18. Oktober 2017

Animojis: Die Zukunft der Emojis?

Animojis verwandeln iPhone-Nutzer in Tiere und Aliens. Die TrueDepth Kamera im iPhone X macht es möglich.

DR-Titelbild-Animojis

Mit Spannung die Vorstellung der neuen iPhones auf der Apple-Keynote im September 2017 erwartet worden. Obwohl vieles schon vorher durchgesickert war, freuten sich Freunde technischer Spielereien vor allem über ein neues Feautures: Animojis. Die neue 3D-Gesichtserkennung im iPhone X macht es möglich.

Was sind Animojis?

Die neuen animierten Emojis, die mit dem neuen iPhone X und mit iOS 11 eingeführt werden, sollen das Kommunizieren mit Familie und Freunden noch unterhaltsamer machen. Mit Animojis verwandelt Apple Nutzer in Tiere, Roboter oder dergleichen. Ermöglich wird das neue Feature durch die TrueDepth Kamera im iPhone X.

Über die Frontkamera wird das Gesicht in 3D eingescannt und das Smartphone via Face ID entsperrt. Dieser Gesichtsscan, der über 50 verschiedene Muskelbewegungen erfasst und analysieren kann, wird auch für die Animojis genutzt. Auf diese Weise lässt sich die eigene Mimik spiegeln und mit Freunden über iMessage teilen. Zwölf Animojis stehen dabei zur Wahl. So verwandelst du dich für Freunde und Familie in ein Tier, beispielsweise ein Huhn oder ein Fuchs. Aber auch Alien oder Einhorn sind möglich.

Mit Animojis die Muskeln spielen lassen

Die Mimik wird dabei in Echtzeit getrackt. Auch ein breites Grinsen, Augenzwinkern oder ein wütender Blick sollen mit einem hohen Detailgrad auf das Animoji übertragen werden. Angeblich erkennt die Gesichtserkennung auch Mundbewegungen korrekt und lässt die Animojis das Gesagte lippensynchron wiederholen.

Noch nicht sicher ist, ob die animierten Emojis auch über andere Messenger-Dienste wie WhatsApp verschickt werden können. Apple hat bislang offen gelassen, ob das Feature exklusiv über iMessage nutzbar und damit iOS-Nutzern vorbehalten ist.

Die dunkle Seite der Animojis

Vor der niedlichen wirkenden Spielerei aus Cupertino warnt aber so mancher Datenschützer. Animojis nutzen dieselbe Technik wie die Gesichtserkennung Face ID, mit der sich das Telefon entsperren lässt. Apple wirbt damit, dass sie sicherer sein soll als Identifikation per Fingerabdruck. Die Falschakzeptanzrate liege bei 1:1.000.000, beim Fingerabdruck bei 1:10.000.

Datenschützer kritisieren an der Gesichtserkennung vor allem das Sammeln biometrischer Daten. Auch wenn Apple versichert, dass alle Daten aus der Gesichtserkennung nur auf dem Smartphones gespeichert werden und nicht auf Cloud-Servern des Konzerns, vertraut nicht jeder dieser Aussage.

Hinzu kommt Kritik am Verfahren. Schon heute gibt es Anwendungen, die durch Face-Tracking Emotionen und Krankheiten erkennen. In China wird die Technik genutzt, um Straftaten vorauszusagen, und Wissenschaftler in Stanford wollen damit gar die politische und sexuelle Orientierung erkennen können.

Was in einer Demokratie vielleicht noch leidlich erträglich ist, birgt in anderen Ländern großes Gefahrenpotenzial, zum Beispiel dort, wo Homosexualität bestraft wird und politische Meinungsfreiheit ein Fremdwort ist. So mancher Kritiker vergleicht die Technik gar mit der Schädelvermessung der Kolonialherren im 19. Jahrhundert.

Zwar lässt sich die Gesichtserkennung im neuen iPhone genauso abschalten wie die Fingerabdruckerkennung oder Lauschfunktion der Sprachsteuerung, aber die Bequemlichkeit obsiegt vermutlich bei vielen Smartphone-Nutzern.

Redaktion

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