25. Januar 2017

Masterplan für den vernetzten Patienten

Mit dem eHealth Gesetz will die Bundesregierung Mediziner und Patienten digital zusammenführen.

Ehealth Gesetze 500

Es gibt noch Inseln der Handschriftlichkeit. Manchmal keine schönen. Die Arztschrift steht sprichwörtlich für die in Eile hingeworfene Notiz, deren Entzifferung selbst Graphologen schwer fällt.

Allerdings gehört sie zu den aussterbenden Vertretern der Gattung Schreibschrift. So will es das eHealth Gesetz, das am 1. Januar 2016 das Licht der Welt erblickt hat. Und wie jedes neugeborene Gesetz ist es mit Jubel und Wehklagen begrüßt worden. Wir erklären euch warum.

Moderne Herkulesaufgaben

Das eHealth Gesetz hat einen Mittelpunkt seiner Nutzanwendungen: den Patienten. Im Krankheitsfall soll euch schneller, unbürokratischer und umfassender geholfen werden.

Und das bei gleichzeitiger Transparenz und Datensicherheit. Und Selbstbestimmung. Befinden wir uns vor der Quadratur des Kreises? Der Gesetzgeber sagt: Nein. Aber er beziehungsweise die von ihm beauftragte "Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte" (gematik) hat sich eine Herkulesaufgabe vorgenommen.

Und zwar mit kurzen Fristen: Bis Ende 2018 sollen alle am Gesundheitswesen Beteiligten reibungslos vernetzt sein und die Voraussetzungen für die elektronische Patientenakte stehen.

Wider die babylonische Datenverwirrung

Alle am medizinischen Prozess beteiligten Personen und Institutionen sollen sich in Zukunft datenschnell austauschen können. Ein edles Ziel. Aber vor sein Erreichen haben die Götter viel Schweiß gesetzt.

Damit keine babylonische Datenverwirrung herrscht, müssen die IT-Systeme kommunizieren können. Die gematik arbeitet mit Hochdruck an einem Interoperabilitätsverzeichnis. Das muss sie auch, denn die Deadline des Gesetzgebers läuft am 30.6.2017 ab.

Der Gläserne Patient und seine Schutzwälle

Nach Meinung skeptischer Patienten und Parteien steht der "Gläserne Patient" vor der Tür, schutzlos "Verwertern" und unberechtigten Außenstehenden ausgeliefert.

Gläsern sollen eure Daten aber nur für medizinische Betreuer sein. Wie viel Input ihr eurer elektronischen Gesundheitskarte gebt, entscheidet ihr selbst. Wenn ihr zu den Leuten gehört, die mit Fitnessarmbändern durch die Gegend rennen, könnt ihr die Daten und andere Vitalzeichen in einem elektronischen Patientenfach hinterlegen.

Jedenfalls ab Ende 2018, wenn Gott und die gematik will. Das Auslesen durch fremde Personen, sprich Ärzte, Zahnärzte, Therapeuten, Apotheker, funktioniert nach dem Zwei-Schlüssel-Prinzip: Es braucht den elektronischen Heilberufsausweis plus die elektronische Krankenkarte plus den PIN. Der Zugang zum Gläsernen Patienten ist gut bewacht.

Auf der Datenautobahn zur Selbstbestimmung

Das eHealth Gesetz kann ins Gelobte Land einer ganzheitlicheren und selbtbestimmteren Patientenversorgung führen. Habt ihr im Zeitalter der konventionellen Patientenakte versucht, Einsicht in eure Behandlungsdaten zu nehmen?

Manche Mediziner reagieren darauf wie auf ein Eigentumsdelikt. Die elektronische Patientenakte muss euch jederzeit Rede und Antwort stehen. Freie Fahrt auf der Datenautobahn.

Schauen wir uns die Sache aus der Perspektive der medizinischen Helfer an. Ein Notarzt muss schnelle Entscheidungen treffen. Er muss Medikamente geben, Bluttransfusionen legen.

eHealth: Schneller, besser,leichter

Wenn er überlebenswichtige Daten wie Blutgruppe oder Vorerkrankungen rasch auslesen kann, wird er dem Verunglückten besser helfen können. Ab 2018 soll laut eHealth Gesetz der Medikationsplan auf der elektronischen Gesundheitskarte gespeichert sein. Diese Transparenz wird tödliche Medikamenten-Wechselwirkungen verhindern helfen.

Zugriffsrechte wahrnehmen oder Blutzuckerwerte übermitteln mit dem Smartphone? Vielleicht ein Foto des eigenen Rachenraums transferieren und ein Rezept gegen Halsentzündungen empfangen?

Die gematik bezieht die moderne Universalfernbedienung Smartphone in ihre Überlegungen mit ein. Der Zugang zum Gläsernen Patienten braucht also Rundumschutz. Das eHealth Gesetz wird dem Gesundheitswesen viel Gutes bringen. Aber es muss solide Brücken und starke Wälle bauen.

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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