14. Februar 2018

Drohnen fliegen: Alles zum neuen Gesetz

Du willst eine Drohne fliegen lassen? Wo Drohnen erlaubt sind und was das Gesetz sonst vorschreibt, erfährst du hier.

DR_Titelbild_Drohnen

Eine Drohne zu fliegen ist ein immer beliebteres Hobby: Man trainiert sein Fingerspitzengefühl beim Steuern, kann tolle Foto- und Videoaufnahmen machen und beim Fliegen mit einer Videobrille Action und tolle Aussichten genießen.

Doch wer eine Drohne fliegen lassen möchte, muss die seit dem 1. Oktober 2017 verbindlich geltende neue Verordnung des Bundesverkehrsministeriums kennen. Denn die Multicopter können bei falschem Betrieb zum Sicherheitsrisiko werden oder in die Privatsphäre anderer eingreifen. Wir verraten, was du beim Drohnenfliegen in Deutschland beachten musst.

Kennzeichnung und Versicherung

Drohnen, die mehr als 0,25 Kilo wiegen, müssen mit einer feuerfesten Plakette versehen werden, die Name und Anschrift des Besitzers trägt. Verursacht der Multicopter einen Schaden, kann so der Eigentümer schnell ausfindig gemacht werden. Eine feuerfeste Plakette kannst du in spezialisierten Geschäften oder – in Form eines Aufklebers aus Aluminium – im Schreibwarenhandel kaufen.

Sollte deine Drohne tatsächlich einen Schaden verursachen, kann dich das teuer zu stehen kommen. Deshalb solltest du eine private Haftpflichtversicherung abschließen. Erkundige dich, ob die Versicherung auch durch Drohnen verursachte Schäden einschließt – Modellflugverbände bieten Spezialversicherungen für Drohnenpiloten an.

Wer darf Drohnen fliegen?

Zum Fliegen einer Drohne von mehr als 2 Kilo Gewicht musst du mindestens 14 Jahre alt sein – es sei denn, du fliegst ausschließlich auf einem Modellflugplatz und wirst von einem Flugleiter begleitet. Bist du älter als 14 Jahre und möchtest außerhalb von Modellflugplätzen mit einer über 2 Kilo schweren Drohne fliegen, musst du nachweisen, dass du mit der Luftraumordnung und der Drohnenflugverordnung vertraut bist.

Falls du nicht zufällig über eine Pilotenlizenz verfügst (für die man übrigens mindestens 17 Jahre alt sein muss), musst du eine Drohnenfluglizenz erwerben. Die Prüfung kannst du bei vom Bundesverkehrsministerium beauftragten Luftsportverbänden oder -vereinen ablegen.

Zum Fliegen einer großen Drohne von 5 Kilo Gewicht oder mehr benötigst du nicht nur den Kenntnisnachweis, sondern auch eine Aufstiegserlaubnis der Luftfahrtbehörde in deinem Bundesland. Eine solche Erlaubnis brauchst du auch dann, wenn du deine Drohne nachts fliegen lassen möchtest – und zwar unabhängig vom Gewicht.

Wo ist Drohnenfliegen erlaubt und wie hoch darf eine Drohne fliegen?

Keine Sorge – du darfst deine Drohne nicht nur im eigenen Garten fliegen lassen. Einige Dinge gibt es aber zu beachten, wenn du deinen Multicopter über die eigenen Grundstücksgrenzen hinausbewegst. Generell gilt: Du darfst deine Drohne nur in Sichtweite fliegen. Bei uneingeschränkter Sicht sind das ca. 200 bis 300 Meter. Die Flughöhe darf maximal 100 Meter betragen.

In bestimmten Zonen gilt ein Drohnenflugverbot: So darfst du etwa in Wohngebieten deine Drohne nicht fliegen lassen, wenn sie über 0,25 Kilo wiegt, Fotos, Videos oder Tonaufnahmen machen kann oder Funkempfang hat. Auch über Menschenansammlungen, Unglücksstellen, Naturschutzgebieten, Industrie- und Militäranlagen, Gefängnissen, Krankenhäusern und weiteren sensiblen Orten gilt ein Drohnenflugverbot.

In der Nähe von Flughäfen ist das Fliegen von Drohnen besonders gefährlich, da sie auf dem Radar nicht sichtbar sind. Auch Kontrollzonen unterliegen deshalb einem strikten Drohnenflugverbot. Die Deutsche Flugsicherung erlaubt allerdings bei einem Abstand von 1,5 Kilometern zur Flugplatzbegrenzung, Drohnen bis zu 5 Kilo in bis zu 30 Metern Höhe zu fliegen.

Ausnahmegenehmigungen durch die Landesluftfahrtbehörde bzw. durch die jeweiligen Grundstückseigentümer oder Anlagenbetreiber sind bei allen Flugverbotszonen prinzipiell möglich. Wer mit seiner Drohne die Flughöhe von 100 Meter überschreiten möchte, benötigt ebenfalls eine behördliche Ausnahmeerlaubnis.

Wenn du auf Nummer sicher gehen willst, kannst du einen zugelassenen Modellflugplatz mit Aufstiegserlaubnis besuchen. Hier benötigst du keinen Kenntnisnachweis und darfst deine Drohne sogar in über 100 Metern Höhe fliegen. Die Plakette mit Name und Adresse müssen allerdings auch Drohnen tragen, die nur auf dem Modellflugplatz geflogen werden.

FPV-Fliegen: Actionflug mit Videobrille

Ein immer beliebter werdendes Hobby ist das Drohnenfliegen mithilfe von Videobrillen oder Bildschirmen: Eine Flugdrohne mit Kamera überträgt ein Live-Video des Flugs, sodass der Pilot diesen am Boden mitverfolgen kann, als wäre er selbst an Bord. Diese Art, eine Drohne zu fliegen, wird auch als FPV-Fliegen bezeichnet; die Abkürzung steht für „first person view“.

Insbesondere wenn du gerne fotografierst oder filmst, eröffnet dir das FPV-Fliegen ganz neue Möglichkeiten. Allerdings gilt: Bei FPV-Flügen darfst du deine Drohne in maximal 30 Meter Höhe fliegen. Falls sie über 0,25 Kilo wiegt, benötigst du zudem einen Flugpartner: Er muss die Drohne jederzeit im Auge behalten und dich auf mögliche Gefahren hinweisen.

Interessant, falls du darüber nachdenkst, deine Drohne gewerblich zu nutzen – etwa, um mit dem Verkauf von Drohnenvideos oder -fotos Geld zu verdienen: Gewerblich genutzte Drohnen benötigen keine gesonderte Betriebserlaubnis mehr. Stattdessen gelten nun dieselben gewichtsabhängigen Regelungen wie für private Drohnen.

Mit diesen Tipps sollte die Bahn frei sein für einen sicheren Drohnenstart. Wir wünschen schon mal guten Flug und viel Spaß!

Das Wichtigste zur Drohnenflugordnung

  • Seit dem 1. Oktober 2017 gibt es eine neue Verordnung des Bundesverkehrsministeriums
  • Drohnen mit einem Gewicht über 0,25 Kilo benötigen eine Plakette mit Besitzername und -anschrift.
  • Ab 2 Kilo Gewicht musst du mindesten 14 Jahre alt sein und eine Drohnenfluglizenz erwerben.
  • Für Drohnen über 5 Kilo und Nachtflüge ist eine Aufstiegserlaubnis über 5 kg notwendig.
  • Die maximale Flughöhe beträgt 100 Meter.
  • Auf Modellflugplätze benötigst du keine Nachweise und kannst auch über 100 Meter fliegen.

Foto:©Shutterstock/Dmitry Kalinovsky

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