13. Mai 2019

Ausblick in die Zukunft: Google I/O

Google hat seine Entwicklerkonferenz abgehalten. Zwei Stunden ging die Keynote und gab einen Ausblick in die Zukunft.

Caschys Rückblick

Google hat zur diesjährigen Entwicklerkonferenz I/O geladen, um ein wenig über die kurzfristige Zukunft des Unternehmens zu plaudern. Die besteht nicht nur aus Android Q und neuen Pixel-Smartphones, sondern umfasst auch weitere Dienste des Suchmaschinenriesen.

Der neue Trend bei Google: Fokus auf Privatsphäre. Das zieht sich auch über alle Bereiche, vom Chrome Browser, über Android bis hin zu Smart Displays, die übrigens auch gleich einen neuen Name erhalten.

Nest Hub kommt nach Deutschland

Smart Displays von Google gab es bisher nicht in Deutschland, das ändert sich aber nun. Der Google Nest Hub (ehemals Google Home Hub) wird im noch Mai in Deutschland verfügbar sein, sodass man auch hierzulande den Smart Speaker mit Display nutzen kann.

Neu ist auch der Google Nest Hub Max, ein 10-Zoll-Modell, das außerdem mit einer Kamera ausgestattet ist. Diese soll verschiedene Nutzer erkennen und entsprechend die passenden Informationen oder auch Vorschläge anzeigen zu können. Wie das zu Privatsphäre passt?

Ganz einfach, die Daten verbleiben auf dem Gerät. Google packt Machine Learning direkt in die Geräte, unter Android kommt das mit Android Q, auf Smart Displays mit dem Nest Hub Max.

Das sorgt allerdings nicht nur dafür, dass die Daten beim Nutzer verbleiben, sondern gleichzeitig auch dafür, dass Aufgaben schneller erledigt werden, da Anfragen nicht mehr erst über einen Google-Server geschickt werden müssen.

Google geht sogar so weit, dass die Bedienung komplexerer Aufgaben auf dem Smartphone schneller per Sprache als per Finger erledigt wird. Ob das zu einer schnelleren Akzeptanz von Sprachinterfaces führt, muss man abwarten, nicht immer passt es ja ins Umfeld, wenn man plötzlich mit seinem Smartphone quatscht.

Google: Weniger Tracking

Der Chrome Browser wird hingegen Anti-Tracking-Maßnahmen einführen. Da passiert im Laufe des Jahres. Unterbunden werden soll zum Beispiel Cross-Site-Tracking via Cookies. Nutzer erhalten ein Dashboard, über das sie verschiedene Cookie-Arten schnell löschen können.

Solche, die für den Nutzer tatsächlich hilfreich sind, weil sie beispielsweise einen Login-Status vorhalten, bleiben bei den Schnelllöschungen außen vor. Man büßt damit also keine Bequemlichkeit ein. 

Per AI und Machine Learning können komplexe Aufgaben schneller gelöst werden.

Ebenfalls möchte Google gegen das Fingerprinting des Browsers vorgehen. Fingerprinting sucht sich spezielle Merkmale eines Browsers, um den Nutzer auch ohne Cookies verfolgen zu können. Das widerspricht oftmals den Einstellungen, die der Nutzer für seine Surfgewohnheiten vornimmt. Das möchte Google künftig nicht mehr haben.

"Building for everyone" ist auch ein großer Claim der Google I/O. Technik kann bekanntlich auch denen viel helfen, die mit Einschränkungen leben müssen. AI und Machine Learning sorgen dafür, dass für diese Personen ein Stück mehr Lebensqualität geschaffen wird. Ansätze gibt es da für verschiedene Bereiche.

Hilfestellung leisten, Technik nutzbarer machen

Ob hörgeschädigt oder nicht in der Lage zu sprechen, Google gibt Tools an die Hand, die die Kommunikation erleichtern. Das können vergleichsweise einfache Dinge wie Sprache-zu-Text sein (quasi Live-Untertitel über die Kamera oder die Transkription von Sprachnachrichten), aber auch komplexere Aufgabe, wie Schilder erkennen und diese gleich in die Muttersprache zu übersetzen.

Per AI und Machine Learning können Texte in Echtzeit übersetzt werden.

Google unterstützt außerdem Organisationen, die AI für soziale Zwecke nutzen. 20 Organisationen hat man über die Google AI Challenge ausgezeichnet. Problemlöser auf verschiedenen Gebieten wie Luftqualitätsmonitoring oder die schnellere Reaktion auf Notrufe. Google sieht hier nicht nur sich, sondern eben auch andere in der Pflicht, das Leben durch Technik für alle besser zu machen – oftmals beginnt das eben damit, dass man denen hilft, die benachteiligt sind.

Generell hat Google auf dieser I/O einen recht menschlichen Fokus, man möchte sich fast an die "Don't be evil."-Zeiten zurückerinnern. Mit Android erreicht Google auch Milliarden von Menschen, denen man eben nicht nur diverse Produkte zur Verfügung stellen möchte, sondern über diese für ein besseres Leben sorgen möchte.

Das klingt furchtbar hochtrabend, hier muss man aber auch wieder einmal das große Ganze sehen, vielleicht nicht zwingend mit dem Blick aus dem behüteten Deutschland.

Innovationen für die Menschlichkeit 

Gerade die Arbeit mit Behinderungen, das Lösen von Problemen, die nur einen kleinen Teil der Gesellschaft betreffen, sind die Dinge, die technischen Fortschritt so toll machen.

Wenn ein Mensch, der bisher an der Kommunikation gehindert war, plötzlich ohne großen Aufwand mit anderen kommunizieren kann – für so etwas sollte jedes x-te Smartphone-Feature hinten anstehen. So etwas bringt eine Gesellschaft gesamt weiter, völlig egal, ob das nun Google, Apple oder sonst ein Hersteller macht.

Wirtschaftlich rentabel sind solche Dinge im einzelnen nicht, umso schöner, wenn man die hohe Aktivität in solchen Bereichen dann sieht. Da kann man von den Unternehmen halten was man möchte, für betroffene Personen, denen da geholfen wird, ist das unbezahlbar.

Das Selbstbild von Google 

Natürlich ist Google weiterhin ein wirtschaftliches Unternehmen. Und so muss man auch Dinge wie die Bekenntnis zu Privatsphäre kritisch betrachten. Denn Google selbst lebt nun einmal von Nutzerdaten, sei es um die eigenen Produkte zu verbessern oder um gezielt Werbung auszuspielen – die Haupteinnahmequelle für Google.

Auf der I/O hat Google natürlich eher die positiven Seiten des Unternehmens gezeigt, bleibt zu hoffen, dass sich dies auch auf Dauer so darstellt. Facebook hört man auch oft von Privatsphäre reden. Meistens kurz nachdem ein neuer Datenskandal bekannt geworden ist. 

Google will mit AI und Machine Learning Tool an die Hand geben

Google wird aber weiter daran arbeiten, den Menschen mit Diensten zu helfen, sei es durch eine verbesserte Suche, speziellen Tools für Menschen mit Behinderungen oder eben durch AI, die auch im medizinischen Bereich große Fortschritte macht.

Vieles ist dabei nicht mit sofortiger Wirkung spürbar, wird auf Dauer gesehen aber einen großen Impact haben. Eine angenehm erfrischende Google I/O war das dieses Jahr.

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