26. Juni 2019

Apple Pay erobert Deutschland

Mit iPhone und Apple Watch kannst du auch in Deutschland mobil bezahlen. Wir liefern dir alle Infos zu Apple Pay.

Apple Pay in Deutschland

In vielen Ländern ist Apple Pay längst etabliert. Und auch in Deutschland ist der mobile Bezahldienst inzwischen gestartet. Kunden können also auch hierzulande mit ihrem Smartphone aus dem Hause Apple bezahlen, wenn sie sich bei Apple Pay registriert haben.

Apple-Chef Tim Cook hat schon im Sommer 2018 angekündigt, dass das konzerneigene Bezahlsystem noch im selben Jahr in Deutschland eingeführt wird. In den Wochen nach der Ankündigung wurde es aber ziemlich ruhig um einen möglichen Starttermin. Pünktlich zum Weihnachtsgeschäft ist die Einführung dann tatsächlich durchgeführt worden – zur Erleichterung vieler Apple-Nutzer.

Dabei ist Apple Pay zunächst nur in einem vergleichsweise kleinen Maßstab gestartet: 12 Banken oder Bezahldienste waren zu Beginn mit dabei, doch weitere Banken ziehen nach. Zusätzlich wird Apple Pay auch in Geschäften immer beliebter.

Basiswissen zu Apple Pay als Mobile Payment

Bei Apple Pay wird ähnlich wie bei anderen Mobile-Payment-Systemen die Kreditkarte virtuell ins Smartphone integriert. Für die Einrichtung wird ein Plus-Symbol oben rechts in der Wallet-App eingeblendet. Du kannst die Daten der Kreditkarte entweder manuell eingeben oder die Karte scannen.

Um zu bezahlen, musst du das iPhone nur an das Terminal halten. Die für den Bezahlvorgang erforderlichen Informationen werden über NFC übertragen. Die Transaktion ist in wenigen Augenblicken vollzogen. Die Methode erlaubt es auch, im Ausland mobil zu bezahlen – vorausgesetzt, der Dienst ist im jeweiligen Land verfügbar und wird vom lokalen Händler unterstützt.

Für den eigentlichen Bezahlvorgang muss die Apple-Pay-App nicht extra geöffnet werden. Es genügt, das iPhone per Face-ID (ab iPhone X) oder per Touch-ID-Sensor beim iPhone 8 und älteren Modellen zu entsperren. Diese Autorisierung muss unabhängig von der Höhe des Kaufbetrags erfolgen. Das ist ein wesentlicher Unterschied zu Google Pay, wo das Handy bei Beträgen unter 25 Euro nicht entsperrt werden muss.

Apple-Pay-kompatibel sind übrigens alle iPhone-Modelle ab dem iPhone SE und dem iPhone 6. Außerdem unterstützt jede Apple Watch ab der ersten Generation Apple Pay. Eine Nutzungseinschränkung könnten allerdings die teilnehmenden Partnerbanken bedeuten – denn der Dienst funktioniert nicht mit jeder Kredit- bzw. Debitkarte.

Verfügbarkeit von Apple Pay: Welche Banken machen mit?

Nur Inhaber von Konten bei den Kooperationspartnern können Apple Pay in ihr iPhone integrieren. Aktuell unterstützen 19 Banken und Bezahldienste Apple Pay:

  • American Express
  • Boon
  • Bunq
  • Comdirect
  • Consors Finanz
  • Crosscard
  • Deutsche Bank
  • DKB
  • Edenred
  • Fidor Bank
  • Fleetmoney
  • Hanseatic Bank
  • HypoVereinsbank
  • Monese
  • N26
  • O2 Banking
  • Revolut
  • Viabuy
  • VIM Pay

Unter den Kooperationspartnern fehlten bislang einige der großen Banken. Dazu gehörten auch die Sparkassen sowie Volks- und Raiffeisenbanken. Doch nun tut sich auch hier etwas: Jüngst bestätigte Apple, dass man sich mit den genannten Geldinstituten geeinigt habe und einer Kooperation nichts mehr im Wege steht.

Im Laufe des Jahres sollen sowohl Sparkassen-Kunden als auch Kunden von Volks- und Raiffeisenbanken den mobilen Zahldienst mit ihren Kredit- und Debitkarten nutzen können. Wann eine Integration der Girocard stattfindet, ist allerdings noch nicht bekannt.

Auch ING sowie Openbank, Teil der Santander-Gruppe, stehen kurz vor der Umsetzung. Beide Banken werden bereits auf der Apple-Website angekündigt und haben Apple Pay in anderen Märkten schon eingeführt. Ebenfalls steht der französische Anbieter Sodexo, über den man Visa-Karten erhalten kann, kurz vor der Kooperation.

Für die Kombination aus Apple Pay und PayPal stehen allerdings auch in Zukunft die Chancen schlecht: Beide Unternehmen zeigen kein Interesse daran, eine Zusammenarbeit einzugehen. Hier sind Android-Nutzer im Vorteil: Google Pay arbeitet mit dem Online-Bezahldienst problemlos zusammen.

Smartphone als Portemonnaie: Wie steht es bei Apple Pay um die Sicherheit?

Deutschland ist nach wie vor Bargeldland. Kreditkarten und mobile Bezahldienste sind hier im internationalen Vergleich wenig verbreitet. Zumindest besteht unter Sicherheitsgesichtspunkten wenig Grund, Apple Pay zu misstrauen.

Die Autorisierung über Touch-ID und Face-ID hat sich bis dato als sicher erwiesen. Auch im Vergleich zur PIN-Eingabe bei herkömmlichen Kredit- und EC-Karten erscheinen die digitalen Autorisierungsmethoden moderner und sicherer.

Ein weiterer Aspekt, der bei Kunden Misstrauen wecken könnte, ist der Datenschutz. Auf den ersten Blick scheint Apple hier aber seine Hausaufgaben gemacht zu haben. Die Kreditkartennummer soll weder auf dem iPhone bzw. der Apple Watch noch auf Apple-Servern gespeichert werden. Die Einbindung der Karte in die Wallet App erfolgt über ein verschlüsseltes Token. Ebenso wenig sollen die Transaktionsdaten erfasst werden.

Apple Pay ist mehr als ein mobiler Bezahldienst

Apple Pay ist nicht allein auf Mobile Payment beschränkt. Es ist gleichermaßen eine Infrastruktur für Online-Zahlungen. Das bedeutet konkret, dass du damit Käufe in Webshops und in Mobile Apps tätigen kannst. Voraussetzung ist hier ebenfalls, dass die Online-Händler den Bezahldienst akzeptieren.

Weitere Bedingungen sind, dass der Kauf im Safari-Browser bzw. auf einem iOS-Gerät erfolgt. Auch Online-Käufe musst du autorisieren. Bei Macs, die mit Touch-ID ausgestattet sind, kann das direkt am Gerät erfolgen. Wenn nicht, wird es wie beim Mobile Payment übers iPhone erledigt.

Doch auch hier ist die Umsetzung des US-amerikanischen Plans in die deutsche Geschäftswirklichkeit noch mit Startschwierigkeiten behaftet. Zalando, einer der größten deutschen Online-Händler, hat Apple Pay erst kürzlich wieder von seiner Website gestrichen. Nach einer dreimonatigen Testphase hatte sich herausgestellt, dass der Bezahldienst von Apple nicht in allen Punkten mit dem System des Fashion-Händlers kompatibel ist. An einer Lösung wird aber bereits gearbeitet.

Die Verfügbarkeit von Apple Pay in Geschäften hingegen ist relativ gut. Prinzipiell muss der lokale Händler nur ein NFC-fähiges Kartenlesegerät besitzen. Kann man in dem Geschäft also auch kontaktlos mit der Girokarte bezahlen, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass auch Apple Pay unterstützt wird.

Viele Händler machen sogar mit einem entsprechenden Aufkleber an der Kasse auf die mobile Bezahlmöglichkeit aufmerksam. Sicherheitshalber solltest du in Deutschland aber immer noch Bargeld bei dir tragen. Gerade für viele kleinere Händler gilt noch: nur Bares ist Wahres.

Das Wichtigste zu Apple Pay

  • Der Deutschlandstart von Apple Pay war der 11.12.2018.
  • 19 Banken und Bezahldienste unterstützen Apple Pay.
  • Die Sparkassen, Volks- und Raiffeisenbanken und weitere Geldinstitute werden noch in diesem Jahr folgen.
  • Apple Pay ermöglicht bargeldloses Bezahlen an Kassen über den Übertragungsstandard NFC.
  • Voraussetzung ist ein iPhone (ab iPhone 6) bzw. eine iWatch und die Kredit- oder Debitkarte eines Partnerinstituts.
#dr-Redaktion

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