26. Januar 2018

DIY: 3D-Drucker selber bauen

Ersatzteile, Deko und mehr –3D-Drucker machen es möglich. Neuerdings kannst du 3D-Drucher selber bauen.

DR_Titelbild_3D_Drucker

Der 3D-Druck hat die Herstellung von Prototypen, Modellen und Ersatzteilen revolutioniert. Daher kommt das Verfahren heutzutage in vielen Branchen zum Einsatz, zum Beispiel in der Medizin, der Automobilindustrie und in der Luft- und Raumfahrtindustrie. Auch Künstler haben den 3D-Druck für sich entdeckt.

Inzwischen sind 3D-Drucker auch für Privatanwender erschwinglich geworden. Es gibt Einsteigergeräte, die nur wenige Hundert Euro kosten; für ein hochwertiges Produkt musst du aber eine vierstellige Summe auf den Tisch legen.

Günstiger und auch interessanter ist die Möglichkeit, einen 3D-Drucker selber zu bauen. Dafür gibt es im Internet zahlreiche 3D-Drucker-Bausätze, die nicht nur günstiger in der Anschaffung sind, sondern auch das Maker- und DIY-Herz höher schlagen lassen.

Für Bastelfreunde: 3D-Drucker-Bausätze

Wer sich einen 3D-Drucker holen möchte, muss nicht unbedingt viel Geld ausgeben. Mittlerweile gibt es zahlreiche Anbieter von Bausätzen für 3D-Drucker. Diese beinhalten alle Bauteile, vom Metallgerüst bis zum Druckkopf, die für einen 3D-Drucker Marke Eigenbau nötig sind. Je nach technischen Fähigkeiten und Bausatz kannst du damit deinen 3D-Drucker selber bauen.

Welches Kit das geeignete ist, muss jeder individuell entscheiden. Wie groß soll der Bauraum für deine zukünftigen Werke sein? Aus welchem Material soll dein Drucker bestehen? Soll er ein beheiztes Druckbett haben oder nicht?

Das Angebot hinsichtlich der Ausstattung ist vielfältig und die Preisspanne weit. Wer sich erst einmal mit dem Verfahren vertraut machen möchte, ist mit einem günstigen Bausatz gut beraten. Fortgeschrittene und Profis können auch zu teureren Kits greifen.

Je nach Hersteller haben sich zudem zahlreiche Communitys im Internet gebildet, die dich beim Aufbau deines Geräts unterstützen.

Doch auch ohne Bausatz kannst du einen 3D-Drucker selber bauen. Im Internet findest du Ideen und Konstruktionspläne. Die Einzelteile dafür erhältst du in Bau- und Eisenwarenmärkten sowie im Elektrofachhandel.

Mit RepRap zum eigenen 3D-Drucker

Ein interessantes Open-Source-Projekt ist „RepRap” (Replicating Rapid-Prototyper), mit dem es ebenfalls möglich ist, einen 3D-Drucker nach Anleitung selber zu bauen.

RepRap ist zwar kein Hersteller von 3D-Druckgeräten, jedoch hat das Projekt schon verschiedene Modelle hervorgebracht. Diese können mithilfe der zur Verfügung stehenden Website-Anleitungen von jedem nachgebaut werden.

Hast du erst einmal einen RepRap-3D-Drucker selber gebaut, ist dieser zudem in der Lage, nahezu die Hälfte aller dafür benötigten Bauteile zu reproduzieren, um ein weiteres Gerät zu konstruieren.

Um einen RepRap selber zu bauen, benötigst du jedoch viel handwerkliches Geschick und technisches Know-how. Einfacher geht es dann doch mit einem 3D-Drucker-Bausatz.

Unentdeckte Möglichkeiten: 3D-Druck für zu Hause

Ein 3D-Drucker ist auch im eigenen Zuhause nützlich, um Gegenstände selber zu drucken. Das funktioniert ganz einfach:

  • Als Material für das dreidimensionale Drucken dient das Filament, ein thermoplastischer Kunststoff, der als Draht auf Rollen aufgewickelt ist. Je nach Druckertyp verwendet man auch andere Rohstoffe für den 3D-Druck, zum Beispiel spezielles Kunststoffpulver.
  • Über USB oder SD-Karte wird die 3D-Druckvorlage an den Drucker gesendet.
  • Das Material wird erhitzt und über den Druckkopf zähflüssig in dünnen Schichten auf einer am Drucker befindlichen Hebebühne in der gewünschten Form aufgetragen.
  • Ist das Modell fertig, muss es noch trocknen.

Ob Ersatzteile, Spielzeug, Dekorationen, Werkzeuge oder Haushaltsgegenstände – deiner Fantasie sind beim 3D-Druck keine Grenzen gesetzt. Zudem gibt es die Rohstoffe in vielen unterschiedlichen Farben, was deine 3D-Kunstwerke farbenfroher und noch individueller macht.

Zahlreiche 3D-Druckvorlagen erhältst du zum Beispiel bei Thingiverse oder MyMiniFactory.

3D-Druckvorlagen selber erstellen

Möchtest du deine eigenen Kreationen mit einem 3D-Drucker verwirklichen, benötigst du eine spezielle Modellierungssoftware, ein CAD-Programm. Professionelle Software ist sehr teuer und für den privaten Gebrauch wohl etwas zu viel des Guten.

Jedoch findest du auch kostenfreie Programme, mit denen du – nach einer Einarbeitungszeit – tolle Resultate erzielst. Ein wenig technisches Know-how ist allerdings von Vorteil.

Die Open-Source-Software FreeCAD bietet zahlreiche Funktionen, mit denen du deine 3D-Druckvorlagen selber gestaltest. Es ist mit allen Betriebssystemen kompatibel und kann die für den 3D-Druck relevanten Dateiformate wie STL verarbeiten.

Möchtest du deine eigenen kleinen Skulpturen zaubern, ist das Programm Sculptris die ideale Wahl. Auch als Anfänger kannst du deine Kunstwerke als 3D-Druckvorlage sehr detailreich gestalten und ausdrucken.

3D-Druck-Service nach Bedarf

Du brauchst ein Ersatzteil für deine Kaffeemaschine oder hast eine Spielfigur deines Lieblingsbrettspiels verloren? Kein Grund, gleich teure Neuanschaffungen zu machen. Dank der 3D-Druck-Technologie kannst du kleine Dinge einfach nachbauen.

Dafür ist nicht gleich ein 3D-Drucker im eigenen Haushalt nötig. Mittlerweile gibt es diverse Dienstleister im Internet und im stationären Handel, die deine Modelle in 3D ausdrucken. Meist benötigst du nur die entsprechende 3D-Druckvorlage und schon kann es losgehen. Ist die Vorlage fehlerhaft, helfen die Mitarbeiter gerne weiter.

Foto: ©Shutterstock/wsf-s

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