01. Februar 2019

Ein Messenger: Instagram, Facebook und WhatsApp

Neues von WhatsApp: Mark Zuckerberg möchte Nachrichten von Instagram, Facebook und WhatsApp zu einem Messenger zusammenlegen.

Caschys Rückblick

Mark Zuckerberg gründete nicht nur Facebook, er erweiterte das Social Network auch strategisch mit Zukäufen. Vergleichsweise billig gab es Instagram, für Aufsehen sorgte aber die Übernahme von WhatsApp – seinerzeit für 19 Milliarden Dollar.

Wir alle wissen, wie es heute mit WhatsApp und Instagram aussieht, die beiden Dienste sind äußerst populär – was man von Facebook selbst allerdings nicht mehr so sagen kann.

Datenskandale und konkurrierende Social-Dienste sorgen dafür, dass der blaue Riese ins Wanken kommt. Natürlich nur getrennt von WhatsApp und Instagram betrachtet. Nun scheint Mark Zuckerberg neue Pläne zu haben. Gestaltet werden soll laut New York Times ein Unterbau für alle Dienste.

Facebook möchte Cross-Messaging

So soll eine dauerhaft verschlüsselte Kommunikation auch bei Nutzung des Facebook Messengers und bei Chats in Instagram möglich sein. Gleichzeitig könnte auf diese Weise aber auch Cross-Messaging ermöglicht werden. Nutzer könnten dann zum Beispiel ihre WhatsApp-Kontakte via Instagram anschreiben. In einem Statement von Facebook liest sich das so:

"Wir arbeiten daran, mehr unserer Produkte mit Ende-zu-Ende-Verschlüsselung zu versehen. Außerdem wägen wir neue Wege ab, um es leichter zu machen, Netzwerk-übergreifend mit Freunden und Familie in Kontakt zu bleiben."

Allerdings dürfte das – speziell in Europa – gar nicht so einfach zu gestalten sein. Die Übernahme von WhatsApp wurde unter bestimmten Bedingungen genehmigt. Unter anderem dürfen zum Beispiel keine aus WhatsApp gesammelten Daten der Nutzer mit deren Facebook-Account verknüpft werden.

Facebook, WhatsApp und der Datenschutz  

Und hier könnte auch die EU ansetzen. Man hat die Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) nicht umsonst auf den Weg gebracht. Angesichts von Facebooks lachsem Umgang mit Daten, den man immer wieder dann sehr deutlich sieht, wenn Skandale wie seinerzeit mit Cambridge Analytica ans Tageslicht kommen.

Angesichts der kürzlich erst bekanntgewordenen "Facebook Research App" haben Datenschützer aber allen Grund, bei Facebook ganz genau hinzuschauen. Facebook hat sich den Zugriff auf Smartphones erkauft, dafür eine App verteilt, die via Enterprise-Zertifikat von Apple ihren Weg auf iPhones – auch von Jugendlichen – fand.

Während Facebook sich diesbezüglich recht uneinsichtig zeigt und der Meinung ist, dass ja vor der Installation alles mit den Nutzern abgeklärt war – und auch Einverständniserklärungen von Eltern vorlagen –, sah das Apple ein bisschen anders und hat Facebook über Nacht die Enterprise-Zertifikate entzogen. Denn für solche Zwecke ist so ein Zertifikat, mit dem sich die Nutzung des App Stores umgehen lässt, nicht gedacht.

Das nächste WhatsApp? 

Generell wäre so eine Cross-Messaging-Funktion schon eine praktische Sache, vor allem für jene Nutzer, die eben nicht auf allen Plattformen unterwegs sind. Oma Erna hat vielleicht nur WhatsApp, Enkel Erwin treibt sich aber mehr bei Instagram rum – eine Kommunikation wäre dann dennoch möglich (jaja, es gibt noch das Telefon und SMS – aber wer nutzt das bitte?).

Man merkt Facebook an, dass es zumindest beim Social Network selbst nicht mehr ganz rund läuft. Immer öfter verweist Facebook deshalb auf zusammengeführte Zahlen von Facebook, WhatsApp und Instagram. Es ist nachvollziehbar, dass Facebook hier auf der Suche nach dem nächsten WhatsApp ist.

Das wiederum lässt sich eben am einfachsten durch die Analyse von Nutzerdaten erreichen. Je jünger die Nutzer, desto besser für Facebook, das sind wertvolle Daten für ein Unternehmen. Die lassen sich freilich auch für bestehende Dienste nutzen, nicht nur für den nächsten heiligen Gral.

Was sagt das Kartellrecht zu WhatsApp? 

WhatsApp hat in den letzten Jahren sehr viele neue Funktionen erhalten. Status-Updates, die wie die Stories bei Instagram aufgebaut sind. Aber auch Unternehmen nutzen WhatsApp heute für die Kommunikation mit dem Kunden. WhatsApp ist einfach im Laufe der Zeit zum Inbegriff für das Verschicken von Nachrichten geworden.

Andere Messenger, gerade solche, die Wert auf Privatsphäre legen, haben es da schwer. Threema ist hier ein Paradebeispiel. Ein toller Messenger, der als sicher gilt, aber nicht so recht vom Fleck kommt. Bei der Masse ist das Th(re)ema Privatsphäre wohl immer noch nicht angekommen. Da siegt die Bequemlichkeit.

"Warum soll ich einen anderen Messenger installieren, WhatsApp macht doch alles." So etwas hört man oft, wenn man sich außerhalb der technik-affinen Blase bewegt. Sicher soll WhatsApp dank Ende-zu-Ende-Verschlüsselung ja auch sein. Dass WhatsApp aber jede Menge Metadaten sammelt und sich so durchaus detaillierte Nutzungsprofile erstellen lassen, das wird gerne übersehen.

Es dürfte auch interessant werden, wie Facebook wohl reagiert, wenn die EU aus kartellrechtlichen Gründen eine solche Zusammenlegung untersagt. Vielleicht heißen die nächsten WhatsApp News dann: "WhatsApp in Europa nicht mehr verfügbar" anstatt "WhatsApp News: Nachrichten lassen sich jetzt auch an Facebook und Instagram schicken".

 

Caschy

Dortmunder im Norden. Blogger, Freund gepflegter Technik, BVB-Maniac. Auch zu finden bei Twitter,Google+ , Facebook, XING und youtube

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