13. Februar 2019

Mit Parkplatz-Finder-Apps Zeit sparen

Wieder viel zu lange nach einer Lücke gesucht? Parkplatz-Finder-Apps versprechen Hilfe. Funktionieren sie auch?

DR_Titelbild_Parkplatzapp

In einer halben Stunde kannst du viel erledigen: die Wohnung aufräumen, mit dem Hund Gassi gehen oder ein Foto für deinen nächsten Instagram-Post bearbeiten. Doch wenn du Großstädter bist und ein Auto besitzt, verbringst du deine halbe Stunde höchstwahrscheinlich mit etwas ganz anderem – nämlich mit der Parkplatzsuche. Du drehst Runde um Runde um den Block und wartest darauf, dass sich irgendwo am Straßenrand die rettende Lücke auftut, doch sie kommt einfach nicht.

Gibt’s dafür nicht eine App? Absolut – wer einen Blick in die App Stores wirft, findet nicht nur eine, sondern gleich mehrere Apps, die bei der Parkplatzsuche helfen sollen. Doch die eine ultimative Parkplatz-Finder-App, das WhatsApp des Parkens quasi, gibt es bislang nicht. Dafür aber zahlreiche Anwärter auf diesen Posten.

Handyparken mit der App

Von jungen Start-ups bis zu etablierten Autoherstellern und Versicherungen – auf dem noch jungen Markt mischen immer mehr Player mit. Ihre Apps unterscheiden sich mitunter deutlich hinsichtlich ihres Funktionsumfangs. Folgende Funktionen sind möglich und werden teilweise auch in einer Parkplatz-Finder-App kombiniert:

● Anzeigen von Parkmöglichkeiten am Straßenrand, auf Parkplätzen und in Parkhäusern
● Anzeigen von freien Parkplätzen
● Anzeigen von Informationen zu den Parkmöglichkeiten, zum Beispiel Öffnungszeiten, Kosten, maximale Parkdauer oder Einfahrtshöhe
● Anzeigen, wo das Auto geparkt wurde
● Bezahlen von Parkgebühren, zum Beispiel mit ParkNow (iOS | Android)
● Mieten und Vermieten von privaten oder Firmenparkplätzen, zum Beispiel mit Ampido (iOS | Android)

Die drei ultimativen Parkplatz-Finder-Apps

Apps wie Find My Car (iOS) helfen dir dabei, im Großstadtdschungel dein geparktes Auto wiederzufinden und dich daran zu erinnern, wann deine Parkzeit abgelaufen ist. Parkplatz-Apps wie Evopark (iOS | Android) und ParkNow hingegen machen Schluss mit der Suche nach Kleingeld und Warteschlangen vor dem Parkscheinautomat. Und einige Apps konzentrieren sich auf das Wichtigste: die Parkplatzsuche.

1. Parkopedia (iOS | Android) – die Enzyklopädie für Parkplätze
60 Millionen Parkplätze in 75 Ländern deckt die Parkplatz-Finder-App nach Angaben der Entwickler ab. Für Weltenbummler also genau das Richtige. Dir werden nicht nur freie Stellplätze angezeigt, du bekommst du auch Informationen zu Öffnungszeiten, Preisen und Zahlungsarten geboten. In der Premium-Version
kannst du die Stellplätze nach Kriterien wie öffentlichen Straßen, Überdachung oder Ähnlichem filtern.

2. Parkpocket (iOs | Android) – für die Suche in Großstädten
Wenn du vorwiegend in Großstädten wie Berlin, Hamburg, München oder Wien unterwegs bist, ist die Parkplatz-Finder-App Parkpocket eine gute Alternative zu Parkopedia. Die Anwendung ist vollkommen kostenfrei und kommt ohne Premium-Updates aus. Angaben wie Echtzeit-Belegung, Einfahrtshöhe, Maximalparkzeit oder Preise vereinfachen es dir, verschiedene Parkmöglichkeiten zu vergleichen. Auf einer Karte werden dir Entfernung und Fahrtzeit zum Zielort angezeigt.

3. Google Maps (iOS | Android) – immer dabei
Google Maps ist auf nahezu jedem Android-Smartphone bereits vorinstalliert. Was durchaus praktisch sein kann: Seit August 2017 informiert auch die deutsche Version der App über die Parkplatzsituation. Zwar bislang nur für Darmstadt, Köln, Düsseldorf, München und Stuttgart – aber besser als nichts. Um dich in diesen Städten über die Parkplatzsituation zu informieren, nutzt du wie gewohnt die Navigation von Google Maps und suchst dir eine Route heraus. Unterschiedlich farbige P-Symbole kennzeichnen auf der Karte die jeweilige Parksituation. Ein rotes P steht für sehr wenige Parkmöglichkeiten, Blau für mehrere und Grün für viele Plätze.

Viele Apps bleiben (noch) hinter ihren Möglichkeiten zurück

Handyparken via App bietet im Großstadtverkehr eine gute Orientierung, doch alle getesteten Apps haben noch Luft nach oben. Oft werden längst nicht alle Parkmöglichkeiten angezeigt, vor allem in kleineren Städten. In User-Bewertungen wird immer wieder kritisiert, dass Informationen wie Öffnungszeiten und Preise nicht aktuell sind oder die angezeigte Anzahl freier Parkplätze nicht korrekt ist.

Bemängelt wird auch, dass fast jede Parkplatz-Finder-App viele Berechtigungen und Daten von ihren Nutzern erfragt. Neben dem Standort zum Beispiel die Mobilfunknummer, das Autokennzeichen oder Zugriff auf die Handykamera. Darauf solltest du achten, wenn du dich registrierst. Hast du die passende App gefunden, kannst du die Zeit, die du mit der Suche nach einem Parkplatz verbringst, jedoch wesentlich verkürzen – und deine Zeit sinnvoller nutzen.

Ein Blick in die Zukunft: Stellplatz via App in Echtzeit

Was bis jetzt keine Parkplatz-Finder-App kann, was aber überaus wünschenswert wäre, ist die Echtzeit-Parkplatz-Suche am Straßenrand. Unter anderem arbeitet der Automobilzulieferer Bosch in diesem Feld an einer Lösung. Die Idee: Die Ultraschallsensoren der Parkassistenten nutzen, um Lücken zu finden. Die Fahrzeuge würden einfach freie Stellplätze am Straßenrand über das Navigationsgerät im Auto melden.

Fast jedes dritte Neufahrzeug verfügt heute über einen solchen Parkassistenten. Mit diesen könnten Wagen automatisch Lücken zwischen parkenden Fahrzeugen vermessen, während sie im Straßenverkehr unterwegs sind.

Diese Messungen würden an den jeweiligen Fahrzeughersteller gesendet und dann anonymisiert an die Bosch-Cloud übermittelt. Bosch fügt die Informationen in eine digitale Parkplatzkarte ein und stellt sie den Herstellern der Parkassistenten wieder zur Verfügung. Diese wiederum füttern ihre Navis damit, sodass sich Parkplatzsuchende in Echtzeit freie Parkplätze anzeigen lassen können.

Über das Navigationsgerät des Autos könnten Fahrerinnen und Fahrer sich dann freie Parkplätze in ihrer Nähe anzeigen lassen. Bosch geht davon aus, dass bis 2020 alle neu zugelassenen Fahrzeuge mit dem Internet verbunden sein werden. Die Schwarmintelligenz des sogenannten Community-based Parking will sich das Unternehmen zunutze machen. Sogar Länge und Breite der Parklücke könnten dir auf diese Weise in einer Parkplatz-Finder-App angezeigt werden – wohlklingende Zukunftsmusik für alle gestressten Parkplatzsuchenden.

Titelbild: ©Shutterstock/Georgii Shipin

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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