So erleichtert NFC den Alltag

Easy mit dem Smartphone bezahlen? NFC-Chips machen das und noch mehr möglich.

Smartphone mit NFC vor einem Lesegeräte

Near Field Communication, besser bekannt als NFC, ist nicht neu, aber so richtig durchgesetzt hat sich die Technologie bisher noch nicht. Eigentlich schade, denn im Alltag kann der kleine Chip sehr nützlich sein. Mittlerweile sind immerhin die meisten neuen Smartphones mit NFC ausgestattet. Doch was ist das überhaupt und was kann man damit machen?

Wie funktioniert NFC?

Die Technologie ermöglicht die draht- und kontaktlose Übertragung von Daten in einem Radius von bis zu zehn Zentimetern. Wegen ihrer geringen Reichweite konkurriert die Technik nicht mit WLAN oder Bluetooth. Sie wird aber zum Beispiel für den schnellen Datenaustausch in sensiblen Bereichen wie Zahlungsvorgänge oder Zugangskontrollen eingesetzt.

Du kennst die Technologie vielleicht von Bezahlkarten in der Mensa oder Kantine. Auch immer mehr Kreditkarten sind damit ausgestattet. Um deine Einkäufe zu bezahlen, steckst du die Karte nicht ins Lesegerät, sondern hältst sie davor. Auch in Handys ist NFC mittlerweile Standard. Sogar Apple bietet die NFC seit dem iPhone 6 an, nachdem sich die Kalifornier lange dagegen gesträubt haben. Selbst die Apple Watch ist damit ausgestattet.

Datenübertragung per NFC-Chip

Der große Vorteil von NFC besteht darin, dass sich zwei Geräte schnell und einfach koppeln lassen – anders, als dies beispielsweise bei Bluetooth der Fall ist. Die Datenübertragung funktioniert nur dann, wenn die NFC-Chips sehr nahe beieinander sind. Das verringert die Gefahr, das Unbeteiligte die Daten abfangen können.

Mit bis zu 424 Kbit/s ist die Datenübertragungsgeschwindigkeit vergleichsweise gering. Die Technologie eignet sich nicht, um größere Dateien zu transferieren. Allerdings ist dein Handy per NFC mit einem anderen Smartphone oder externen Geräten wie Kopfhörern verbindbar. Die tatsächliche Datenübertragung findet dann über WLAN oder Bluetooth statt, doch das aufwendige Koppeln der Geräte entfällt. Das bloße Aneinanderhalten reicht.

Bezahlen mit NFC

Den größten Markt für NFC sehen Experten im Bereich Mobile Payment, also im Bezahlen mit dem Smartphone. In der Vergangenheit haben Anbieter immer wieder ihr Glück versucht, aber wirklich durchgesetzt hat sich bislang keines der Verfahren.

Die Wende bringt möglicherweise Apple Pay, das Bezahlverfahren von Apple. Es steht in Deutschland noch nicht zur Verfügung, aber es gibt immer wieder Gerüchte, dass es bald eingeführt wird. Das Bezahlen ist denkbar einfach. Du hältst dein iPhone ans Terminal und gibst die Zahlung per Touch ID oder, beim iPhone X, per Face ID frei. Google bietet mit Google Pay ein ähnliches Verfahren für Android-Smartphones mit NFC an – allerdings bislang noch nicht in Deutschland.

Eigene NFC-Tags beschreiben

Mit deinem Handy kannst du NFC-Chips nicht nur auslesen, sondern auch selbst beschreiben – aktuell allerdings nicht bei iOS. Dafür benötigst du einzelne NFC-Tags und eine kostenlose App, um die Tags zu beschreiben. Die Tags sind als Aufkleber, Schlüsselanhänger oder Chipkarten erhältlich.

Mit der App programmierst du die Tags oder du hinterlegst darauf Informationen, zum Beispiel URLs, Text oder Kontakte aus deinem Adressbuch. Du kannst aber auch Befehle auf den Tags speichern. Wenn du dein Smartphone davor hältst, wird die gewünschte Aktion automatisch ausgelöst. Möglich sind zum Beispiel:

  • WLAN und/oder Bluetooth ein- oder ausschalten

  • Schnelles Einloggen ins WLAN-Netz für Besucher

  • Flugmodus einschalten

  • Eine bestimmte Person anrufen

Fazit: Interessante Technologie mit Luft nach oben

  • Fast alle neuen Handys sind NFC-fähig.

  • NFC-Chips eignen sich beispielsweise fürs Bezahlen mit dem Handy.

  • Du kannst die NFC-Tags ganz einfach selbst beschreiben, um dir den Alltag zu erleichtern.

Foto: ©Shutterstock/plantic

Mia

Mia fragt immer als erste, was das neue Smartphone außer Telefonieren, Fotografieren und Musikabspielen noch kann. Gut so. Mehr als neue Technik und das Internet liebt Mia nur ihren kleinen Sohn.

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