16. März 2018

Outdoor- und Baustellen-Smartphones

Auf’m Bau geht es schon mal härter zu. Wir erklären, was ein Baustellen-Smartphone abkönnen sollte.

DR_Titelbild_Baustellen_Smartphone

Ein Smartphone ist für viele ein Lifestyle-Produkt; es muss schick aussehen und viel können. Doch die Hightech-Telefone sind anfällig für Schäden durch Flüssigkeiten, Displaybruch oder ähnliches. Diese Defekte ziehen oft umständliche und teure Reparaturen nach sich.

Auf der Baustelle, beim Campen oder der Bergwanderung sind solche Geräte fehl am Platz. Deshalb hat sich in den letzten Jahren ein Markt für Outdoor-Smartphones entwickelt. Diese sogenannten Rugged-Modelle sind besonders widerstandsfähig, stoß- und wassergeschützt. Außerdem verfügen sie meist über sehr leistungsfähige Akkus, die lange Laufzeiten ermöglichen.

Einige Hersteller bieten spezielle Baustellen-Smartphones an. Diese verfügen über zusätzliche Funktionen, die Bauarbeitern und Handwerkern die Arbeit erleichtern. Wer aber kein Vermögen in seine mobile Arbeitsausrüstung investieren möchte oder kann, für den erfüllt ein Outdoor-Smartphone den gleichen Zweck.

Neuer Trend: Rugged Smartphone

Nicht nur auf Baustellen ist es sinnvoll, ein Smartphone dabeizuhaben, das viel aushält. Laut einer Umfrage der Bullit Group, dem Lizenznehmer für die CAT Phones von Caterpillar, äußern immer mehr Verbraucher den Wunsch nach einem soliden, robusten und dennoch stylish aussehenden Smartphone. Es soll auch den hohen Belastungen beim Sport standhalten oder eine Outdoor-Tour mitmachen können. Hauptaugenmerk legen die spezialisierten Hersteller aber weiterhin auf professionelle Anwender aus verschiedenen Industriezweigen. Neben Bau und Handwerk sind vor allem die Landwirtschaft, das Sicherheitsgewerbe und der Fahrzeugbau Abnehmer für Rugged Smartphones.

Was zeichnet ein Baustellen-Smartphone aus?

Wer sich ein Outdoor-Smartphone für eine raue Arbeitsumgebung zulegt, muss erst einmal darauf vertrauen, dass das Gerät den Belastungen gewachsen ist. Der Härtetest lässt sich leider erst im Alltag auf der Baustelle durchführen. Wer vorab auf Nummer sicher gehen möchte, kann sich an Tests einschlägiger Fachzeitschriften wie dem Handwerker-Magazin orientieren. In ihrem Test hat die Redaktion acht Baustellen-Smartphones auf die Probe gestellt – mit erstaunlichem Ergebnis.

Sechs der acht Outdoor-Smartphones haben den Härtetest auf der Baustelle überstanden. Staub, Wasser, ein Sturz vom Baukran sowie ein Bad im Beton konnten ihnen nichts anhaben. Zwei allerdings versagten bei ihrem Einsatz. Ein wichtiger Tipp der Experten: Beim Kauf eines Baustellen-Smartphones die Arbeitshandschuhe nicht vergessen. Das Gerät sollte sich auch mit Handschuhen und bei feuchtem Display bedienen lassen.

Aufschluss über die Robustheit eines Baustellen-Smartphones gibt aber auch seine Schutzklasse, der IP-Code. Die Kodierung richtet sich nach der DIN EN 60529. Widerstandsfähige Modelle weisen in der Regel einen Wert von IP67 oder IP68 auf. Im Einzelnen bedeutet das:

  • Die 6 steht dafür, dass das Gerät vor Staub geschützt ist.
  • Die Werte 7 und 8 stehen für den Schutz vor Wasser.
  • Ein Telefon mit dem Code IP67 darf maximal 30 Minuten in einer Wassertiefe von einem Meter untertauchen.
  • Ein Smartphone mit dem Code IP68 kann dauerhaft untertauchen, die Wassertiefe wird vom jeweiligen Hersteller angegeben.

Die Schutzklassen werden allerdings von vielen Herstellern relativiert. So gelten die Werte beispielsweise nur für Süßwasser und Temperaturunterschiede werden nicht berücksichtigt.

Smartphones, die aufgrund ihrer Ausstattung für Bauarbeiter und Handwerker geeignet sind, werden aber nur von wenigen Herstellern angeboten. Das ansonsten als Baumaschinen-Hersteller bekannte Unternehmen Caterpillar ist in diesem Bereich mit seinen CAT Phones gut aufgestellt. Einige Modelle verfügen über Sensoren zur Messung der Luftqualität in Innenräumen, eine Wärmebildkamera und einen Laser zum Vermessen. Diese Features haben aber auch ihren Preis.

Wie viel kostet ein Baustellen-Smartphone?

Preislich bewegen sich die Rugged Smartphones, die sich für den Baustelleneinsatz eignen, im mittleren Preissegment: Kostenpunkt um die 300 Euro. Einstiegsmodelle gibt es auch schon ab 50 Euro. Allerdings sollte man in Sachen Ausstattung und Funktionalität nicht zu viel erwarten. Sie eignen sich eher für Naturfreunde, die ihre teuren Smartphones lieber zu Hause lassen möchten.

Ein Baustellen-Smartphone mit speziellen Features wie das von Caterpillar kostet schon mal um die 900 Euro – eine Investition, die viele Handwerker scheuen. Sie setzen deshalb nicht unbedingt auf die hochpreisigen Modelle mit zusätzlichen Features, sondern auf die günstigeren Outdoor-Modelle, die denselben Zweck erfüllen.

Längst gibt es Outdoor-Handys für den Arbeitseinsatz nicht nur von speziellen Herstellern wie Caterpillar, Blackview, AGM, Kyocera oder Ulefone. Auch Mainstream-Anbieter wie Samsung und Motorola haben das Marktpotenzial entdeckt und bieten seit ein paar Jahren Modelle in diesem Bereich an. Die Modelle verfügen aber nicht über die neueste Prozessor- und Displaytechnik. Der Fokus liegt hier vor allem auf der Widerstandsfähigkeit der Smartphones.

Im Vergleich mit den Geräten, die immer größere Bildschirme bekommen und zugleich leichter und schmaler werden, erscheinen die Outdoor-Smartphones anachronistisch. Aber sie erfüllen ihren Zweck, und den Wunsch nach längeren Akkulaufzeiten und robusten Bildschirmen haben nicht nur Bauarbeiter und Handwerker.

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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