21. Oktober 2019

Influencer: Die Glaubwürdigkeit sinkt

Früher waren es Zeitungsanzeigen, dann kamen TV-Spots und nun sind es Influencer, die im Social Web für Produkte werben – noch.

Influencer: Skepsis wächst

Anonyme Werbeanzeigen gibt es ohne Ende, doch wer möchte ein Produkt aufgrund von anonymen Bewertungen kaufen, bei denen der gesunde Menschenverstand sagt, dass die ohnehin nur gefaked sind? Das mag der Startschuss für Influencer gewesen sein, die davon profitieren, nicht anonym zu sein und ihre persönliche Empfehlung damit monetarisieren.

Ergibt durchaus Sinn und in einer optimalen Welt ist es phantastisch, wenn Menschen Produkte testen und ihre Erfahrung dann auf Instagram, YouTube oder Twitter teilen. Doch gibt es keine optimale Welt und spätestens an dem Tag, an dem Unternehmen auf diesen Schlag Mensch aufmerksam wurden, lief es ad absurdum.

Influencer: Das Vertrauen schrumpft

Beispiele gibt es zur Genüge und in den vergangenen Monaten hörten wir von Geschichten, in denen die Influencer nur darauf aus waren, ihre Follower als Währung zu nutzen. Sei es, um kostenlos in einen VIP-Bereich zu kommen oder auch dafür, kostenlos in einem Hotel nächtigen zu können. Kein Wunder, dass das Vertrauen in Influencer bröckelt.

Das berichtet zumindest die Horizont, mit Verweis auf eine Studie, die von [M]Science, im Auftrag von Wavemaker, durchgeführt wurde. Zusammengefasst besagt diese Studie, dass die Glaubwürdigkeit von Influencern von 67 auf 54 Prozent geschrumpft ist. Das hat natürlich diverse Gründe, von denen einige auf der Hand liegen.

Es ist durchaus schwer und falsch, eine ganze Szene im Gesamten zu betrachten. Dennoch färben schwarze Schafe ab und bringen die Gemeinde in Sippenhaft. Wer vertraut schon einem Influencer, dessen Kanal mit Werbung verschiedenster Art zugepflastert ist und der seine Follower hart monetarisiert?

Glaubwürdigkeit und Authentizität

Laut der Studie sind die beiden vorherrschenden Faktoren, wenn es darum geht, einem Influencer mit der Gefolgschaft zu beehren, Glaubwürdigkeit und Authentizität. Logisch, denn eine Empfehlung für ein Produkt ist im Grunde nichts weiteres als eine Empfehlung unter Freunden oder Menschen, die man mag.

So ist der Erfolg der Influencer entstanden, denn diese Empfehlungen sind natürlich persönlicher, als eine Anzeige oder ein TV-Spot, in dem eine prominente Person zu der versammelten Wohnzimmer-Brigade spricht. Eine Ansprache im Social Web, beispielsweise auf Instagram, ist persönlicher und somit auch authentischer.

Man könnte also sagen, dass viele der großen Influencer es übertrieben haben und die Szene insgesamt eine Abnutzung erfährt. Die Stars des Internets werden vom Fußvolk immer mehr als Werbebotschafter wahrgenommen und darunter leidet die Glaubwürdigkeit – eine der wichtigsten Kennziffern, die letztlich zu einem Kauf führen kann.

Twitter holt auf

Für Werbetreibende sind Influencer hingegen weiterhin ein wichtiger Bestandteil der Kommunikation, da die Reichweite in Kombination mit der zielgerichteten Ansprache ansonsten nicht oder nur ganz schwer zu finden ist. Instagram und YouTube bleiben indes die wichtigsten Kanäle, Twitter holt allerdings auf und könnte sich stärker etablieren. 

Das mag daran liegen, dass Postings auf Instagram ob der Möglichkeit an Filtern oft alles andere als authentisch sind und Twitter eher da ungefilterter daherkommt. Man mag Influencer verstehen, denn sie wollen ihre Reichweite nutzen, so lange es funktioniert. Allerdings muss die Szene aufpassen und einen Spagat zwischen Geld und Glaubwürdigkeit schaffen.

So mag es auch nicht verwundern, dass der Trend zu Mikro-Influencern geht, die zwar nicht die exorbitante Reichweite aufweisen, dafür aber eine sehr spitze Zielgruppe liefern und sich noch nicht komplett dem Ausverkauf verschrieen haben. Denn in ihrer Blase käme ein Wechsel zur Litfaßsäule einem Exodus gleich.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Ist bei Twitter zu finden und nebenbei Buchautor.

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