14. September 2018

Google Arts & Culture

Das „Art-Selfie“ ist das neue Feature der Google Arts & Culture App. Diese hat aber noch weitaus mehr zu bieten.

DR_Titelbild_Arts_Culture

Wer dieser Tage durch die sozialen Netzwerke streift, dem dürfte das Phänomen kaum entgehen: Menschen, die ein Selfie von sich und daneben ein Bild von einem Kunstwerk posten, das ihnen ähnlich sehen soll. Verantwortlich dafür ist eine neue Funktion der bisher fast nur von Kunstliebhabern beachteten App Google Arts & Culture.

Über die App kann man jetzt unter „Art Selfie“ ein Selfie schießen; anschließend vergleicht Google es mithilfe seiner Gesichtserkennungs-Software mit berühmten Porträts, die in den Museen der Welt hängen. Dabei kommen teilweise überraschende Resultate heraus. Allerdings kann Google Arts & Culture noch viel mehr als nur Selfies mit Porträts vergleichen.

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Ein Beitrag geteilt von Franzisca Sablancas (@mimmelittt) am Sep 14, 2018 um 12:34 PDT

Verhilft das Art-Selfie Google Arts & Culture zum Durchbruch?

Die Google-Software gleicht das Selfie mit mehr als 70.000 historischen Kunstwerken ab, die in einer Datenbank gespeichert sind, und filtert einen oder mehrere Doppelgänger heraus. Während das Feature zu Beginn nur in wenigen Ländern verfügbar war, lassen sich nun weltweit Selfies mit der Kunstdatenbank von Google vergleichen.

Dabei geht es dem Internet-Konzern wohl nicht nur darum, uns mit dem Porträtvergleich zum Schmunzeln zu bringen. Vermutlich möchte er vor allem Aufmerksamkeit auf sein Kunstprogramm lenken: Google Arts & Culture gibt es schon seit 2011, doch bisher hatte die Datenbank historischer Kunstwerke mit dazugehöriger App nicht den erhofften Anklang gefunden.

Das ändert sich nun anscheinend: Das Ergebnis der Doppelgängersuche wird von vielen Nutzern in sozialen Netzwerken wie Instagram oder Twitter geteilt; die neue Funktion ließ die Downloads der Google Arts & Culture App (iOS | Android) in die Höhe schießen. In den USA war sie lange Zeit auf der ersten Position der US-Charts für kostenlose Apps.

Neue Wege zur Kunst

Google Arts & Culture beruht auf der Idee des Internet-Giganten, die Kulturschätze der Welt zu digitalisieren und dadurch einem größeren Publikum zugänglich zu machen. Die Museen reagierten anfangs allerdings meist kritisch: Zu groß war die Befürchtung, dass niemand mehr in die Ausstellungen kommt, wenn alles im Netz zu finden ist.

Schrittweise konnte Google aber mehr und mehr Museen überzeugen. Wichtige Argumente sind:

  • Die Rechte an den Bildern werden mit der Teilnahme am Programm nicht an den Internet-Konzern abgetreten.
  • Rechteinhaber können die Aufnahmen jederzeit wieder aus der Online-Sammlung entfernen.
  • Google bietet kostenintensive Abfotografieren der Sammlungen mit Spezialkameras kostenlos für die Museen an.

So lassen sich Jahre nach dem Start mehrere Millionen Bilder von Gemälden, archäologischen Exponaten, Theateraufführungen oder historischen Modekollektionen im Netz bewundern. In vielen Museen hat das Projekt ein Umdenken ausgelöst: Die Plattform Google Arts & Culture wird zunehmend als neue Möglichkeit wahrgenommen, Kunst und Kultur zu vermitteln.

Mehr als nur Art-Selfies – Funktionen in Google Arts & Culture

Ein Rundgang durch einige der wichtigsten Funktionen in Google Arts & Culture:

  • die App verfügt über eine Zoomfunktion, mit der sich zahlreiche Kunstwerke bis ins Detail untersuchen lassen – darunter sind Fotos, Videos und Manuskripte. Neben Museen lassen sich auch Kultstätten, berühmte Gebäude und Naturwunder über das Display bereisen.
  • Noch anschaulicher werden die Exponate durch Virtual Reality. Mit Google Cardboard, einer Papphalterung für Smartphones, die wie eine Brille getragen werden kann, öffnet sich das Fenster in eine virtuelle Realität. Einige Museen haben in Zusammenarbeit mit Google aus tausenden Fotos VR-Modelle angefertigt, die sich in 3D anschauen lassen.
  • Mit Google Arts & Culture kann jeder als Kurator tätig werden, eine eigene Sammlung anlegen und diese teilen. Virtuelle Rundgänge lassen den Nutzer nicht nur die Pforten berühmter Museen durchschreiten, sondern auch auf die Spuren bekannter Persönlichkeiten gehen.
  • Das Angebot von Google Arts & Culture muss nicht zwingend über die App angesehen werden. Es lässt sich auch über jeden Browser abrufen. Beide Varianten ermöglichen es, nach Museen und Veranstaltungen in der Nähe zu suchen.
  • Vor Ort lassen sich mit der App zusätzliche Infos über ein Kunstwerk abrufen, indem man die Kamera des mobilen Gerätes darauf richtet. Dank der Übersetzungsfunktion kann man Ausstellungsinformationen in der Sprache seiner Wahl lesen.

Das Wichtigste zu Google Arts & Culture

  • Das Programm Google Arts & Culture wurde 2011 gestartet und soll die wichtigsten Kunst- und Kulturschätze der Welt digitalisieren und im Netz zugänglich machen.
  • Über die Funktion Art Selfie zeigt die App Arts & Culture zu persönlichen Selfies ähnliche Portraits aus der Kunstgeschichte.
  • Das Feature hat in sozialen Netzwerken einen kleinen Hype ausgelöst.
  • Arts & Culture bietet zahlreiche andere Funktionen wie Zoom, VR-Rundgänge und Live-Infos zu erkannten Werken.

Foto: ©Shutterstock/NaughtyNut

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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