05. Juli 2017

5G-Netz – Mobilfunk der Zukunft

Mit 5G wirft der nächste Mobilfunkstandard seine Schatten voraus. Kommt mit ihm die Revolution?

DR-5G-Titelbild

Auf LTE (4G) wird 5G folgen. Einige Experten sagen voraus, dass 5G nicht nur den Mobilfunk, sondern die gesamte Gesellschaft verändern wird. Stephen Mollenkopf, CEO des Chip-Herstellers Qualcomm, hat sogar von der größten Erfindung seit der Elektrizität gesprochen.

Mollenkopf hat natürlich ein Interesse daran, den Mobilfunkstandard der 5. Generation anzupreisen. Schließlich treibt Qualcomm die Entwicklung von 5G-Chips maßgeblich voran. Wie aber steht es um die Fakten?

Fakten zum 5G Mobilfunk

Die Datenübertragung wird im 5G-Netz im Vergleich zu den bisherigen Standards natürlich schneller, und zwar um etwa das Zehnfache. Theoretisch sollen Bandbreiten von 10 Gbit/s möglich sein.

Darüber hinaus soll die Reaktionszeit der 5G-kompatiblen Geräte auf wenige Millisekunden sinken. Die Chips sollen wesentlich stromsparender arbeiten als aktuelle 4G-Chips. Stromverbrauch und Reaktionszeit sind neben der Bandbreite auch entscheidend für neue Anwendungsszenarien. Dabei dreht sich vieles um das Internet der Dinge.

Infrastruktur für das Internet der Dinge

Grund für die teils euphorischen Ankündigungen rund um 5G-Mobilfunk ist das Internet der Dinge (IoT). Vernetzte Kühlschränke, Steckdosen und Stühle sind zwar schon in aller Munde. Erst das 5G-Netz soll aber die notwendige Infrastruktur bereitstellen, um das Datenaufkommen einer vernetzten Welt zu bewältigen. Die Rede ist von 100 Milliarden Geräten, die mit der 5G-Technolgie online gehen sollen.

Voraussetzung für viele weitreichende Konzepte des IoT ist eine digitale Infrastruktur, die Echtzeit-Kommunikation ermöglicht. Moderne Verkehrsleitsysteme beispielsweise basieren dann darauf, dass Autos untereinander vernetzt sind.

Dann würde ein Fahrzeug unter anderem automatisch die Geschwindigkeit drosseln, wenn ein anderes vor ihm bremst. Klar ist, dass bei solchen sicherheitsrelevanten Anwendungen weder verzögerte Reaktionszeiten noch Engpässe bei der Bandbreite entstehen dürfen.

Und wann kommt es nun zur 5G-Revolution?

Das ist die große Frage. In der EU lautet das Ziel, entsprechend dem bisherigen 10-Jahres-Turnus neuer Mobilfunkstandards 5G im Jahr 2020 einzuführen. Qualcomm hat mit dem X50 schon im Winter 2016 einen ersten 5G-Chip vorgestellt, der 2018 in den ersten Endgeräten verbaut werden soll.

Doch auch wenn die ersten Funkmasten und 5G-Chips bald auf den Markt kommen sollten – es bleibt die Frage, wie schnell sich der neue Standard etablieren wird. Der Weg von der Marktreife bis zur Massenanwendung entpuppt sich bei neuen Technologien nämlich mitunter als sehr steinig.

An dieser Stelle kann man berechtigterweise auf den LTE-Ausbau verweisen. Auch 2017 ist der Ausbau des LTE-Netzes gerade in ländlichen Region noch immer nicht abgeschlossen, besonders in Deutschland. Wie schnell dann der Ausbau des 5G-Netzes voranschreiten wird, kann zum jetzigen Zeitpunkt niemand sagen.

Klar ist, dass Entwicklung und Ausbau der 5G-Technologie teuer werden. Unter anderem aus diesem Grund haben sich im Sommer 2016 Technologie-Unternehmen mit einem Manifest an die EU gewandt. Darin fordern Sie finanzielle, aber auch logistische Unterstützung von der EU, z. B. bei der europaweiten Vereinheitlichung von Standards.

An der Technologie wird noch gefeilt

Das 5G-Netz wird über sehr hohe Frequenzen funken. Die Funkwellen im Hochfrequenzbereich sind deutlich kürzer als in den bisher genutzten niedrigeren Frequenzen. Damit geht auch ein verändertes physikalisches Verhalten einher.

Zum einen werden für eine gute Netzabdeckung deutlich mehr Sendemasten benötigt als für bisherige Standards. Zum anderen ist noch nicht vollständig erforscht, wie sich die hochfrequenten Wellen verhalten, wenn sie auf Hindernisse treffen. Unter Laborbedingungen funktioniert 5G bereits, die „in-the-wild-Tests“ hingegen sind noch nicht abgeschlossen.

Bis wir im 5G-Netz surfen, wird also noch das eine oder andere Jahr vergehen. Gut, dass man sich bis dahin an an einer schnellen LTE-Leitung erfreuen kann.

Fazit: 5G kommt sicher – die Frage ist, wann

  • 5G soll LTE als Mobilfunkstandard ablösen.
  • Das 5G-Netz soll eine zehnmal höhere Bandbreite, kürzere Reaktionszeiten und einen geringen Energieverbrauch der Chips gewährleisten.
  • Der neue Standard soll dem Internet der Dinge zum Durchbruch verhelfen.
  • In der EU soll 5G 2020 marktreif sein.

Wie schnell der Netzausbau und die Verbreitung von 5G-Geräten erfolgen werden, ist noch unklar.

Foto:© Fotolia/wladimir1804

Redaktion

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