19. April 2017

Amazon Go vorerst gescheitert

Amazon wollte den Supermärkten Konkurrenz machen – das klappt nicht, aber nur vorerst.

Amazon GO 500

Vielleicht hat es der eine oder andere schon mitbekommen: Amazon Go, der Supermarkt des Versandriesen, gilt vorerst als "gescheitert".

Konkret heißt das laut des "Wall Street Journals", dass die Systeme derzeit nicht in der Lage sind, mehr als 20 Kunden im Laden korrekt zu tracken. Zur Erinnerung: Amazon Go sollte ein Supermarkt sein, der komplett ohne Checkout Prozess auskommt.

Beim Betreten des Retailers loggen sich Kunden per App ein und nehmen fortlaufend nach Lust und Laune aus den Regalen, was sie wollen. Am Ende verlassen sie den Supermarkt einfach und abgebucht wird genau das, was sie aus dem Laden mitnehmen.

Das Scheitern des Experiments heißt aber erstmal nur, dass die Eröffnung für die Allgemeinheit auf unbestimmt verschoben wird.Doch kann man das, was Amazon da gerade widerfährt, wirklich als Scheitern sehen?

Amazon Go verzögert sich nur

In unseren Augen ist die Verzögerung nur ein kleines Stolpern auf dem Weg, den Amazon mit meilenweitem Vorsprung vor seinen Wettbewerbern beschreitet.

Amazon hatte bereits 2014 Patente eingereicht, um den Supermarkt der Zukunft Realität werden zu lassen. Die folgenden Jahre wurden genutzt, um sich mit der Technik zu beschäftigen und diese in einen realen Prototypen zu ertesten.


Warum? In erster Linie, weil der Versandriese das Geld hat, um sich solche Experimente zu leisten. Und weil es eine Investition in die Zukunft ist.

Dass Amazon bei erfolgreichem Test rund um die Welt eigene stationäre Outlets aufbauen wird, ist nicht undenkbar. Viel wahrscheinlicher ist aber, dass Amazon sein erfolgreiches Ökosystem anderen Retailern zur Lizensierung anbieten wird.

Amazon als Aufbauhilfe?

Inhaltlich könnte man hier auch an die SkipQ App anknüpfen. Plattformen aufzubauen, die erfolgreich und stabil laufen und von anderen Interessenten lizensiert werden können, ist das Business Modell der Zukunft.

Amazon hat wenig Stärken im Verkauf von Frischeprodukten, dafür aber eine Technologiekompetenz, die im Retailsektor einzigartig ist. Den Weg, den Amazon eröffnet, können auch andere Branchen beschreiten.

Überlegung: Wo liegen die Stärken, die Kompetenzen des eigenen Unternehmens und können wir darauf eine Plattform aufbauen, die genau das bietet, was wir richtig gut können und worum uns andere beneiden?

Learning: Manchmal ist der Weg tatsächlich das Ziel. Amazon will kontaktloses Bezahlen und eine Shopper Journey etablieren, die so barrierefrei wie möglich ist. Auf dem Weg lauern Gefahren und viele Optionen. Die, die jetzt vom Scheitern sprechen, sehen die Gefahren. Die, die Optionen sehen, sitzen in der Führungsriege bei Amazon.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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