26. März 2019

Apple: Services als neue Zukunft

Die Zukunft von Apple liegt nicht in der Hardware. Wir sagen euch, mit welchen Leistungen Apple punkten will.

Caschys Rückblick

Apple sieht sich seit letztem Jahr, wie bereits andere große Smartphone-Hersteller auch, mit dem Problem konfrontiert, dass der Smartphone-Markt kein großes Wachstum mehr hergibt – vor allem nicht im Bereich der High-End-Smartphones.

Aktuell sind es die chinesischen Hersteller mit ihren vergleichsweise günstigen Smartphones, die großes Wachstum zeigen – aber auch das wird wieder abflachen, wenn in diesem Bereich der Markt Sättigungsspuren zeigt.

Apple hat bereit letztes Jahr darauf hingewiesen, dass man sich mehr dem Thema Services widmen möchte. Dazu zählt zum Beispiel auch Apple Music, das mittlerweile auf mehr als 50 Millionen zahlende Kunden blicken kann. Dass man der Hardware nun weniger Aufmerksamkeit schenkt, hat sich dieses Jahr ebenso schon gezeigt.

iPad mini und iPad Air

Da war die Vorstellung von iPad mini und dem neuen iPad Air. An sich zwei Tablets, denen man wunderbar eine eigene Veranstaltung hätte widmen können. Das Display des iPad Air wächst schließlich von 9,7 Zoll auf 10,5 Zoll. Außerdem unterstützen beide neuen iPad-Modelle den Apple Pencil.

Der neue iPad mini unterstützt auch den Apple Pencil. 

Von diesem zwar nur die erste Generation, so ein bisschen iPad-Pro-Feeling kommt damit aber trotzdem auf. Immerhin lässt sich der Apple Pencil nicht nur für handschriftliche Notizen bestens nutzen, sondern man kann mit ihm zum Beispiel auch viel detaillierter Grafiken bearbeiten, entsprechende Programme auf dem iPad vorausgesetzt.

Neuer iMac mit mehr Leistung

Jedenfalls gab es für die neuen iPad-Modelle keine Veranstaltung, sie wurden einfach im Apple Online Store erneuert und das war es. Gleiches Spiel mit dem neuen iMac. Auch jener hätte gut in eine Vorstellung gepasst.

Optisch zwar wie immer, hat man aber mehr Leistung reingepackt, diese auch in Form der Intel-Core-Prozessoren der neunten Generation. Sowohl das kleine 21,5"-Modell wurde erneuert als auch der 27" iMac. Verbesserungen gibt es hier auch beim Display und bei den Grafikoptionen.

Apple zeigte auch den neuen iMac mit verbesserter Leistung.

Wie immer gilt aber auch beim iMac: Wer mehr will, zahlt auch deutlich mehr. So sind die Grundmodelle preislich durchaus akzeptabel, die Preise steigen aber eben sehr schnell, wenn man mehr Speicher oder mehr RAM möchte.

Auch die beiden iMacs wurden einfach still eingeführt, kein großes Tamtam. Bei iMacs eventuell noch nachvollziehbar, da es doch um eine eher kleine Zielgruppe geht. Ich denke, dass man bei Apple noch nicht so weit ist, einen rundum erneuerten iMac aus dem Hut zu zaubern, vielleicht auch deshalb die Stille.

2019 hat man immer noch in den Grundversionen den Fusion Drive an Bord, also eine mechanische Festplatte – irgendwann mit neuem Design folgt dann sicher auch die Abkehr von dieser Technologie. Das war dann Tag 2 der Apple-Neuvorstellungen.

Neue AirPods bei Apple

Auch an einem dritten Tag hat Apple neue Hardware vorgestellt, es gibt nämlich neue AirPods. Viel wurde im Vorfeld spekuliert, wenig des Spekulierten kam auch tatsächlich bei den Nachfolgern der äußerst erfolgreichen, völlig kabellosen Kopfhörer an.

Highlight ist wohl der neue H1-Chip. Der sorgt nicht nur für eine längere Sprechzeit, sondern auch gleich dafür, dass man Siri einfach auf Zuruf nutzen kann. Man muss also dafür nicht mehr auf den Ohrstöpsel tippen.

Die AirPods 2 lassen sich nun kabellos laden.

Aber das ist nicht die einzige Neuerung der AirPods der zweiten Generation. Sie kommen auf Wunsch auch mit einem Ladecase, das sich via Qi laden lässt. Muss man nicht nehmen, es gibt auch weiterhin ein Case, das sich per Kabel laden lässt. Sollte man sich eventuell nur vorher überlegen, was man möchte.

Denn im "Set" kostet das Ladecase 50 Euro mehr. Möchte man sich das Ladecase einzeln holen – es ist auch mit der ersten Generation der AirPods kompatibel –, werden bei Apple schon 89 Euro dafür fällig. Erweiterte Tracking- oder Gesundheitsfunktionen, wie sie den neuen AirPods laut Gerüchten nachgesagt wurden, gab es indes nicht.

Die Zukunft: Apple Services

Dafür noch neue Armbänder für die Apple Watch und auch Cases für die verschiedenen iPhone stehen zur Verfügung. Es war schließlich Frühlingsanfang. All diese neue Hardware hat Apple nicht gereicht, um eine eigene Veranstaltung abzuhalten und dennoch hat Apple zu einer solchen eingeladen. Warum? Wegen Services, dem erhofften Umsatzbringer der Zukunft.

Apple hat hier richtig Gas gegeben, allerdings muss man auch gleich sagen, dass viele Services erst einmal nur in den USA verfügbar sein werden. Zum Beispiel die Apple Card.

Zahlen per Kreditkarte: Mit der Apple Card

Dabei handelt es sich um eine Kreditkarte, die zusammen mit Goldman Sachs auf die Beine gestellt wurde. Komplett in Apple Pay integriert, erhält man bei Nutzung auch noch Apple Pay Cash – bei täglicher Auszahlung. Apple Pay Cash ist in Deutschland nicht verfügbar, damit lässt sich Geld an Leute versenden, ähnlich wie PayPal.

Die Apple Card wird keine Gebühren kosten, aber bis zu 3 Prozent Cashback bringen (nicht zu verschweigen: 13 bis 24 Prozent Zinsen werden fällig, das ist nicht wenig, aber in den USA gibt es andere Anbieter, die verlangen 29%).

Neues Angebot: Apple News+

Drei Prozent Cashback gibt es da dann auch, wenn man Apple News+ abonniert. 300 Magazine und Zeitungen lassen sich so auf einen Schlag abonnieren. Das News+-Abo wird nur in den USA verfügbar sein.

Mit Apple News+ will Apple im Bereich der Medien punkten.

In Deutschland gibt es bisher nur das News-Widget, nicht aber die App dazu. Für 9,99 Dollar pro Monat kann die ganze Familie News und andere Inhalte lesen, einen Aufpreis für ein Familien-Abo gibt es nämlich nicht.

Exklusive Games: Apple Arcade

Apple Arcade ist der nächste neue Service von Apple. Ein Gaming-Abo, das Zugriff auf über 100 exklusive Titel gibt, die weder auf einer anderen Plattform, noch in einem anderen Abo vorhanden sind.

Hier gilt ebenfalls, dass die ganze Familie Zugriff erhält, jeder kann so spielen, was er möchte. Auch offline und natürlich nicht nur unter iOS, sondern auch auf dem Apple TV oder dem Mac.

Einen Preis gibt es für Apple Arcade noch nicht. Das liegt daran, dass der Service erst im Herbst an den Start gehen wird. Dafür aber in zahlreichen Ländern, auch Deutschland wird zum Start dabei sein.

Mit Apple Arcade gibt es exklusive Games.

Hier wird sich zeigen, ob die exklusiven Games gut genug sind, um den mobilen Spieler abzuholen. Mehr als eine Milliarde iOS-Nutzer haben schon einmal ein Spiel heruntergeladen, Potential ist also durchaus gegeben.

Apple Channels und Apple TV+

Im Bereich Video hat Apple gleich zwei Neuigkeiten parat gehabt. Die TV-App von Apple wird neue Inhalte erhalten. Apple Channels ermöglichen die direkte Buchung von Inhalten aus unterschiedlichen Quellen (wie es Amazon heute schon anbietet). Quasi mehr unter einem Dach, aber eben auch nicht mit allen Anbietern. Die App wird aber nicht mehr nur auf iPhone, iPad und Apple TV verfügbar sein.

Zu den Apple-Channels gehören auch HBO und Showroom.

Apple wird die TV-App auch auf Smart TVs von Samsung, LG und anderen bringen. Und ab Herbst soll die App auch auf dem Mac verfügbar sein, sodass man sie auf all seinen Geräten nutzen kann. Zum Beispiel, um auch AppleTV+ zu schauen, einem weiteren Service von Apple.

AppleTV+ bietet exklusive Inhalte, aufwändige Produktionen, die einen intellektuellen Anspruch bedienen sollen. Vorgestellt wurden einige der Serien von den Stars selbst.

Der Zuschauer wird hier letztendlich entscheiden, ob Apple damit einen Nerv trifft. Schaut man sich aber die Preise und den Umfang von Netflix an, wird Apple hier preislich die kleine Violine spielen müssen, um Kunden zu fangen.

Die Apple TV-App läuft auch auf Samsung-Geräten.

Verfügbar wird AppleTV+ sowohl online als auch offline (logo, nach erfolgtem Download eines Inhaltes) sein und das in über 100 Ländern. Allerdings ebenfalls erst im Herbst, dann wird Apple wohl auch einen Preis nennen. Auf jeden Fall wird auch dieser Service mit der Familie ohne Mehrkosten teilbar sein.

Apple hat gezeigt, wo der Weg dieses Jahr entlang führt, Service wird eine große Rolle spielen. Und es sieht durchaus durchdacht aus, was Apple da gezeigt hat. Letzten Endes ist es aber so, dass wir, die Kunden, über Erfolg und Misserfolg entscheiden.

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