25. Juni 2018

YouTube als Streaming-Dienst

YouTube Music will Spotify und Co angreifen. Der Streaming-Dienst hat Schwächen, besitzt aber auch Potential für die Zukunft.

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Ja, genau wie Spotify ist auch YouTube Music in einer kostenlosen Variante und als kostenpflichtiges Abo verfügbar. Die Gratis-Variante von YouTube hat gegenüber der Konkurrenz aus Schweden ein entscheidendes Plus: Du kannst eine Suchfunktion nutzen, um Songs frei auszuwählen und bist nicht auf den Shuffle-Modus beschränkt.

Das klingt zunächst nach einem gewichtigen Vorteil. Die freie Auswahl ist aber mit erheblichen Einschränkungen verbunden. Zum einen werden Werbespots zwischen Songs eingespielt. Zum anderen musst du die YouTube-Music-App geöffnet haben, damit die Musik überhaupt läuft.

Zum Einstige kannst du Lieblingskünstler angeben, um den Algorithmus zu füttern

Wenn du die App verlässt oder auch nur das Display ausschaltest, verstummt auch die Musik – eine Einschränkung, mit der viele auch bei der Standard-YouTube-App hadern. Damit ist YouTube Music als kostenloser Dienst nicht wirklich mobil und für Multi-Tasking überhaupt nicht geeignet.

Die App mit vollem Funktionsumfang bekommst du für die branchenüblichen 10 Euro. Darüber hinaus gibt es aktuell (Stand 06/2018) mehr als ein Abo, mit dem du Zugriff auf YouTube Music hast:

YouTube Music Premium: 9,99 € pro Monat
YouTube Music Premium Familienabo (bis zu 6 Personen): 14,99 € pro Monat
YouTube Premium (inkl. YouTube Music und werbefreie Videos und Downloads): 11,99 € pro Monat
YouTube Premium Familienabo (bis zu 6 Personen): 17,99 € pro Monat

Funktionalität – ein Streaming-Dienst wie jeder andere

Die Entwickler von YouTube Music haben das Rad nicht neu erfunden. Eine umfassende Auswahl an Songs, Playlisten für verschiedene Kategorien und Vorschlagsfunktionen auf Grundlage von Algorithmen bilden den Kern des Musikstreaming-Dienstes. Das Konto ist über eine Mobile-App und den Browser abrufbar.

Gemäß der Google-Strategie wird die Qualität der künstlichen Intelligenz besonders hervorgehoben.

Relevante Unterschiede zu anderen Diensten gibt es aber dennoch. Wie zu erwarten war, setzt YouTube Music einen Schwerpunkt auf Videoinhalte.

  • YouTubes riesiges Videoangebot ist in die App integriert.
  • Der Wechsel vom Video-Modus in den Audio-Modus ist nur in der Premium-Variante möglich.
  • Verbindung und Weiterführung von alten YouTube-Playlisten ist möglich.
  • Die Kompressionsrate beträgt in der Premium-Variante 128 KB/s (AAC), die Norm sind in der Regel 256 KB/s. YouTube hat angekündigt, diese zu erhöhen.
  • „Smart Search“ ermöglicht die Suche nach Songs auf Grundlage von Song-Zeilen und semantischer Begriffe (z. B. für Suchbegriffe wie „Titelsong Till Schweiger Film“).
  • Der „Bibliothek“-Bereich bietet im Gegensatz zu anderen Diensten bisher keine Sortiermöglichkeiten – ein klarer Nachteil.
  • Das „Offline-Mixtape“ (nur bei Premium) lädt abhäng von Präferenzen automatisiert bis zu 100 Songs runter, um diese offline hören zu können. Auch manuelle Downloads sind möglich.

YouTube Music ist da – was wird aus Google Play Music?

Es gilt als wahrscheinlich, dass es in Zukunft nur noch YouTube Music und nicht mehr Google Play Music geben wird. Alphabet – der Konzern hinter Google und YouTube – wird kaum dauerhaft zwei derart ähnliche Dienste betreiben.

Mittelfristig dürfte YouTube Music ein Schritt in Richtung eines umfassenden Entertainment-Angebots für Audio- und Video-Inhalte sein. Mit den „YouTube Originals“ gibt es schließlich auch schon von YouTube produzierte Video-Inhalte.

Eines ist jedoch sicher – die Konkurrenz schläft nicht, und YouTube hat sich vergleichsweise lange auf seiner Stellung ausgeruht. Amazon Prime, Apple Music und Netflix sind nur einige der Wettbewerber um die Aufmerksamkeit der Zuschauer. Mit IGTV gibt es außerdem einen neuen Konkurrenten für Videoinhalte.

Das Wichtigste zu YouTube Music zusammengefasst

  • YouTube Music ist ein Streaming-Dienst, der ähnliche Funktionen wie andere Streaming-Dienste bietet.
  • Es stehen eine kostenlose Version und eine kostenpflichtige Premium-Variante zur Verfügung.
  • In der Gratis-Variante wird Musik nur dann abgespielt, wenn die App geöffnet ist. Weitere Einschränkungen sind u. a. Werbespots.
  • In Zukunft wird Google Play Music sehr wahrscheinlich eingestellt werden.

Foto: ©Shutterstock/Mind and I

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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