05. November 2018

Haarige Wohltäter im Movember

Alle Jahre wieder steigt die Schnäuzerdichte im vorletzten Monat des Jahres an – dem Phänomen Movember sei Dank.

DR_Titelbild_Movember

An Schnurrbärten scheiden sich die Geister. Während die einen am liebsten jeden Schnurrbart, den sie sehen, an Ort und Stelle abrasieren würden, macht für die anderen ein haariger Balken das Gesicht erst vollkommen.

Im Movember (Moustache + November) sollte aber jeder Schnurrbartträger unterstützt werden. Denn in diesem Monat sprießen die Oberlippenhaare oft für einen guten Zweck. Immerhin belegt der Schnauzbart mittlerweile Platz 3 der beliebtesten Haarwuchsformen:

Infografik: Die beliebtesten Bartformen 2017 | Statista Mehr Infografiken finden Sie bei Statista

Aufmerksamkeit für (echte) Männerprobleme

Zwei Typen treffen sich auf ein Bier, spinnen herum und am Ende haben sie einen irrwitzigen Plan: Sie wollen Lobbyarbeit für Schnurrbärte machen. So oder so ähnlich ging es mit der Aktion Movember los. Im Jahr 2003 hatten die Australier Travis Garone und Luke Slattery die Idee, Schnurrbärte wieder salonfähig zu machen. Denn zu Beginn der 00er-Jahre waren diese fast vollkommen von der Bildfläche verschwunden.

Ihre Idee verbanden die beiden mit einer Wohltätigkeitsaktion. Sie wollten auf Männergesundheit im Allgemeinen und Prostatakrebs im Besonderen aufmerksam machen und fleißig Spenden sammeln. Das Ganze sollte im November stattfinden. Sie entwarfen ein Logo, stellten ein paar Regeln auf und schickten eine E-Mail an ihre Freunde. Im ersten Jahr konnten sie 30 Unterstützer („Mo Bros“) von ihrer Idee überzeugen.

Im Jahr darauf waren es schon 480, 2005 knapp 10.000 und so entwickelte sich der Movember zu einem weltbekannten Phänomen mit weltweit über 5.2 Millionen Mo Bros und Mo Sistas. Die Initiative wird mittlerweile professionell von der Movember Foundation betrieben.

Wie wichtig es ist, sich mit dem Thema Prostatakrebs auseinanderzusetzen und zur Vorsorge zu gehen, zeigt allein schon die folgende Statistik: Rund 15 Prozent aller Krebsdiagnosen bei Männern entfallen auf Prostatakrebs.

So wirst du zum Mo Bro oder zur Mo Sista

Die wichtigste Regel heißt natürlich „wachsen lassen“, oder ankleben, wenn der Bartwuchs einfach zu wünschen übrig lässt. Denn die Movember Foundation sieht explizit vor, dass alle Geschlechter mitmachen können.

Mit einem mehr oder weniger schicken Schnäuzer ist das Projekt aber noch nicht erledigt. Du solltest ebenso aktiv auf das Thema Männergesundheit aufmerksam machen. Das kann zum Beispiel bedeuten, dass du auf die Wichtigkeit von Krebsvorsorge aufmerksam machst sowie Erkrankungen wie Prostatakrebs oder auch Depressionen bei Männern offen ansprichst. Beim „starken Geschlecht“ werden diese Themen nämlich nach wie vor viel zu oft tabuisiert.

Darüber hinaus kannst du natürlich auch für Einrichtungen spenden, die sich in irgendeiner Form für Männergesundheit einsetzen, und andere zum Spenden anregen. Wer will, kann das über die Website der Movember Foundation in Angriff nehmen. Die Stiftung arbeitet zum Beispiel mit Einrichtungen wie dem Förderverein „Hilfe bei Prostatakrebs“ zusammen. Auf der Seite werden auch andere Aktionen wie „Move for Movember“ präsentiert und Ranglisten mit erfolgreichen Spendeneintreibern geführt.

Styleguide zum Movember

Portrait von Albert Einstein mit seinem berühmten Schnäuzer.

Für alle, die unsicher sind, wie sie ihren Schnäuzer wachsen lassen sollen, haben wir eine Typologie mit berühmten Vorbildern aufgestellt:

  • Der Busch: Dieser Schnäuzer ist eher bei älteren Herren beliebt. Die Barthaare lässt du einfach wachsen, bis die Oberlippe hinterm Busch verschwindet. Besondere Herausforderung: den Schnäuzer sauber halten. Stolzer Buschträger war Albert Einstein.
  • Das Hufeisen: Diesen Oberlippenbart lässt du an den Seiten über die Mundwinkel hinaus wachsen. Der Kinnbereich wird natürlich sauber ausrasiert! Berühmter Träger ist Hulk Hogan. In der buschigen Variante wurde der Oberlippenbart auch als Walrossbart von Ex-Handballbundestrainer Heiner Brand berühmt gemacht.
  • Die Zündschnur: Sobald die Länge es erlaubt, werden die Barthaare mit Gel gezwirbelt. Ausrichtung und Form sind frei wählbar: kreisförmig, nach oben oder zur Seite zeigend, gewellt, links und rechts in unterschiedliche Richtungen ausgerichtet. Jede der genannten Varianten wurde von Salvador Dalí
  • Der Strich: Dieser Schnurrbart wird von Experten auch Menjou-Bärtchen genannt. Er wird schmal getrimmt, die Lippen liegen frei; häufig wird er zu den Seiten hin spitzer und in der Mitte geteilt. Eigentlich galt diese Variante als ausgestorben, wurde zuletzt aber gerade in deutschen Großstädten häufiger gesichtet. Der Strich wurde mit besonderer Akkuratesse von Hollywoodlegende Clark Gable getragen.

Foto: ©Shutterstock/Morocko

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