08. Februar 2016

Narziss oder selfieleske Todesfälle der Neuzeit

selfie-bild

Metaphern sowie kryptische Überschriften und Einleitungen zu einem Artikel sind das geheime Hobby vieler Journalisten. Manchmal passen sie einfach zu gut, um sie nicht zu benutzen. Worum es geht? Um Todesopfer beim Selfie – dem Weißen Hai der Neuzeit.

Im Jahr 2015 starben acht Menschen bei einer Hai-Attacke. Dabei gilt der Hai wohl als das personifizierte Böse, der im Menschen eine Ur-Angst auslöst, die Steven Spielberg einst gekonnt in Szene setzte.

Jedoch ist der Hai als Weisenknabe anzusehen, wenn man sich das perfide Gehabe eines personifizierten Handys ansieht. Denn im gleichen Zeitraum starben – laut des US-Portals Priceonomics -  zwölf Menschen bei dem Versuch, erfolgreich ein Selfie zu schießen.

Wir möchten sie nicht mit Prozentrechnung langweilen, zwölf sind mehr als acht – das muss reichen. Schaut man auf diese Zahl, darf man sich durchaus am Kopf kratzen und fragen, wie das denn gehen mag.

Tod durch Selfie: Die Flucht vor dem Zug

„Tod durch Selfie“ ist ein Phänomen und gleichsam natürlich tragisch. Auch wenn man dem Trend nichts abgewinnen kann, sind Todesfälle keine Lachnummer. Das durchschnittliche Opfer ist männlich und 21 Jahre alt. Da gerade in dieser Altersgruppe das Selbstportrait als Pflichtprogramm gilt, überrascht diese Zahl nicht.

Spannend wird es, wenn man auf die Ursachen des vorzeitigen Ablebens schaut und was das mit Narziss zu tun hat. 16 der 49 Todesopfer stürzten aus großer Höhe ab. Als Beispiel gilt ein japanischer Tourist, der auf den Stufen des Taj Mahals stehend auf den Auslöser drückte und in die Tiefe fiel.

Das Ertrinken folgt auf Rang zwei. Ganze 14 Menschen fanden so den Tod und folgten damit dem gleichen Schicksal wie der in der Einleitung genannte Narziss. Es geht natürlich auch so richtig fahrlässig. Dafür reicht ein Blick auf den Trend, sich zu fotografieren, während man auf Gleisen laufend vor einem Zug flieht. Das Ergebnis? Acht Tote.

Selfie als Gefahr: Regierung klärt auf

Auf den weiteren Rängen kommen noch der Tod durch Schusswaffe, Absturz mit dem Flugzeug oder auch die Begegnung mit einem wilden Tier. Interessant ist, dass ein Großteil der Unfälle sich in Indien ereignete. Nur folgerichtig (wenn auch irgendwo skurril), dass in Mumbai Verbotszonen für Selfies eingerichtet wurden.

Fast unglaublich, dass diese Art der Kunst massive Folgen mit sich bringt. Schon länger her ist die Mitteilung, dass Fußball Clubs wie der FC Arsenal ein Stadion-Verbot für Selfie-Stangen aussprach. Wie die Süddeutsche berichtet, musste in den USA gar ein Nationalpark geschlossen werden, da viele Besucher sich zu nahe an die Bären wagten, um ein Selfie zu ergattern.

Wenn dann auch noch die russische Regierung eine Broschüre veröffentlicht, in der vor den Folgen eines Selfies gewarnt wird, sollte es Stevens Spielberg in den Fingern jucken. „Ich weiß, wann du dein letztes Selfie schießen wirst“, könnte ein Arbeitstitel sein. Vielleicht aber auch eine Fortsetzung von der Weiße Hai, in dem Urlauber am Strand Selfies machen.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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