19. November 2018

Das neue iPad Pro

Das neue iPad Pro ist ein Performance-Monster. Wir haben auch alle anderen Bereiche unter die Lupe genommen.

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Mit dem iPad Pro eilt Apple der Tablet-Konkurrenz davon. Vor allem mit der Performance übertrifft Apple die Konkurrenten deutlich. Angesichts der Leistung dürften sich viele die Frage stellen: Wozu überhaupt noch einen Laptop?

Bei den Schnittstellen schlägt das 2018er iPad neue Wege ein. Das dürfte den meisten Nutzern zugutekommen, könnte bei einigen aber auch für Unmut sorgen.

Home Button ade – auch beim iPad Pro

Beim Gehäuse und der Ausstattung führt Apple mehrere Neuerungen ein. Die auffälligste: Der Home Button ist verschwunden. Das ermöglicht deutlich schmalere Displayränder. Das Entsperren erfolgt wie bei den neuen iPhones über Face-ID. Diese Gesichtserkennung funktioniert unabhängig davon, ob man das Tablet hochkant oder horizontal hält.

Das iPad Pro weiß mit gutem Handling zu überzeugen: Auch wenn das Gehäuse vergleichsweise kantig ist, liegt es sehr gut in der Hand. In dem recht dunklen Spacegrau sieht es sehr elegant aus und weckt Erinnerungen an ältere iPhone-Modelle.

Das iPad Pro gibt es in zwei Größen: 11 Zoll und 12,9 Zoll. Beide sind nur 6 Millimeter dünn.

Das neue iPad Pro in zwei verschiedenen Größen.

Das Display: Kein OLED und trotzdem stark

Manch einer war enttäuscht, als klar war, dass auch das 2018er iPad Pro ohne OLED-Display kommt. Dennoch gibt es am Display ganz wenig auszusetzen. Das Bild ist scharf und Pixeltreppchen entstehen auch bei kleinen Bildinhalten nicht. In Verbindung mit satten Farben und ordentlichen Kontrastwerten erreicht das iPad Pro eine sehr gute Darstellungsqualität. Die Displays erreichen jeweils eine Pixeldicht von 264 ppi.

Sehr überzeugend ist weiterhin das Handling des Touchdisplays, denn hierbei hat sich im Vergleich zum 2017er-Modell wenig verändert. Die Bildwiederholungsfrequenz beträgt wie beim Vorgänger 120 Hertz. Diese passt die ProMotion-Technologie abhängig von Bildinhalten und ausgeführten Funktionen automatisch an. Selbst das Scrollen macht so Spaß. Fehleingaben wegen der schmalen Ränder kommen im Übrigen ganz selten vor. Hierauf ist das Touchdisplay ebenfalls sehr gut eingestellt.

Performance: iPad Pro misst sich mit PCs und Konsolen

Bei der Rechenpower des iPad Pro muss man schon gezielt nach Anwendungen suchen, die den Chipsatz auch nur annähernd fordern. So hängt der A12X Prozessor alle Tablets der Konkurrenz und die Vorgänger-iPads in Benchmark-Tests deutlich ab. Schaut man auf die nackten Zahlen, sticht das iPad Pro sogar die aktuellen MacBook-Pro-Modelle aus.

Manch einer moniert, dass das iPad Pro so viel Leistung besitzt, dass sie mit iOS 12 ohnehin nicht ausgereizt werden könnte. Aber gegen Leistungsreserven für die Zukunft ist grundsätzlich nichts einzuwenden. Außerdem erreicht das iPad Pro dank der Rechenpower Grafikleistungen auf Konsolen-Niveau.

Das sind die Spezifikationen zur Rechenleistung und Kapazität des 2018er iPad Pro:

  • Chipsatz: A12X Bionic Chip mit 8 Kernen (64-Bit-Architektur)
  • Interner Speicher: 64 GB bis 1 TB
  • Arbeitsspeicher: 4 oder 6 GB (nur in der High-End-Variante mit 1 TB)

Schnittstellen: Apple verlässt seinen Sonderweg

Das neue iPad Pro ist durch USB-C deutlich anschlussfreudiger, was periphere Geräte angeht. Apples Lightning-Schnittstelle hat dagegen ausgedient. Was grundsätzliche nutzerfreundlich ist, dürfte dennoch gespaltene Reaktionen hervorrufen.

Mit USB-C (USB 3.1 Gen. 2) kannst du periphere Ausstattung wie Monitore ohne Adapter anschließen. Bei einer maximalen Übertragungsgeschwindigkeit von 10 Gigabit pro Sekunde sind sogar 5K-Monitoren kompatibel. Außerdem kannst du externe Geräte über die Schnittstelle aufladen.

Hinweis: Eine Schwäche von externen Monitoren ist, dass bei den meisten Apps der Bildschirminhalt nur gespiegelt wird.

Ärgerlich ist die Umstellung auf USB-C für Apple-User, die sich Zubehör mit Lightning-Anschluss bzw. Adapter gekauft haben. Ein Manko ist außerdem, dass es keinen Kopfhöreranschluss gibt. iPhone-Kopfhörer mit Lightning-Stecker kannst du also nicht anschließen.

Zubehör für das iPad Pro

Apple hat auch das Zubehör für das neue iPad Pro grundlegend überarbeitet. Mit diesem kannst du jede Menge anstellen – auch wenn die Preise dafür stolz sind.

  • SmartKeyboard: Für beide Größen gibt es eine aufs iPad zugeschnittene Tastatur (Preis: 219 und 199 Euro). Diese ermöglicht bequemes Tippen und ist sehr gut ins System integriert. Zudem ist das wassergeschützte Keyboard sehr robust. Eine Beleuchtung der Tasten fehlt allerdings. Das iPad Pro wird auch mit Tastaturen von Drittanbietern kompatibel sein.
  • Pencil: Dem hauseigenen Pencil hat Apple ebenfalls ein Update verpasst. Die auffälligste Neuerung ist der oben integrierte Knopf. Mit diesem kannst du beispielsweise Zeichenwerkzeuge wechseln. Sehr gut umgesetzt ist die magnetische Ablagefläche an der Oberkante. Dort wird der Stylus drahtlos aufgeladen.

Das kleinere Modell hat sich in Tests als ausdauernder erwiesen als der 13-Zoller. Bei diesem liegt die Akku-Laufzeit bei knapp unter 10 Stunden, der 11-Zoller läuft länger als 11 Stunden.

Kamera und Sound: Hausaufgaben gemacht

Zu den Kameras kann man nicht mehr sagen, als dass sie wirklich gut sind. Die wesentlichen Eigenschaften sind:

  • Hauptkamera mit 12 Megapixeln (HDR-Funktion für bessere Kontraste)
  • Frontkamera mit 7 Megapixeln
  • kein Porträtmodus wie beim iPhone XS
  • 4K-Videos mit maximal 60 Bilder pro Sekunde

Das neue iPad klingt mit seinen vier integrierten Lautsprechern außerdem bemerkenswert gut. Man kann also auch ohne externen Bluetooth-Speaker ganz gut auskommen.

Preise der verschiedenen iPad-Modelle

Wie (fast) immer sind die Apple-Preise happig. Das kleine iPad Pro gibt es ab 879 (in der 64-GB-Variante) und das große ab 1.099 Euro. Wirklich teuer wird es mit der Erweiterung des internen Speichers. Die kleine Variante kostet mit 256 GB 1.049 und mit 512 GB 1.268 Euro. Beim 13-Zoller sind es 1.269 Euro und 1.489 Euro (Stand: November 2018).

Dieser hohe Preisaufschlag fällt umso schwerer ins Gewicht, als das neue iPad Pro mit seinem SD-Kartenslot keine Erweiterung mit externem Speicher erlaubt.

Das sind wohlgemerkt die Preise für die WLAN-Modelle. Mit Mobilfunk-Unterstützung kommen noch mal jeweils 170 Euro dazu.

Verschmerzbarer wird der Preis, wenn man bedenkt, dass das iPad Pro auch hohen Anforderungen gerecht wird und ein Notebook ersetzen kann.

Fazit zum neuen iPad Pro

  • Sehr gut umgesetztes Gehäuse mit schmalen Displayrändern (ohne Home Button).
  • Leistungsstarkes LC-Display, das vor allem durch das Handling des Touchdisplays überzeugt.
  • Die Leistung des A12X Chips ist absolut herausragend und dürfte auf Jahre ausreichen.
  • Das neu eingeführte UBS-C erhöht die Kompatibilität des iPad Pro.
  • Der größte Minuspunkt des iPad Pro dürfte für viele der hohe Preis sein.

Fotos: ©Apple

Redaktion

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