19. Juni 2019

Google Pay auf dem Vormarsch

Du möchtest kontaktlos mit dem Smartphone zahlen? Finde heraus, ob Google Pay die richtige Option für dich ist.

DR_Titelbild_Google_Pay

Google Pay feiert in Deutschland seinen ersten Geburtstag. Seit Juni letzten Jahres ist der Bezahldienst des Suchmaschinengiganten auch hierzulande aktiv. Unter anderem können Nutzer von Google Pay in Geschäften kontaktlos per Smartphone zahlen, Zahlungen auf Websites oder in Apps über den Dienst abwickeln und Kundenkarten von Partnern wie Starbucks, Ikea und Lufthansa sammeln.

Klingt praktisch – und das wissen immer mehr Menschen zu schätzen. Auch in Deutschland, wo lange Zeit Bargeld als bevorzugtes Zahlungsmittel galt. Laut einer Studie der Strategieberatung Oliver Wyman holt das kontaktlose Zahlen auf. Haben im Juli 2017 erst 15 Prozent der Bevölkerung entsprechende Angebote genutzt, war es Anfang 2019 schon die Hälfte.

Die Studie weist auch auf die verstärkte Nutzung von Diensten wie Google Pay und Apple Pay hin.

Google Pay funktioniert aber nur unter gewissen Voraussetzungen. Du benötigst einen Google-Account und ein Konto bei einer teilnehmenden Bank. Um kontaktlos im Geschäft zahlen zu können, wird außerdem ein NFC-fähiges Smartphone mit Android 5.0 (Lollipop) oder höher benötigt.

Für Zahlungen im Internet muss die Google Pay-App hingegen nicht zwingend auf dem Smartphone installiert werden.

Die Nutzung wird leichter

Um Google Pay nutzen zu können, musst du in deinem Google-Konto deine Kreditkarteninformationen hinterlegen. Voraussetzung ist, dass die Bank den Zahlungsdienst unterstützt. Das war gerade zu Beginn ein Problem für potenzielle User. Bei der Einführung waren nur die Commerzbank, Comdirekt, N26 und der Zahlungsdienst Wirecard (Boon-Kreditkarte) dabei.

Mittlerweile wird Google Pay aber von immer mehr Banken und Zahlungsdiensten unterstützt. Unter anderem gehören heute die Landesbank Baden-Württemberg, Revolut, bunq, Klarna und die Deutsche Kreditbank (DKB) zu den Kooperationspartnern.

Deine Bank unterstützt den Google-Dienst nicht? Indem du in der Google Pay-App PayPal als Zahlungsmethode auswählst, kannst du die Angebote trotzdem nutzen. Dein PayPal-Konto wird dann automatisch mit einer neu generierten, virtuellen Mastercard verknüpft, die als Zahlungsquelle dient.

Auf der App-Benutzeroberfläche lässt sich ein PayPal-Konto in wenigen Schritten mit Google Pay verknüpfen.

Wie funktioniert Google Pay?

Wie bei anderen kontaktlosen Bezahlsystemen erfolgt die Datenübermittlung zwischen Smartphone und Kartenlesegerät über NFC (Near Field Communication). Du musst das Smartphone nur an das Kartenlesegerät an der Kasse halten, schon werden die Transaktionsdaten ausgetauscht – in Sekundenschnelle!

Besonders bei geringen Beträgen ist das kontaktlose Zahlen mit Google Pay einfach und schnell. Liegt der Kaufbetrag unter 25 Euro, musst du dein Smartphone weder entsperren noch die Google Pay-App öffnen. Es reicht aus, das Display „aufzuwecken“. Bei höheren Beträgen muss das Handy zur Autorisierung per Fingerabdruck oder Passwort entsperrt werden.

Wo kann man mit Google Pay zahlen?

Da das kontaktlose Zahlen in Deutschland nicht komplettes Neuland ist, ist die Infrastruktur bei vielen Einzelhändlern bereits vorhanden. Vor allem in Ballungszentren wurden schon viele Verkaufsterminals umgerüstet. Der Handelsverband HDE prognostiziert, dass bis 2020 alle Kartenlesegeräte NFC-fähig sein werden.

Eine Auswahl der Geschäfte, Webshops und Apps, in denen du Google Pay in Deutschland nutzen kannst, findest du direkt bei Google. Aber auch im Urlaub musst du nicht auf die Zahlungsmethode verzichten. Vorausgesetzt, in deinem Urlaubsland wurde Google Pay bereits ausgerollt.

Google Pay und Sicherheit

Google Pay nutzt das sogenannte Token-Verfahren. Dabei wird nicht die tatsächliche Kreditkartennummer übermittelt, sondern eine verschlüsselte Stellvertreternummer. Sensible Daten können deshalb nicht mitgeschnitten und später missbraucht werden. Sicherheitsexperten stufen die Zahlung deshalb sogar als sicherer ein als die mit klassischen Kreditkarten.

Trotzt Token-Verfahren bist du übrigens nicht auf eine Internetverbindung angewiesen. Da eine gewisse Anzahl an Token auf dem Smartphone gespeichert wird, sind auch Funklöcher kein Problem.

Natürlich werden bei Transaktionen mit Google Pay einige Daten gespeichert. In den Datenschutzhinweisen für Google Payments werden in diesem Zusammenhang unter anderem Datum, Uhrzeit, Betrag, Händlerstandort und -beschreibung sowie Informationen zu gekauften Waren und Diensten genannt.

Google hat sich aber dazu verpflichtet, die Daten nur für die Funktionalität des Bezahldienstes zu nutzen. Von maßgeschneiderten Werbeangeboten o. ä. sieht der Konzern also vorerst ab.

Das Wichtigste zu Google Pay zusammengefasst

  • Google Pay unterstützt kontaktloses Bezahlen mit dem Smartphone an der Kasse und wird immer beliebter.
  • Wichtige Voraussetzung ist eine Kreditkarte eines Kooperationspartners von Google Pay (z. B. Comdirect, Commerzbank, N26, Wirecard).
  • Besitzer eines PayPal-Kontos können die Funktion nutzen, auch wenn ihre Bank den Dienst nicht unterstützt.
  • Für Zahlungen unter 25 Euro muss lediglich das Display aktiviert werden, bei darüber liegenden Summen muss es entsperrt werden.
  • Google Pay wird an allen NFC-fähigen Kassen in Deutschland akzeptiert und ist auch online und im Ausland einsetzbar.

Titelbild: ©Shutterstock/Allmy

#dr-Redaktion

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