08. Februar 2017

Das Problem der Kundenbewertungen im Netz

„Fake News“ sind in aller Munde, Fake Reviews eher nicht. Dabei wimmelt das Netz vor gefäschten Kundenbewertungen.

Computer.jpg

Wer eine kleine oder größere Anschaffung plant, checkt gern mal, wie andere Kunden das Produkt bewerten. Eine großartige Sache, dass man nicht nur die Informationen des Herstellers zur Verfügung hat, sondern fundierte, echte Kritiken von Käufern. Großartig, aber leider höchst unsicher. Denn seit geraumer Zeit haben auch die Unternehmen gemerkt, wie wichtig die Bewertungen sind – und tun alles dafür, diese Bewertungen zu beeinflussen.

Die Einflussnahme kann sanft und völlig legal sein. Da wird vielleicht ein Kunde, der sich unzufrieden äußerte, vom Online-Shop oder dem Hersteller angeschrieben und überzeugt, seine Bewertung zu ändern oder zurückzuziehen. Ein kleiner Bonus, ein Sonderpreis, eine Vorzugsbehandlung kosten einen Hersteller weitaus weniger als eine vernichtende Kritik im Netz.

Da wird vielleicht ein Mitarbeiter gebeten, eine „Kritik“ fürs hauseigene Produkt zu schreiben. Illegal ist das nicht, aber ganz sauber sicher auch nicht. Und letztlich kommen sogar Agenturen ins Rennen, die sich darauf spezialisiert haben, wohlwollende „Kundenkritiken“ zu formulieren und zu plazieren.

So erkennt man Fake Reviews

Die einzige mögliche Gegenwehr ist wieder einmal die Medienkenntnis. Denn Fake Reviews kann man mit etwas Übung erkennen.

Zunächst der Absender: Hat er nur diese eine Kritik geschrieben? Oder schreibt er viel, aber ausschließlich besonders positiv? Die Chance ist hoch, dass es sich um einen Auftragsschreiber handelt.

Dann die Kritik selbst: Hat man das Gefühl, man liest eine Werbebroschüre? Klingt der Text so, wie auch die anderen User schreiben, oder sticht er heraus?

Einige Indizien für „Firmensprech“: Das Produkt wird vollständig ausgeschrieben, und zwar genau so, wie der Hersteller es tut, z.B. „Der ECOmat 400 Super TURBO“.

Es wimmelt von Superlativen und Lobpreisungen: „Der beste Staubsauger, den ich je in den Händen hatte“. Sehr selten sind dagegen die kleinen Schreib- und Tippfehler, die allen oft unterlaufen – nicht aber Profischreibern.

„Ich“ und „Wir“ kommen häufig vor, genau so wie Bezüge zu Familie und Freunden: Hier möchte vielleicht jemand einer erfundenen Geschichte mehr Glaubwürdigkeit vermitteln.

Nicht zuletzt darf man mißtrauisch sein, wenn ein Kunden nichts aber auch gar nichts verbessern würde. Wenn Design, Funktion, Preis, Haltbarkeit, Service und Technik allesamt top-super-duper sind, dann stimmt meist etwas nicht.

Tipp für kritische Geister: Einfach mal einen Teil des Textes kopieren und bei Google eingeben. Vielleicht hat der „Kunde“ diesen Text an mehreren Stellen untergebracht – auch wieder ein sicherer Hinweis auf Manipulation

Foto © Pixabay / Pexels

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

Themen dieses Artikels
Redaktion

Mein mobilcom-debitel

Änderungen und Anpassungen an Ihrem Tarif und Ihren Daten können Sie unkompliziert jederzeit über den Onlineservice durchführen.

Zu Mein mobilcom-debitel
  

040 / 55 55 41 441

Mo - Fr08:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 17:30 Uhr

040 / 55 55 41 000

Mo - So08:00 - 22:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr

040 / 55 55 41 545

Mo - Fr09:00 - 20:00 Uhr
Sa09:00 - 18:00 Uhr
  

Kontakt per E-Mail

Kontaktiere uns ganz einfach per E-Mail.

digitalrepublic@md.de
  

mobilcom-debitel auf facebook

facebook.com/mobilcomdebitel/

PopUp Store auf facebook

facebook.com/digitalrepublic.awesome
  

mobilcom-debitel auf twitter

PopUp Store auf twitter

  

mobilcom-debitel auf youtube

youtube.de/user/Mobilcomdebitel
  

mobilcom-debitel auf instagram

instagram.com/mobilcomdebitel

PopUp Store auf instagram

instagram.com/digital_republic