Sich, als Star der deutschen Influencer-Szene. Den Heilsbringer der Clubszene, durch den man Awards gewinnt. Aber nein, darum geht es ihm ja nicht, wie er mehrfach betont.

Immer wieder hört man die Geschichten aus der Fabelwelt der Infuencer. In der sie doch eigentlich nur tolle Stories für ihre Fans machen und einem Hotel oder was auch immer helfen wollen. Gibt es eine Absage, wird die Keule geschwungen und man badet in Unverständnis. Dass vielleicht schon eine „Auf lau“-Anfrage dreist ist, kommt ihnen nicht in den Sinn.

Fans sind entsetzt vom Verhalten des YouTubers 

Und so verstehe ich die Kommentare unter dem Video von Luca, in denen man sich darüber echauffiert, dass er der arrogante Teilnehmer der Diskussion sei und doch nur auf die Kohle aus ist. Große Teile der Influencer-Szene leisten tolle Arbeit, aber nicht umsonst geht er Trend hin zu Mikro-Influencern, die authentisch aus ihrer Sparte berichten.

Schaut euch die Szene an und euch wird auffallen, dass die YouTuber oder Instagrammer mit einer Abonnenten-Zahl, die den siebenstelligen Bereich überschritten haben, oft den Grad einer authentischen Berichterstattung ad acta gelegt haben. Natürlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber die Fälle häufen sich, in denen es nur noch um Kohle geht.

Das mag normal sein, aber sich dann drüber aufzuregen, wenn mal Gegenwind kommt? Da bekomme ich den Eindruck, als ob die Person doch sehr abgehoben ist und sich zum Sahnehäubchen der Gesellschaft stilisiert. Lieber Luca, denk über dein Video nach und reflektier, ob es dir wirklich darum geht, eine Koop zu haben. Oder geht es doch nur um Kohle?

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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