02. März 2017

E-Highway: Alternative Antriebe für den LKW

Elektrifizierung des Straßengüterverkehrs: effizient, ökonomisch und umweltschonend, aber auch realisierbar?

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Für den elektrischen Antrieb spricht vieles. Und viele: Kaum ein Politiker, kaum ein Medium, kaum ein Unternehmen lässt sich die Gelegenheit entgehen, sich als fortschrittlich, umweltbewusst und nachhaltig zu präsentieren. So gut wie alle, deren Meinung zählt, sind sich einig: Der E-Antrieb muss her.

In dieser Situation wundert es nicht, dass die Pläne zur Elektrifizierung des Straßenverkehrs weitaus phantasievoller wachsen als die tatsächlichen Erfolge der Technologie. Einer der neueren Pläne kann man so zusammenfassen: E-Antrieb für LKW. Oder – wo das nicht möglich ist – zumindest alternative Antriebe wie Gas.

Ein komplexes, schwieriges Unterfangen

Die Hürden sind hoch – deutlich höher noch als bei der Elektrifizierung eines PKW. Sie beginnen bei der Strukturierung eines Verteilernetzes, also dem Umbau oder Neubau von Tank- bzw. Ladestellen. Flüssigerdgas jedoch ist rund ein Viertel weniger energieeffizient als Diesel, außerdem machen alleine schon die Gastanks einen LKW um über 200 Kilo schwerer. Das bedeutet, das Verteilernetz müsste noch engmaschiger werden.

Bei Elektrizität bzw. Hybrid wartet man fieberhaft auf die alltagstaugliche Batterie – für den PKW. Der ungleich stärkere LKW bräuchte eine Batterie, die laut Hersteller MAN um die 300.000 Euro kosten und rund sechs Tonnen wiegen müsste. Zu diesen Kosten käme noch Peripherie sowie Wartung – und die große Frage nach der begrenzten Lebensdauer. Kurz: Das Warten geht weiter.

Wer nicht warten will, denkt über Brennstoffzellen nach. Mit bis zu 15.000 Betriebsstunden ist solch eine Zelle für den PKW geeignet – für den LKW nicht.

Bleibt noch die Induktion- oder noch besser Konduktionstechnik, sprich „Fahrdraht mit Oberleitung“: Ein klassischer Verbrennungsantrieb sorgt für Mobilität auf den (kleineren) Straßen, sobald eine Oberleitung vorhanden ist (z. B. auf Haupt- oder Landstraßen), klinkt sich der LKW ein und nutzt die Elektrizität als Antrieb.

Diese Theorie wird bereits praktisch getestet, denn von allen Visionen scheint sie am greifbarsten und pragmatischten.

Wie schützt man am besten die Umwelt?

Keine Frage: Die Unabhängigkeit von Erdöl und Erdgas ist wünschenswert. Aus Umweltsicht mag noch viel Wunschdenken herrschen, dennoch ist die Kernfrage nicht mehr, OB man die Umwelt schützt, sondern WIE man es tun will. Und das ist ein großer Fortschritt der letzten 30 Jahre.

Allerdings muss man sich auch fragen, warum die Weltenrettung immer so untrennbar mit dem Automobil verbunden wird. Immerhin ist der Autoverkehr ein viel kleineres Problem als der Flugzeug- oder Schiffsverkehr.

Wenn man zum Beispiel weiß, dass die 15 größten Schiffe der Welt mit ihrem Schweröl-Antrieb die Umwelt mehr belasten als der gesamte weltweite Autoverkehr, dann muss man sich fragen, warum diese 15 Schiffe und ihre kleineren Kollegen nicht endlich auf Schiffsdiesel umgerüstet werden – oder wenigstens mit einer Filteranlage.

Ähnliches gilt für den exzessiven Flugverkehr, der einen viel höheren Schaden bewirkt – ein Urlaubs- und Rückflug belastet die Atmosphäre mehr als ein Jahr SUV-Fahren.

Die Frage muss erlaubt sein: Geht es den Entscheidungsträgern, die darüber schweigen, wirklich um die Umwelt? Hoffen wir es!

Foto © Scania CV AB

Nik

Hamburger Jung mit dem Mundwerk am rechten Fleck. Als Onliner lang in der digitalen Szene unterwegs und mit Jungunternehmern verquickt.

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