30. November 2018

Fairphone: digitale Nachhaltigkeit

Aus Umweltsicht sind Smartphones problematisch. Das Fairphone setzt auf Nachhaltigkeit – und ist durchaus erfolgreich.

DR_Titelbild_Fairohone

Richtige Innovationen gibt es auf dem Smartphone-Markt eher selten. Als Fairphone 2013 ihr erstes Smartphone vorstellten, war es jedoch eine echte Neuheit, weil es das erste Phone war, das Wert auf eine nachhaltige Produktion legte. Seitdem hat sich viel getan – das Fairphone ist eine echte Alternative zu gängigen Handys geworden.

Die Philosophie von Fairphone

Bei Fairphone ist der Name Programm: Die kleine niederländische Firma hat es sich auf die Fahnen geschrieben, ihr Smartphone nachhaltig zu produzieren und Veränderungen in der Branche anzustoßen – und damit die Großen wie Apple und Samsung zu mehr Engagement zu ermuntern.

Die Firma selbst gibt vier Ziele für sich aus:

  • robuste Produkte mit langer Lebensdauer, die sich einfach reparieren lassen
  • Schwerpunkt auf fair gehandelten Materialien
  • faire Arbeitsbedingungen bei den Lieferanten, zum Beispiel hinsichtlich der Arbeitszeiten, der Arbeitssicherheit oder des Mitarbeiterengagements
  • Einsatz von wiederverwendbaren und recycelbaren Materialien und das Angebot eines eigenen Recyclingsystems

Ein faires Smartphone herzustellen, ist gar nicht so einfach. Ein solches Gerät besteht aus zahlreichen Komponenten mit einer Vielzahl von Zulieferern. Nicht immer ist es einfach, die Spuren von Materialien wie Gold oder Kobalt nachzuverfolgen und dafür zu sorgen, dass diese fair und nachhaltig abgebaut werden.

Fairphone bemüht sich jedoch, dies Schritt für Schritt zu verbessern. Das Unternehmen möchte bei Rohstoffen wie Wolfram, Gold oder Kobalt nach und nach Partner finden, die verantwortungsvollen Bergbau betreiben und Standards einhalten.

Dass die Niederländer es ernst meinen, zeigen sie unter anderem damit, dass sie auf ihrer Website ihre Lieferkette offenlegen und die Kosten für das Fairphone 2 aufschlüsseln. Das Konzept des Fairphones kommt gut an: Es hat zahlreiche Auszeichnungen erhalten, darunter den Blauen Engel des deutschen Bundesumweltministeriums und den Europäischen Umweltpreis für Unternehmen.

Fairphone First Edition: Mithilfe der Crowd

Die erste Edition des Fairphones kam 2013 auf den Markt. Das nachhaltig produzierte Smartphone wurde mit der Unterstützung der Crowd ins Leben gerufen. Erst nachdem 5.000 Leute das Handy zu einem Preis von 325 Euro vorbestellt hatten, begann man mit der Produktion. Am Ende wurden 25.000 Geräte hergestellt und verkauft, hinzu kamen 35.000 Handys aus der zweiten Auflage im Jahr 2014.

Der Produktstart lief jedoch nicht ohne Probleme ab. Da es sich nicht um ein eigenentwickeltes Gerät handelte, sondern um ein Lizenzmodell aus China, war es Fairphone nicht möglich, die erste Edition so lange wie geplant zu unterstützen. Ende 2017 wurde die Unterstützung für das Gerät eingestellt. Auch Updates für das Betriebssystem waren rar.

Fairphone 2: Das modulare Smartphone

Beim Fairphone 2, das 2015 erschien, wollten die Niederländer die Fehler der ersten Auflage nicht wiederholen. Deshalb entwickelten sie die zweite Version in Eigenregie – und zwar als modulares Smartphone. Im Gegensatz zum Apple iPhone oder dem Samsung Galaxy lässt sich das Fairphone 2 problemlos auseinanderbauen – du benötigst höchstens einen Schraubenzieher dafür:

Dadurch musst du nicht das gesamte Smartphone entsorgen, wenn das Display zerspringt oder der Akku Schwierigkeiten bereitet. Du kannst die Ersatzteile einfach bei Fairphone nachbestellen und dein Smartphone selbst reparieren. Dies ist sogar ausdrücklich gewünscht. Das Unternehmen stellt dafür eigene Tutorials zur Verfügung:

Die modulare Bauweise hat einen weiteren Vorteil: Du kannst die Hardware upgraden, ohne dir dafür ein neues Gerät kaufen zu müssen. Im September 2017 veröffentlichte Fairphone ein neues Kameramodul, mit dem du aus der 8-Megapixel-Kamera eine mit 12 Megapixeln machen kannst. Was die Leistung der Hardware betrifft, bewegt sich das Smartphone auch sonst im Mittelfeld.

Es hat ein 5-Zoll-LCD-Display mit Full HD, einen Snapdragon-801-Quadcore-Prozessor und 2 GB RAM. Der eingebaute 32 GB große Speicher lässt sich mit einer SD-Karte auf 64 GB erweitern. Auch DualSIM ist möglich. Ausgeliefert wurde das Fairphone 2 anfangs mit Android 5.1, seit November 2018 gibt es ein Update auf Android 7.1.2 (Nougat).

Neben dem auf Android basierenden Fairphone OS gibt es ein offenes Betriebssystem namens Fairphone Open. Auch Sailfish OS, Ubuntu Touch und LineageOS laufen auf dem Fairphone.

Wann kommt das Fairphone 3?

Zum Ansatz des Fairphones gehört, dass nicht jedes Jahr ein neues Topmodell erscheint – denn jedes Jahr ein neues Phone zu kaufen, wäre nicht nachhaltig. Dementsprechend gibt es bislang auch keine konkreten Angaben, wann es die dritte Edition des Fairphones geben wird. Immerhin: Bei Twitter hat das Unternehmen im April 2018 bestätigt, dass sich das Nachfolgemodell aktuell in der Konzeptphase befindet.

 

Details
Fairphone 2 32GB white
Hersteller

Fairphone

Beschreibung

5" (12,70 cm Diagonale) Full HD LCD-Display,zertifiziert mit dem Blauen Engel,sehr widerstandsfähiges Gorilla Glass 3,Qualcomm Snapdragon 801 / 2.4 GHz,32GB Speicher, erweiterbar durch SD-Karte

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Fairphone 2 32GB white

Akku++++-
Nachhaltigkeit+++++
Performance++++0
5" (12,70 cm Diagonale) Full HD LCD-Display,zertifiziert mit dem Blauen Engel,sehr widerstandsfähiges Gorilla Glass 3,Qualcomm Snapdragon 801 / 2.4 GHz,32GB Speicher, erweiterbar durch SD-Karte
sofort lieferbar
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Performance++++0

 

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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