Mit Parkplatz-App in die Lücke

Parkplatz-Apps sollen die Suche nach einem Parkplatz beschleunigen, aber funktionieren sie auch? Wir haben uns das Angebot angeschaut.

Handy mit animierten Miniatur-Autos

In einer halben Stunde kann man viel machen: Eine Pizza essen, die Wohnung aufräumen, den Hund ausführen. Doch gerade Großstädter verbringen diese halbe Stunde oft mit etwas ganz anderem, nämlich mit der Parkplatzsuche. Du drehst Runde um Runde um den Block und wartest darauf, dass sich irgendwo am Straßenrand die rettende Lücke auftut, doch sie kommt einfach nicht.

Gibt’s da nicht eine App für? Wer einen Blick in die App-Stores wirft, findet nicht nur eine, sondern zahlreiche Apps, die bei der Parkplatzsuche helfen sollen. Die eine Parkplatz-App, das WhatsApp des Parkens, gibt es bislang nicht, aber zumindest schon zahlreiche Anwärter auf diesen Posten.

Parkplatz finden mit der App

Vom jungen Start-up mit kleinem Team bis zu etablierten Autoherstellern und Versicherungen – auf dem noch jungen Markt mischen immer mehr Player mit. Ihre Apps unterscheiden sich mitunter deutlich hinsichtlich ihres Funktionsumfangs. Folgende Aktivitäten sind möglich, teilweise auch in einer Parkplatz-App kombiniert:

  • Anzeigen von Parkmöglichkeiten wie Parkplätzen und Parkhäusern

  • Anzeigen von freien Parkplätzen

  • Anzeigen von Informationen zu den Parkmöglichkeiten, zum Beispiel Öffnungszeiten, Kosten, maximale Parkdauer oder Einfahrtshöhe

  • Mieten und vermieten von privaten oder Firmenparkplätzen, zum Beispiel mit Ampido

Apps wie Find My Car ( iOS) helfen verzweifelten Großstädtern dabei, ihr im Gewirr der Nebenstraßen geparktes Auto wiederzufinden. Teilweise erinnern sie dich sogar ans Ende der Parkzeit, damit du keinen Strafzettel riskierst. Mit Parkplatz-Apps wie Evopark ( iOS | Android) auf dem Smartphone benötigst du kein Bargeld für das Parkticket, sondern bezahlst die Parkgebühr mit dem Handy.

Viele Parkplatz-Apps bleiben (noch) hinter ihren Möglichkeiten zurück

Parkplatz-Apps bieten im Großstadtdschungel eine gute Orientierung, doch sie haben noch Luft nach oben. Oft zeigt eine App nur eine begrenzte Anzahl von Parkmöglichkeiten an, in kleineren Städten ist das Parkplatzangebot begrenzt. In Testberichten wird immer wieder kritisiert, dass Informationen wie Öffnungszeiten und Preise nicht aktuell sind oder die angezeigte Anzahl freier Parkplätze nicht korrekt ist.

Bemängelt wird auch, dass einige Apps viele Berechtigungen und Daten von ihren Nutzern erfragen. Neben der Erlaubnis zur Standortbestimmung wollen sie zum Beispiel die Mobilfunknummer, das Autokennzeichen oder Zugriff auf die Handykamera haben. Hier brauchst du ein aufmerksames Auge, wenn du dich registrierst. Hast du die passende App gefunden, kannst du dir die halbe Stunde Parkplatzsuche am Abend jedoch schenken – und stattdessen die Wohnung aufräumen.

Foto: Shutterstock/Vadim Georgiev©

Finja

Finja liebt gut gemachte Anwendungen und kennt (so gut wie) jede App. Wenn Sie nicht das Smartphone ihrer Freundin einrichtet, soll sie gerüchteweise auch mal in der analogen Welt unterwegs sein.

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