30. April 2019

Android-Apps programmieren

Du möchtest deine eigenen Android-Apps programmieren? Wir stellen dir die besten Tools vor, mit denen es gelingt.

DR_Android_Programmieren_Titelbild

Du hast DIE Idee für eine App und möchtest andere Menschen daran teilhaben lassen? Vielleicht führst du dein eigenes Business und willst deine Kunden auch auf dem Smartphone erreichen? Wie jede Software werden Apps in einer Programmiersprache geschrieben. Android-Apps basieren auf Java, während Apps für iOS in Objective-C und Swift programmiert werden.

Um Android-Apps zu programmieren, ist es von Vorteil, wenn du bereits Java-Vorkenntnisse hast. Um aus deiner Idee eine funktionsfähige Anwendung zu zaubern, kannst du aber auch einen Baukasten zur Android-Programmierung benutzen. Hier erfährst du, wie das geht und was du sonst noch wissen solltest, wenn du deine eigene Android-App erstellen möchtest.

Android-Apps programmieren mit App-Baukästen

Für Anfänger in der Android-Programmierung bieten sich App-Baukästen an. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter solcher Online-Baukästen.

Sie alle weisen einen entscheidenden Vorteil auf: Du brauchst kein Java-Spezialist sein, um deine eigene Android-App zu programmieren. Denn alles, was du dafür benötigst, findest du auf einer übersichtlichen Oberfläche. Per Drag-and-drop ziehst du Elemente auf ein virtuelles Interface und richtest dieses nach Belieben an.

Die Bedienung ist nahezu selbsterklärend: Du kannst Themes verwenden, Bausteine für Textelemente einsetzen, Bilder hinzufügen und anordnen, Videos einbinden und Karten integrieren. Die entsprechenden Java-Codes sind in den einzelnen Elementen verbaut und werden im Hintergrund nach deinen Vorgaben zusammengesetzt.

Zu den bekanntesten Baukästen zählen AppYourself und AppTitan. Im Netz schwirren aber noch zahlreiche andere Programme umher, die ähnliche Funktionen wie die zuvor genannten anbieten: zum Beispiel GoodBarber, Appy Pie oder Siberian. Bevor du dich für einen Anbieter entscheidest, solltest du berücksichtigen, welche Art App sich mit dem Baukasten erstellen lässt. Unterscheiden lassen sich zwei Varianten:

  • Progressive Web Apps (PWA): Unter einer Progressive Web App versteht man eine mobilfreundliche Website, die mit diversen Elementen einer klassischen App ausgestattet ist. PWAs können nicht aus den App Stores heruntergeladen werden, sondern werden nur im Browser geöffnet.
  • Native Apps: Native Apps sind die klassischen Anwendungen, die in den App Stores von Google und Apple erhältlich sind. Sie lassen sich herunterladen und teilweise sogar offline verwenden.

Für die meisten Baukästen zum Programmieren von Android-Apps musst du eine monatliche Nutzungsgebühr zahlen. Je nach Anbieter, Nutzungsdauer und Anforderung kann eine bis zur Marktreife selbst erstellte App schnell einige Hundert Euro kosten – was aber immer noch günstiger ist als ein professioneller Java-Entwickler. Zusätzliche Kosten können für das Hosting sowie die Bereitstellung im Google Play Store entstehen.

Android kostenlos programmieren mit Android Studio

Wer sich erst einmal mit dem Thema „Android-Programmierung“ vertraut machen möchte, ohne dafür viel Geld zu bezahlen, findet in Googles Open-Source-Programm Android Studio das perfekte Tool. Die kostenlose Software ist perfekt dafür geeignet, eine Android-Anwendung nach deinen Wünschen zu basteln und sie lässt sich intuitiv bedienen. Damit Android Studio auf dem PC läuft, benötigst du zwei Software-Grundlagen:

  • Android Software Development Kit (wird beim Einrichten mitinstalliert)
  • Java Development Kit (die jeweils aktuelle Version)

Da Android Studio von Android-Hausherr Google entwickelt wurde, bietet es für die Android-Programmierung einen entscheidenden Vorteil: Android Studio enthält eine Reihe von Funktionen, die auf die spezifischen Anforderungen des Android-Kosmos zugeschnitten sind.

Nachdem du Android Studio heruntergeladen hast, ist die Installation schnell erledigt. Wichtig ist, dass du zuvor die jeweils aktuelle Version des Java Development Kits (JDK) installiert hast. Andernfalls macht dich das Programm bei der Installation darauf aufmerksam. Ohne JDK lässt sich Android Studio nämlich nicht vollständig installieren.

Android Studio: So funktioniert die Google-Software

Hast du alle Software-Komponenten installiert, kannst du auch schon loslegen.

  1. Öffne das Programm und lege über „Start a new Android Studio project“ ein neues Entwicklerprojekt an. Wähle einen Namen für deine App, lege fest, mit welchen Geräten sie funktionieren soll, ab welcher Android-Version sie verfügbar sein wird usw.
  2. Nach einem Klick auf „Weiter“ wählst du als Projektart „Blank Activity“.
  3. Anschließend gelangst du auf die Projekt-Oberfläche: In der linken Menüleiste siehst du eine Reihe von Dateien untereinander. Sie bilden als Ganzes ein Projekt und aus ihnen wird am Ende die App exportiert. Eine zentrale Datei ist die xml – diese muss im Verzeichnis jedes Projekts gespeichert sein, da dort wichtige Informationen hinterlegt sind.
  4. In der Mitte, neben der virtuellen Darstellung eines Smartphone-Interfaces, findest du deinen Werkzeugkasten. Aus ihm kannst du dich nach Belieben bedienen, wenn du deine Android-App programmieren möchtest. Über den Layout-Editor kannst du per Drag-and-drop die Nutzeroberfläche deiner App gestalten und einzelne Elemente formatieren. Daten zur Nutzeroberfläche sind in der Datei activity_main.xml gespeichert.
  5. Wenn du schon Java-Kenntnisse hast, kannst du auch direkt auf den Code zugreifen und das Programmieren von Android-Apps darüber vornehmen.

Android Studio bietet dir zahlreiche Möglichkeiten, deine Idee in eine App zu verwandeln. Probiere das Tool am besten selbst aus und entdecke, was alles in ihm steckt. Per Echtzeit-Anzeige kannst du prüfen, wie die App auf verschiedenen Devices dargestellt wird.

Diese frei zugängliche Tutorial-Reihe bietet einen guten und ausführlichen Einstieg in Android Studio:

Android-Apps programmieren und veröffentlichen

Um deine Android-App nach dem Programmieren im Play Store zu veröffentlichen, musst du einige Bedingungen erfüllen. Zum einen musst du ein Google-Konto erstellen und zum anderen benötigst du einen Zugang zur Google Play Console; die Registrierungsgebühr beträgt 25 US-Dollar (Stand April 2019).

Du kannst deine Apps auf der Plattform für die Testphase hochladen oder zur Veröffentlichung freigeben. Es dauert in der Regel einige Stunden, bis eine zur Veröffentlichung freigegebene App den Android-Zulassungsprozess durchlaufen hat.

Im Übrigen besteht auch die Möglichkeit, deine App auf einem eigenen Gerät zu testen. Voraussetzung dafür ist die Installation der Android Debug Bridge.

Fazit: Android-Apps programmieren leicht gemacht

  • Android-Apps werden in der Programmiersprache Java geschrieben.
  • Als Software bieten sich Online-Baukästen an. Kostenlos kannst du eine App für Android mit Android Studio programmieren.
  • Android Studio bietet einen grafischen Layout-Editor und zahlreiche Vorlagen für Plattformen, App-Strukturen und mehr.
  • Der Upload von Apps in den Play Store erfolgt über die kostenpflichtige Entwicklerplattform Google Play Console.

Foto: ©Shutterstock/senrakawa

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