08. April 2017

Videoüberwachung im öffentlichen Raum

Auch das ist ein Teil der Digitalisierung: Die Videoüberwachung öffentlicher Orte polarisiert wie eh und je.

Videoueberwachung.jpg

Die Kameras und die Sicherheit: Was sind die Fakten, was die Argumente? Das kommt darauf an, wie man auf die Sache sieht. Denn wie der Name „Sicherheitspolitik“ schon sagt, ist die politische Denkrichtung entscheidend.

Die eher Konservativen möchten die öffentlichen Plätze vor allem sicher wissen. Sie weisen darauf hin, dass gerade in der letzten Zeit viele spektakuläre Fälle von Mord und Totschlag nur dank Videoüberwachung überhaupt an die breite Öffentlichkeit drangen. Und Täter sich durch den Öffentlichkeitsdruck stellten oder gestellt wurden. Dafür, so der Tenor, sei man auch bereit, sich öffentlich erfassen und speichern zu lassen. „Wer nichts Böses im Schilde führt, hat nichts zu befürchten“, wird dabei oft gesagt. Kurz: Sie fürchten den Straftäter mehr als den überwachenden Staat.

Die eher Progressiven sehen es anders herum: Sie fürchten den Straftäter oft weniger als den Staat. Die Taten selbst könne eine Kamera eh nicht verhindern – jedoch könnten Staat und Politik mit den Bildern der Bürger Freiheiten einschränken, wie das Recht am eigenen Bild oder Anonymität. Wieder andere Progressive sorgen sich um Minderheiten wie Bettler, Junkies oder Dealer, die sie nicht vertreiben möchten. Zumal die Kriminellen nicht ganz verschwänden, sondern sich lediglich unüberwachte Plätze suchten.

Die Macht der Bilder

Als dritte Interessensgruppe in diesem Streit fungieren die Medien. Sie wissen um die Macht der Bilder und befürchten eine Verurteilung von Tätern und auffallenden Tätergruppen in der öffentlichen Meinung. Geleakte Überwachungsvideos zeigen die ansonsten nicht genannten und selten beschriebenen Täter deutlich und werden in den Netzwerken verbreitet, wie im Fall der Berliner Treppen-Treter. Dabei kochen die Emotionen immer wieder hoch und die Unsicherheit wächst.

Gerade der Vorfall in Berlin gibt dabei allen Seiten irgendwie recht: Die Überwachung führte zur Feststellung der Täter – verhinderte aber nicht die zahlreichen Trittbrett-Angriffe auf Frauen. Darüber hinaus sah man, wie der Staat die Kontrolle über die Bilder verlor, denn das besagte Video war nicht für die Fahndung freigegeben, ein anonymer Behördenmitarbeiter stellte es sechs Wochen nach der Tat ins Internet. Möglicherweise aus Frust.

Verfahrene Situation. Sicher braucht der Staat funktionierende Werkzeuge, um seiner wichtigsten Aufgabe nachzukommen: die Sicherheit seiner Staatsbürger zu garantieren. Andererseits besteht „der Staat“ genau wie „die Regierung“ eben auch nur aus Menschen. Gute und schlechte, fähige und unfähige, wohlmeinende und böswillige. Wem möchte man welches Werkzeug in die Hand legen?

„Wer die Freiheit der Sicherheit opfert, verliert am Ende beides“ – so heißt es sehr oft. Wobei es leider umgekehrt genau so richtig ist.

Foto © Pixabay / 3dman_eu

Nik

Hamburger Jung mit dem Mundwerk am rechten Fleck. Als Onliner lang in der digitalen Szene unterwegs und mit Jungunternehmern verquickt.

Mein mobilcom-debitel

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zu Mein mobilcom-debitel
  

040 / 55 55 41 441

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

040 / 55 55 41 000

Mo - So08:00 - 22:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr

040 / 55 55 41 545

Mo - Fr09:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr
  

Kontakt per E-Mail

Kontaktiere uns ganz einfach per E-Mail.

digitalrepublic@md.de
  

mobilcom-debitel auf facebook

facebook.com/mobilcomdebitel/

PopUp Store auf facebook

facebook.com/digitalrepublic.awesome
  

mobilcom-debitel auf twitter

PopUp Store auf twitter

  

mobilcom-debitel auf youtube

youtube.de/user/Mobilcomdebitel
  

mobilcom-debitel auf instagram

instagram.com/mobilcomdebitel

PopUp Store auf instagram

instagram.com/digital_republic