25. Januar 2017

WeChat, die Über-App

WhatsApp, Threema oder Telegram? Da kann WeChat nur drüber lachen. Ein Messenger, der mehr will (und kann).

WeChat Trendschau 500

iMessage, Whatsapp, Facebook Messenger, Google Hangouts: alles Apps, die uns die Kommunikation zwischen Smartphones ermöglichen. Hurra, jeder kennt sie und weiß, was man damit machen kann und was nicht. Nachrichten, Sprachnachrichten, Anrufe, Dateien verschicken, das ist so das Gängige.

Wer nach China geht oder einer der 100 Millionen ausländischen Nutzer der App WeChat ist, weiß, dass die westlichen Kollegen ein ziemlich lahmer Witz gegenüber den asiatischen Monster-Messengern sind.

Kommunikation untereinander ist ein Faktor, aber Apps wie WeChat streben danach, alle Facetten des täglichen Lebens zu bedienen und die einzige relevante App auf dem Smartphone des Nutzers zu sein.

WeChat: Fast schon ein Betriebssystem


Was man sich darunter vorstellen darf? Unter dem simplen Namen City Services ist es beispielsweise möglich, mit der WeChat App in allen unterstützten Städten die Polizei zu rufen, Arzttermine zu vereinbaren, Taxis zu rufen, Flüge zu buchen und diverse weitere Funktionen zu nutzen, die ansonsten ein Alleinstellungsmerkmal von externen Apps waren.

Das digitale Bezahlen wird über WeChat Pay geregelt, wobei online, aber auch bei teilnehmenden Händlern im stationären Handel bezahlt werden kann. Ganz ohne Bargeld. So langsam sollte sich ein Bild über die Macht der App von Tencent herauskristallisieren.

Eine Oberfläche, die alle Funktionen unter sich vereint, verstehen wir eigentlich als das Betriebssystem, auf dem wir zusätzliche Software installieren können, um weitere Funktionen frei zu schalten – nicht als App, die alle anderen Apps obsolet machen könnte. Der Schritt dahin wird jetzt aber auch von WeChat eingeleitet.

Konkurrenz für iOS und Android

Xiaochengxu, was sich grob als "Mini Programme" übersetzen lässt, wurde vor kurzem gelaunched und bietet die Möglichkeit, Programme oder Funktionen über WeChat zu laden, die kleiner als 1 MB sind.

Damit setzt sich die App in direkte Konkurrenz mit dem App Store beider Lager, erlaubt aber auch eine neue Geistesfreiheit im Bezug auf die Handywahl.

Oft fühlt sich der Nutzer an Android oder iOS gebunden, weil er da die Funktionalitäten kennt und seine Apps hat. Wenn nun aber all seine Programme in einer App gebündelt sind und diese App auf beiden Betriebssystemen angeboten wird, wird das Kaufargument außer Kraft gesetzt.

Baidu als Vorbild von WeChat

WeChat sind auch nicht die Ersten, die eine App in App Idee haben. Bereits 2013 stellte Baidu, das chinesische Equivalent zum westlichen Google, seine Light App vor, die Web Apps unterstützen kann, als wären es native mobile Apps.

Im Klartext heißt das, dass der Nutzer über die Baidu App etwas sucht – beispielsweise eine Taxiverbindung zur Oper – und die App ihm verschiedene Apps vorschlägt, die auf seine Suche passen.

Dann öffnet der Nutzer die Taxiapp innerhalb seiner Baidu App, ohne Download oder Wartezeiten und ordert die entsprechende Fahrt. Die so gefundene Taxiapp kann dann auch als Favorit innerhalb der Baidu App gespeichert werden.

Learning: Apple hat mit dem App Store die Revolution für den bezahlten Softwaremarkt gebracht. Es ist pure Ironie, dass einer der größten Wettbewerber zu diesem Geschäftsmodell eine App sein wird, die ihren Ursprung ebenfalls in den Stores hatte.

Redaktion

Hier schreibt die Redaktion von #digitalrepublic. Mal der und mal die. Geballte Technikkompetenz, Smartphone-Nerds und erfahrene App-Tester. Alles aus erster Hand und immer mit dem Blick für Digital Lifestyle.

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