06. August 2018

WhatsApp: Messenger integriert Werbung

WhatsApp integriert ab 2019 Werbung im Messenger. Was bislang kein Thema war, wird in den Stories der App nun umgesetzt.

WhatsApp Werbung

WhatsApp will nicht länger auf Werbung verzichten! Ab 2019 soll die App, die inzwischen zu Facebook gehört, Werbeanzeigen auf seiner Plattform integrieren. Was unter den Gründern Jan Koum und Brian Acton noch als undenkbar erschien, soll im kommenden Jahr an den Start gehen. Dass WhatsApp auf eine Refinanzierung setzen würde, war nur eine Frage der Zeit.

Koum und Acton hatten die App WhatsApp für knapp 20 Milliarden Dollar an Facebook verkauft und diese Investition soll sich auf lange Sicht auch lohnen. Koum schrieb seinerzeit auf dem hauseigenen WhatsApp-Blog folgende Nachricht: „Sobald Werbung im Spiel ist, bist du, die Nutzerin, der Nutzer, das Produkt.“ Nach dem Ausscheiden beider Gründer folgt nun die Kehrtwende.

Wie es heißt, werden die Werbeanzeigen zunächst nur in den Stories der Facebook-Tochter platziert. Das sind die kurzen Snippets, die Snapchat damals den Erfolg gebracht haben und die dann von Facebook kopiert und an Instagram und dann WhatsApp verteilt wurden. Aktuell soll es noch kein Thema sein, die Werbung auch im Chat selber zu platzieren. 

Nutzer können Anzeigen wohl verbergen

Auch sollen die Milliarde Nutzer zunächst die Möglichkeit haben, die Anzeigen in der App abschalten zu können. Werbung also auf freiwilliger Basis. Wer Facebook kennt, weiß, dass die Unmengen an Daten dazu dienen, Werbung möglichst gezielt an Kunden ausspielen zu können. Diese Daten möchte Facebook natürlich auch auf WhatsApp übertragen.

Das war bisher nicht möglich, die neue Datenschutzverordnung bietet laut der Süddeutschen Zeitung allerdings ein Schlupfloch. Somit kommt es ab 2019 wohl zu einer ersten Testphase, in der die Werbung zunächst in den Stories erscheint, aber noch nicht in andere Bereiche Einzug erhalten soll. 

Für Facebook könnte sich diese Änderung lohnen, da der Messenger von über einer Milliarde Menschen genutzt wird und andere Messenger bis dato nur rudimentär am Erfolg von WhatsApp kratzen konnten. Immerhin, alles bleibt Ende-zu-Ende-verschlüsselt und andere Features werden weiterhin Schritt für Schritt ausgerollt.

Video: Keine Werbung geplant

Vor einigen Tagen gab es bereits eine Änderung beim Thema Video: Die WhatsApp-Funktion Gruppenchat wurde erweitert und es ist nun möglich, mit bis zu vier Personen gleichzeitig zu kommunizieren. Auch solle es bald für Unternehmen möglich sein, Kunden gezielt via einer Nachricht über einen Firmen WhatsApp-Account zu erreichen.

Wo der Weg für die WhatsApp-Nutzer hingehen wird, ist aktuell noch nicht absehbar. Ob die Anzeigen in Zukunft als Nachricht auf dem Smartphone ankommen, in Videoanrufe integriert oder beim Versenden von einem Foto auftauchen wird, ist ungewiss. Klar ist nur, dass Facebook Umsätze erzielen muss und den ersten Schritt nun gewagt hat.

Facebook generiert mit diesen Änderungen zwei neue Möglichkeiten, die Milliarden Dollar Investition zu refinanzieren. Da der Messenger-Dienst für Android, Windows Phone und das iPhone weiterhin kostenlos angeboten werden wird, musste Zuckerberg sich etwas einfallen lassen und da Facebook als Plattform gerade an Grenzen stößt, werden Instagram sowie WhatsApp ohnehin höher priorisiert.

App-Store: Nutzer warnen

Wer sich aktuell die Android-App runterladen will, wird schon vor der bald kommenden Werbung gewarnt. Die Nachricht, dass die Änderung ab 2019 in Kraft treten soll, verbreitet sich aktuell wie ein schlechter WhatsApp-Kettenbrief und ruft zornige Reaktionen hervor.

Auf der anderen Seite haben kostenfreie WhatsApp-Nachrichten dafür gesorgt, dass Smartphone-Nutzer ihre Kosten reduzieren konnten und keine SMS mehr nutzen mussten. Dazu gibt es zahlreiche Funktionen, die den weit verbreiteten Messenger nahezu unentbehrlich machen.

Wer also weiterhin ohne Kosten seine Freunde oder diverse Gruppen per Nachricht oder Video erreichen möchte, der wird in Zukunft damit leben müssen, Werbeeinblendungen in den Stories zu sehen. Ob die Anzeigen innerhalb der App weiter ausgebaut werden, wird sich nach dem ersten Testlauf dann wohl zeigen.

Gunnar

Westfale im Norden. Begeistert von Smartphones, Gadgets und technischem Firlefanz. Liebt Ska, Social Media und Journalismus. Hat einen Blog und ist auch bei Twitter zu finden.

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