18. Juli 2018

Faltbare Handys – Es tut sich was

Bisher waren sie nur Zukunftsmusik, doch jetzt ist die Zeit gekommen: Faltbare Handys stehen in den Startlöchern.

DR_Titelbild_Faltbare_Handys

Anfang der der 2000er-Jahre waren sie der letzte Schrei – klappbare Handys. Im Zuge der Smartphone-Revolution haben sich die statischen Modelle mit Touchscreen durchgesetzt. Doch der Mobilfunkmarkt wäre nicht der Mobilfunkmarkt, wenn die Revolutionen hier ausbleiben: Jetzt ist die Zeit der faltbaren Handys gekommen.

Faltbare Handys: Wovon sprechen wir überhaupt?

Die Idee ist nicht neu: Der Technik-Gigant Samsung spricht bereits seit Jahren davon, ein faltbares Handy auf den Markt zu bringen. Auch andere Unternehmen wie Apple schüren immer wieder die Hoffnungen in der Mobilfunk-Welt.

Die Vision klingt einfach: Handys sollen zukünftig flexibel und faltbar sein. So lässt sich der Bildschirm des Smartphones nach Bedarf vergrößern; er soll aber auch zusammenklappbar sein und sich in jeder Hosentasche verstauen lassen. Auf diese Weise soll das Display des Smartphones nahezu die Größe eines Tablets erlangen und mehr Bildschirm-Spielraum gewähren.

Klapp- statt faltbare Displays

Passiert ist im Bereich Display-Flexibilität lange Zeit wenig – doch 2018 ist Bewegung in die Sache gekommen. Die ersten Smartphones mit zwei Displays sind auf dem Markt. Mit einem vorderseitigen Touch-Display und einem rückseitigen E-Ink-Screen hat der russische Hersteller Yotaphone eine Vorreiterrolle eingenommen und das YotaPhone 2 auf den Markt gebracht.

Noch näher ist ZTE der Vision von einem faltbaren Handy gekommen. Mit dem Axon M hat der chinesische Hersteller im Jahr 2017 das erste klappbare Smartphone der Welt veröffentlicht.


Das Axon M verfügt über zwei Displays, die durch ein Scharnier miteinander verbunden sind. Zusammengeklappt ist nur das Frontdisplay aktiviert; klappst du es auseinander, stehen dir beide Bildschirme zur Verfügung, die gemeinsam einen großen ergeben.

So flexibel zeigt sich das Axon M auch bei den drei Anzeige-Modi:

  • auf beiden Displays erscheint dasselbe Bild
  • beide Displays sind einzeln ansteuerbar, um beispielsweise zwei Anwendungen gleichzeitig zu nutzen
  • beide Displays ergeben einen kompletten, nahtlosen Display, um Videos in größerem Format zu schauen

Insbesondere die Vergrößerung des Displays ist eine echte Design-Revolution und macht den Übergang vom Smartphone zum Tablet fließend. Doch so ganz ist das Axon M noch nicht das, was wir von einem faltbaren Handy erwarten.

Ein negativer Punkt fällt besonders ins Auge: Da die Displays durch ein Scharnier miteinander verbunden und nicht randlos sind, ist in der Mitte des Groß-Bildschirms ständig ein schwarzer Balken sichtbar. Die Bildschirmränder unterbrechen das Komplett-Bild und schmälern den Full-Screen-Genuss.

Wann kommt das erste Handy mit faltbarem Display?

Nach den ersten innovativen Lösungsansätzen wollen die Smartphone-Hersteller die nächste Evolutionsstufe erklimmen: ein faltbares Handy mit biegsamem Display. Doch nicht nur das Display ist eine Herausforderung: Auch die anderen technischen Komponenten müssen flexibel und biegbar sein, um das Handy falten zu können.

Die Gerüchte verdichten sich, dass mehrere Hersteller bereits in den nächsten Monaten die ersten Modelle präsentieren.

Den Anfang macht HUAWEI: So soll der chinesische Smartphone-Gigant angeblich schon Ende 2018 das erste faltbare Handy vorstellen. Gemeinsam mit dem Display-Hersteller BOE tüfteln die Entwickler von HUAWEI bereits seit geraumer Zeit an einem Display, das sich biegen und zu einem faltbaren Smartphone verarbeiten lässt.

Wenn HUAWEI seine Ankündigungen wahr macht, nimmt der chinesische Hersteller in diesem Segment eine absolute Vorreiterrolle ein und läuft der Konkurrenz aus Südkorea den Rang ab.

Schließlich hört man auch aus dem Hause Samsung schon einige Jahre von Bemühungen, mit einem faltbaren Handy an den Start zu gehen. Bisher ist nichts passiert. Doch die Gerüchte verdichten sich, dass es nicht mehr lange dauert, dass Samsung in Gestalt des Samsung Galaxy X mit einer ähnlichen Technik auf den Markt drängt.

Bereits Anfang 2018 soll Samsung einen Prototypen des Galaxy X einem ausgewählten Publikum auf der Consumer Electronic Show (CES) vorgestellt haben. Nachdem ursprünglich 2018 als Release-Jahr gehandelt wurde, soll das Top-Modell nun Anfang 2019 in den Handel kommen.

Ein flexibles und faltbares OLED-Display für das Samsung Galaxy X soll bereits im Sommer in Massenproduktion gehen. Und auch an flexiblen Komponenten wie einem biegbaren Akku sei man bei Samsung dran.

Lässt es sich dann horizontal oder vertikal falten? Die Meinungen der Netzgemeinde gehen auseinander. Genauso wie bei der Display-Größe: So variieren die Werte zwischen 3,5 und 4,5 Zoll im zusammengeklappten und um die 7 Zoll im ausgeklappten Zustand.

Faltbare Handys: Ein Konzept mit Zukunft?

Ob sich faltbare Handys durchsetzen werden, ist fraglich. Wahrscheinlich ist aber, dass Liebhaber der neuen Technik tief in die Tasche greifen müssen, um eines der ersten faltbaren Handys ihr Eigen nennen zu dürfen. Experten schätzen, dass sich die Kosten für ein Modell zwischen 1.500 und 2.000 Euro belaufen.

Entsprechend werden sich nur Wenige ein faltbares Handy überhaupt leisten können. Bis es für mehr Menschen erschwinglich ist, wird noch einige Zeit vergehen. Und das auch nur dann, wenn sich die Technik als praktikabel erwiesen hat.

Foto: ©Shutterstock/laremenko Sergii

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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