23. September 2019

Getestet: Das Huawei Mate 30 Pro

Das Huawei Mate 30 Pro kommt mit Top-Kamera, hat aber einen großen Haken. Wir stellen es für dich auf den Prüfstand.

Getestet: Huawei Mate 30 Pro

Das Warten hat ein Ende – jedenfalls teilweise. Huawei hat das neue Mate 30 Pro endlich der Öffentlichkeit präsentiert. Was der Neuzugang in der Mate-Reihe technisch drauf hat, steht jetzt also fest. Und das kann sich durchaus sehen lassen. Zum Problem für den chinesischen Hersteller dürfte allerdings der US-Bann werden. Auf wichtige Google-Dienste und -Apps muss man nämlich vorerst verzichten.

Die Google-Problematik haben wir bereits in unseren Huawei-News angekündigt. Dort haben wir auch schon über einige technische Features und die Erfolgschancen auf dem deutschen Markt spekuliert. Was das Huawei Mate 30 Pro kann, zeigt unser Test. Weiter unklar bleibt jedoch der Start in Deutschland. Die Euro-Preise stehen aber schon.

Android ja, Google nein

Das Huawei Mate 30 Pro ist das erste Top-Smartphone des chinesischen Herstellers, das direkt von dem Handelsstreit zwischen den USA und China betroffen ist. Was neue Geräte angeht, liegen die Geschäfte mit amerikanischen Unternehmen erst mal auf Eis, und damit auch die Lizenzen für die Installation von Google-Diensten. Nur für Bestandsgeräte gilt eine Schonfrist bis zum 19.November.

Vorinstallierte Google-Apps sollte man also nicht erwarten. Das gilt auch für den Play Store. Stattdessen kommt das Mate 30 Pro mit dem Huawei-eigenen App-Store „App Gallery“. Zu beliebten Apps wie Google Maps wurden ebenfalls Inhouse-Alternativen entwickelt.

Ein Hintertürchen hat sich der Konzern aber offengehalten. Auf die Installation von Android musste er aufgrund des Handelsstreits zwar verzichten, dafür setzt Huawei beim Mate 30 Pro auf eine Open-Source-Version von Android 10 (AOSP). Apps lassen sich deshalb per APK manuell nachinstallieren, etwa über den Amazon App Store. Zusätzlichen Aufwand bedeutet das aber trotzdem.

Das eigene Betriebssystem HarmonyOS sieht Huawei anscheinend noch nicht als Alternative zu Android an. Auf den neuen Smartphones der Mate-Reihe kommt es jedenfalls nicht zum Einsatz.

Nahezu randloses Display

Huawei hat das Mate 30 Pro mit einem AMOLED-Panel ausgestattet, das an den Seiten zu 88 Grad abgerundet ist. Auch an der Ober- und Unterseite fällt der Rahmen schmaler aus als bei Vorgängermodellen. Der Titel „Horizon Display“ ist also wirklich gerechtfertigt.

Das Display des Mate 30 Pro misst 6,53 Zoll und hat eine Auflösung von 2.400 x 1.176 Pixel. Damit ist sie geringer als beim Mate 20 Pro, das bei einer Bildschirmdiagonale von 6,39 Zoll eine Auflösung von 1.440 x 3.120 Pixel vorzuweisen hat.

Die längliche Notch bleibt erhalten, sie ist im Vergleich zum P30 Pro aber etwas schmaler. Eine 3D-Kamera findet dort trotzdem Platz, sie macht die Gesichtserkennung noch sicherer. Das Huawei Mate 30 Pro überzeugt im Test außerdem mit einem Fingerabdrucksensor, der sich unter dem Bildschirmglas versteckt.

Es geht rund

Die Kamera macht das Huawei Mate 30 Pro zu einem echten Foto-Champion. In der runden Einfassung auf der Rückseite verstecken sich:

  • Ultraweitwinkelkamera: 40 Megapixel, f/1.8-Blende
  • Weitwinkelkamera: 40 Megapixel, f/1.6-Blende, optischer Bildstabilisator (OIS)
  • Teleobjektiv: 8 Megapixel, f/2,4-Blende, optischer Bildstabilisator (OIS)
  • 3D-Tiefensensor

Die Kamerasensoren sind etwas größer als beim P30 Pro. Das verbessert die Low-Light-Performance deutlich. Beim Teleobjektiv müssen dafür aber Abstriche gemacht werden. Statt des fünffachen optischen Zooms ermöglicht das Objektiv des Mate 30 Pro nur einen dreifachen optischen Zoom.

Echte Highlights sind die Videofunktionen des Huawei Mate 30 Pro: Die Kamera ermöglicht neben 4K-Videoaufnahmen mit 60 Bildern pro Sekunde (fps) auch 4K-Time-Lapse und Super-Slow-Motion. Damit schließt Huawei im Bereich Video zur Konkurrenz auf.

Großer, leichter Akku

Auch in Sachen Akku legt Huawei vor. Das Mate 30 Pro kommt auf ganze 4.500 Milliamperestunden (mAh), immerhin 300 mAh mehr als beim Mate 20 Pro. Zudem ist es mit rund 200 Gramm vergleichsweise leicht. Per Kabel lässt sich das Smartphone mit 40 Watt aufladen, wireless sind es 27 Watt. So ist der Akku ruckzuck wieder voll.

Ebenfalls nicht zu unterschätzen: die Reverse-Charging-Funktion. Dank ihr lassen sich auch andere Geräte kabellos laden. Damit wird das Mate 30 Pro zur Powerbank. Neu ist die Funktion zwar nicht, bei der Geschwindigkeit hat Huawei aber noch einmal ordentlich an der Stellschraube gedreht: Das Laden soll jetzt dreimal schneller funktionieren als beim Mate 20 Pro.

Schneller und effizienter mit Kirin 990

Was den Prozessor angeht, gibt es keine Überraschung. Das Huawei Mate 30 Pro arbeitet mit dem neuen Kirin 990, der schon auf der IFA 2019 vorgestellt wurde. Dieser Prozessor ist schneller, effizienter und kommt mit integriertem 5G-Modem. On top gibt es 8 GB Arbeitsspeicher und 512 GB internen Speicher. Letzterer lässt sich mit Huawei-Speicherkarten erweitern.

Es wird bunt

Beim Design des Mate 30 Pro setzt Huawei auf Farbe und Struktur. Die Version mit Rückscheibe aus Glas ist in vier verschiedenen Farben erhältlich: Space Silver, Emerald Green, Cosmic Purple und Black. Zusätzlich gibt es zwei Versionen, bei denen veganes Leder zum Einsatz kommt. Sie werden in den Farbtönen Forest Green und Orange erhältlich sein. Ob es alle Varianten auch in Deutschland geben wird, ist jedoch noch nicht sicher.

Preis und Release

Ein Datum für den Verkaufsstart in Deutschland gibt es noch nicht. Wann du das neue Huawei in unserem Store kaufen kannst, bleibt also abzuwarten. Sicher ist: Nach dem offiziellen Release des Huawei Mate 30 Pro wirst du es auch dort finden.

Mehr Infos liefert Huawei beim Mate 30 Pro hinsichtlich des Preises. Die Variante mit 8 GB Arbeitsspeicher, 256 GB internem Speicher und 4G soll 1.099 Euro kosten. Für die Version mit 5G kommen noch einmal 100 Euro drauf. Zusätzlich wird es eine Porsche-Design-Version geben, das Mate 30RS. Mit 2.095 Euro ist es allerdings noch einmal eine ganze Ecke teurer.

Foto: ©Huawei

Redaktion

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