09. März 2017

Trend 2017: Gesichtserkennung

Keine lästigen Passwörter oder Chipkarten mehr: In Zukunft könnt ihr mit einem Lächen bezahlen!

Gesichtserkennung 500

In China wird Minority Report schneller Wirklichkeit als im Rest der Welt. Das liegt in erster Linie und vor allem daran, dass die Datenschutzgesetze und Regelungen zur Privatsphäre da etwas lockerer genommen werden – im Vergleich zu Deutschland.

Neben einer florierenden Startup-Kultur profitiert vor allem der chinesische Staat von diversen Entwicklungen, die auch der Überwachung zu Gute kommen können. Eines dieser neuen Unternehmen ist Face++.

Die Software von Face++ wird schon jetzt eingesetzt, um Passwörter für den Online Bezahldienst Alipay zurück zu setzen. Aber eines der spannendsten Features ist "Smile to pay" – von Jack Ma, Gründer von Alibaba, 2015 auf der CeBIT vorgestellt.

Bezahlen mit einem Lächeln

Unter dem Namen kann man sich direkt vorstellen, was passiert: Statt Bargeld oder einer Kreditkarte wird das eigene Gesicht für Bezahlvorgänge genutzt.

Auf der CES Anfang Januar wurde bereits gezeigt, wie sich Ant Financial, ehemals Alipay und Teil der Alibaba Gruppe, den Shop der Zukunft vorstellt.


Neben dieser revolutionären Idee das Einkaufserlebnis zu verkürzen und gleichzeitig jeden Kauf eindeutig verorten zu können – hallo Privatsphäre –, wurden in China in der letzten Zeit diverse Anstrengungen unternommen, Gesichtserkennung als Tool zu implementieren.

Gesichtserkennung im Hotel

Im historischen Städchen Wuzhen dient die Gesichtserkennung dem Zweck der Identifikation von Hotelgästen, die länger auf dem Gelände untergebracht sind. Sie kommen per Gesichtsidentifikation durch die Ticketkontrolle, was vor allem Betrug und Mehrfachnutzung vorbeugen soll.

Genau wie bei Face++ ist die Grundlage dieser Technologie in den meisten Fällen ein in einem Account hinterlegtes Foto, mit dem das gescannte Gesicht abgeglichen wird. Der Schutz dieser Datenmengen an Gesichtern obliegt aktuell dem jeweiligen Unternehmen, das eine solche Lösung implementiert und es dürfte nicht all zu lange dauern, bis biometrische Fotos durch Hacks genau so im Web zirkulieren, wie Emailadressen und Passwörter.

Zwei Dinge sind uns nachhaltig bei dem Spotting dieser Entwicklung im Gedächtnis geblieben:

1. Face++ bietet Interessenten einen kostenlosen Account zur Nutzung ihrer Gesichtserkennung an. Natürlich ist dieser beschränkt, was die hinterlegte Datenmenge und die Verarbeitungszeit angeht, aber kaum etwas treibt Breitenadaption so voran wie freier zugängliche Software. Für kleine Unternehmen, die nur den Zugang zu Geschäftsräumen biometrisch verschließen wollen, eine mögliche Lösung.

2. Alle Lösungen, die wir aktuell sehen, brauchen nur noch Tablets oder Smartphones! Vorbei die Zeiten von riesigen Rechenmaschinen, die kaum untergebracht werden konnten. Was das an Möglichkeiten zur Implementation im Handel erschließt, ist noch gar nicht auszudenken.

Anbieter von mobilen Technologien und deren Zweitnutzung sollten ein Auge auf die Entwicklung von Gesichtserkennungstechnologien auch abseits der Überwachung haben. Deutschland mag eine Hochburg der Privatsphäre sein, aber die Technologie findet auch durch Schlupflöcher Einlass in die alltägliche Nutzung. So kann das Surface Pro von Windows schon per Gesichtsabgleich entsperrt werden.

Learning: Wird Gesichtserkennung die Lösung sein, die Passwörter und Pincodes endgültig obsolet macht? Gut möglich, wenn es auf einer derart breiten Basis wie aktuell in China voran getrieben wird. Während wir uns bei der flöten gehenden Privatsphäre an die Schläfen fassen, wird da einfach gemacht.

Die goldene Mitte wäre eine Gesetzgebung, die ähnlich agil agiert, wie die Technologieunternehmen, die sie herausfordern, damit sich beides nebeneinander entwickeln kann.

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SEE MORE, Trendsucher und -finder aus Hamburg mit Mitarbeitern in 50 Metropolen weltweit. Getrieben von der Frage: Was will der Kunde?

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