30. Januar 2018

WhatsApp-Alternativen: Sicher chatten

Keine Lust mehr, von WhatsApp ausspioniert zu werden? Mit diesen Messenger-Apps chattest du ungestört mit deinen Freunden.

DR_Titelbild_WhatsApp_Alternativen

WhatsApp hat die SMS abgelöst, aber was löst WhatsApp ab? Der beliebte Messenger-Dienst hat einen Makel. Immer wieder gerät er in die Schlagzeilen, weil er nicht besonders sorgfältig mit den Daten seiner User umgeht.

Stimmst du den WhatsApp-Nutzungsbedingungen zu, erlaubst du der App, Daten wie deine Telefonnummer und dein Adressbuch abzugreifen und an das Mutterunternehmen Facebook weiterzuleiten. Diese Daten kann das Unternehmen beispielsweise dafür nutzen, dir personalisierte Werbung auf Facebook anzuzeigen.

Aktuell leitet WhatsApp wohl keine persönlichen Daten an Facebook weiter. Der Hamburger Datenschutzbeauftragte Johannes Caspar hatte dem kalifornischen Unternehmen diese Praxis 2016 untersagt, was das Verwaltungsgericht Hamburg 2017 bestätigte. Auch der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) hat Klage gegen Facebook eingereicht.

Diese Apps sind die bekanntesten WhatsApp-Alternativen

Als Facebook WhatsApp 2014 kaufte, versprach das Unternehmen, Daten von Nutzern des Messenger-Dienstes nicht mit denen von Facebook zu verknüpfen. 2016 änderte es die Nutzungsbedingungen, um genau dies zu ermöglichen. Nicht besonders vertrauenswürdig, oder? Zum Glück findest du in den App-Stores zahlreiche Alternativen zu WhatsApp.

Hoccer (iOS | Android), Threema (iOS | Android), Telegram (iOS | Android) und Signal (iOS | Android) haben einen ähnlichen Funktionsumfang wie der Platzhirsch, sind aber nicht so datenhungrig. Du kannst wie gewohnt in Einzel- und Gruppenunterhaltungen chatten, Fotos, Dateien und Sprachnachrichten verschicken und Videotelefonate führen. Bis auf Threema sind alle WhatsApp-Alternativen kostenlos.

Ende-zu-Ende-Verschlüsselung meist Standard

Die meisten Apps – auch WhatsApp – setzen auf die sichere Ende-zu-Ende-Verschlüsselung: Verschickst du eine Nachricht, wird sie auf deinem Smartphone verschlüsselt. Auf ihrem Weg zum Empfänger kann sie niemand lesen, nicht einmal der Anbieter der App. Erst auf dem Handy des Empfängers wird die Nachricht entschlüsselt.

Einzig Telegram nutzt die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung nicht als Standard. Die App arbeitet cloudbasiert, damit du deine Chats geräteübergreifend nutzen kannst. Du hast jedoch die Möglichkeit, Ende-zu-Ende-verschlüsselte „secret chats“ zu nutzen.

Bei Signal und Telegram setzt du einen Timer für Nachrichten. Ist die Zeit abgelaufen, wird die Nachricht automatisch gelöscht – ähnlich wie bei Snapchat. Technisch Versierte können die Sicherheit der WhatsApp-Alternativen sogar selbst überprüfen: Threema, Telegram und Signal sind Open-Source-Apps. Ihr Quelltext ist öffentlich zugänglich.

Hoccer und Threema haben im Vergleich zu WhatsApp noch einen weiteren Vorteil. Hoccer hat seinen Unternehmenssitz in Deutschland und unterliegt damit den deutschen Datenschutzgesetzen. Threema hat seinen Sitz in der Schweiz und muss ebenfalls strenge Richtlinien zum Datenschutz befolgen. Der Datensammelwut, die man von amerikanischen Unternehmen kennt, sind damit enge Grenzen gesetzt.

Einrichtung der Apps oft komplizierter

Die Einrichtung von WhatsApp ist einfach: Du gibst deine Handynummer an und verifizierst dich mit einem Code, den du per SMS erhältst. Anschließend zeigt dir WhatsApp eine Liste deiner Kontakte an, die die App ebenfalls nutzen. Diese greift dafür auf das Adressbuch deines Smartphones zu. Genau dieser Umstand ist Datenschützern ein Dorn im Auge.

Bei den Alternativen zu WhatsApp bleibst du anonym. Hoccer und Threema benötigen für die Anmeldung weder deine Telefonnummer noch deine E-Mail-Adresse. Natürlich kannst du sie trotzdem angeben, normalerweise reicht aber ein Nickname oder eine ID. Bedenke dabei: Je weniger persönliche Daten du angibst, umso weniger erfährt der Anbieter über dich.

Die meisten Apps greifen nicht standardmäßig auf das Telefonbuch zu. Manchmal kannst du dies aber erlauben, um Kontakte zu finden. Der Schutz deiner Daten hat einen Nachteil: Du musst Kontakte, mit denen du chatten möchtest, per Hand hinzufügen. Dafür verschickst du Einladungen per SMS oder E-Mail.

Fazit: Mit diesen Apps chattest du sicher

  • Es gibt Alternativen zu WhatsApp, die weniger datenhungrig sind.
  • Einige fragen noch nicht einmal bei der Anmeldung nach deiner Telefonnummer oder E-Mail-Adresse.
  • Weil die Apps nicht aufs Telefonbuch zugreifen, ist es aufwendiger, Kontakte hinzuzufügen. Doch dafür chattest du mit einem guten Gefühl.

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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